Ausbildung

Teilzeitausbildung

Hinweis der IHK – kurzfristige Einrichtung der Teilzeitausbildung für Unternehmen in der Corona-Krise: Eine Möglichkeit den Ausbildungsplatz zu erhalten und die finanzielle Belastung der Ausbildungsbetriebe durch die in voller Höhe fortzuzahlende Ausbildungsvergütung zu reduzieren, kann die Teilzeitausbildung sein. Mit einer Vertragsänderung kann die tägliche oder wöchentliche Ausbildungszeit um bis zu 50 Prozent verkürzt und die Ausbildungsvergütung entsprechend auf die neue vereinbarte tägliche bzw. wöchentliche Ausbildungszeit gekürzt werden. Zu beachten ist, dass sich in diesem Fall die Dauer der Ausbildung entsprechend um den veränderten, prozentualen Anteil (max. 1,5 fache der regulären Ausbildungsdauer), verlängert (§ 7a BBiG Absatz 2 BBiG). Wer den betrieblichen Teil seiner Ausbildung in Teilzeit absolvieren möchte, musste dafür bislang einen besonderen Grund nachweisen. Das ist seit dem 1. Januar 2020 nicht mehr erforderlich.
Bitte nutzen Sie für eine kurzfristige Einrichtung der Teilzeitausbildung die von uns vorgesehene Vereinbarung. Die Vereinbarung ist der IHK unverzüglich einzureichen.

Teilzeitausbildung – gemeinsame Vereinbarung

Mit dem Einverständnis des Ausbildungsbetriebes, kann die Ausbildung teilweise oder komplett mit verringerter Stundenzahl durchgeführt werden. Ein Anspruch auf Teilzeitausbildung besteht jedoch nicht.

Untergrenze für Ausbildungszeit

Die Kürzung der täglichen oder wöchentlichen Ausbildungszeit darf 50 Prozent einer Vollzeitausbildung nicht übersteigen.
Die Dauer der Ausbildung verlängert sich entsprechend, höchstens jedoch bis zum 1,5-fachen der regulären Ausbildungsdauer. Das bedeutet: Bei einer regulär dreijährigen Ausbildung darf die Teilzeitvariante maximal 4,5 Jahre in Anspruch nehmen. Die Dauer der Teilzeitberufsausbildung ist auf ganze Monate abzurunden.

Berufsschule

Die Berufsschule ist an eine im Ausbildungsvertrag vereinbarte Teilzeit nicht gebunden. Die Einbeziehung der Berufsschulzeiten in das Modell muss deshalb zwischen Betrieb, Auszubildenden und Berufsschule abgestimmt werden.
Die Berufsschulzeit ist auf die durchschnittlich täglich bzw. wöchentlich vereinbarte Ausbildungszeit anzurechnen. Diese Regelung gilt sowohl für voll- als auch für minderjährige Auszubildende.

Vergütung

Auch bei einer Teilzeitberufsausbildung gilt die Mindestausbildungsvergütung. Die Ausbildungsvergütung darf jedoch prozentual, um die prozentual vereinbarte tägliche oder wöchentliche Ausbildungszeit, gekürzt werden. Die Mindestausbildungsvergütung darf in diesem Fall um die prozentuale Veränderung unterschritten werden.
In den meisten Fällen liegt die Mindestausbildungsvergütung jedoch unter den durchschnittlichen Vergütungssätzen, die in den meisten Branchen gezahlt werden. Attraktive Ausbildungsvergütungen helfen, die Qualität des Ausbildungs- und Fachkräftenachwuchses zu sichern! 
Unsere Empfehlung: orientieren Sie sich an den tariflichen Ausbildungsvergütungen in unserer IHK-Region!

Vertragliche Vereinbarung

Die Teilzeitberufsausbildung kann vor und nach Beginn eines Ausbildungsverhältnisses vereinbart werden. Der Berufsausbildungsvertrag muss die Dauer der Verkürzung der täglichen oder wöchentlichen Ausbildungszeit beinhalten.
Jede Änderung eines bestehenden Ausbildungsvertrages bedarf einer Vertragsanpassung und muss bei der IHK eingereicht werden.

Verkürzung der Ausbildungsdauer

Trotz einer Teilzeitberufsausbildung besteht die Möglichkeit die Ausbildungszeit zu verkürzen. Der Antrag auf Eintragung eines Berufsausbildungsverhältnisses für eine Teilzeitberufsausbildung kann mit einem Antrag auf Verkürzung der Ausbildungsdauer verbunden werden.
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