Wirtschaftsstandort Niederbayern

Energiekrise verhagelt die Bilanz

Die Energiekrise war das prägende Thema des Jahres 2022. Sie belastet die regionale Wirtschaft sowie jeden Einzelnen. Zusätzlich sind die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie bis heute spürbar. Belegt werden diese Entwicklungen durch einen Blick in die neue Auflage der „Strukturdaten 2022/23“, dem gemeinsamen Datenhandbuch für den Wirtschaftsraum Niederbayern.
„2022 war für die niederbayerische Wirtschaft erneut ein herausforderndes Jahr. Die extrem gestiegenen Energiepreise sind bei weitem nicht nur ein Problem für unsere energieintensive Industrie, sondern letztlich für die Wirtschaft in ihrer gesamten Breite. Schwierigkeiten in der Beschaffung von Material und Rohstoffen sowie fehlende Fachkräfte belasteten zusätzlich die Geschäfte“, bilanziert IHK-Präsident Thomas Leebmann.

Anfänglicher Optimismus war schnell dahin

Zu Jahresbeginn habe bei den Betrieben noch eine gewisse Aufbruchstimmung geherrscht, der Ukraine-Krieg und seine Folgen habe diesen Optimismus aber zunichte gemacht. Im Vergleich zum Vor-Corona-Niveau reduzierte sich 2020 das niederbayerische Bruttoinlandsprodukt, die Übernachtungszahlen im Tourismus sind regelrecht eingebrochen und auch ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen musste verzeichnet werden – so ist es in den Strukturdaten nachzulesen. „Angesichts der massiv eingebrochenen Geschäftserwartungen für 2023 muss die Politik endlich effektiv und entschlossen handeln, um der Wirtschaft zumindest mittelfristig wieder ein Einschwenken auf den Erfolgskurs zu ermöglichen“, fordert Leebmann.

Wichtige Kennzahlen zu vielen Bereichen der Wirtschaft

IHK Niederbayern, Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Regierung von Niederbayern und Niederbayern-Forum haben als Herausgeber die Neuauflage der Strukturdaten vorgestellt. Das Datenhandbuch zeigt in anschaulichen Statistiken, Karten und Grafiken die Struktur und Entwicklung des Wirtschaftsstandortes. Neben wichtigen Kennzahlen zu Bruttoinlandsprodukt, Arbeitsmarkt oder Bevölkerung umfasst das Handbuch beispielsweise Daten zu Einkommen, Bildung und Infrastruktur.
Die Strukturdaten zum Download sowie online aufbereitet finden Sie hier: