Landesregierung legt Kreislaufwirtschaftsstrategie vor

Mit der ersten Kreislaufwirtschaftsstrategie für Nordrhein-Westfalen schafft die Landesregierung einen Rahmen, um das Land als führenden Standort für zirkuläres Wirtschaften in Europa zu etablieren und die wirtschaftliche Erneuerung voranzutreiben. Die Strategie soll bestehende Aktivitäten des Landes bündeln, neue Impulse setzen und Orientierung für Wirtschaft schaffen.

Die Kreislaufwirtschaftsstrategie NRW im Überblick:

Zirkuläres Bauen: Förderung einer ressourcenschonenden Bauwirtschaft durch zirkuläre Planung, Sanierung, Wiederverwendung und hochwertiges Recycling von Baustoffen sowie den Ausbau digitaler Instrumente, regionaler Stoffkreisläufe und einer kreislaufgerechten öffentlichen Beschaffung.
Chemische Industrie und Kunststoffe: Transformation von fossilen zu zirkulären Kohlenstoffquellen durch verbessertes mechanisches und chemisches Recycling, den Einsatz biobasierter Rohstoffe, Carbon Capture and Utilization (CCU; Abscheidung, Transport und anschließende Nutzung von Kohlenstoff) sowie den Aufbau leistungsfähiger Rezyklatmärkte als Grundlage einer wettbewerbsfähigen Chemieindustrie.
Metalle: Ziel ist, hochwertige Stoffkreisläufe für Stahl, Aluminium und kritische Rohstoffe zu schließen, um einen wichtigen Beitrag zur Rohstoffsicherung und zur Dekarbonisierung der Industrie zu leisten.
Maschinen- und Anlagenbau: Weiterentwicklung innovativer Maschinen und Anlagen, die die Herstellung zirkulärer Produkte, Wiederaufarbeitung gebrauchter Produkte (sog. Remanufacturing) sowie effiziente Sortier- und Recyclingprozesse in anderen Branchen ermöglichen.
Elektrotechnik: Entwicklung langlebiger, reparierbarer und ressourceneffizienter Elektro- und Elektronikprodukte sowie Ausbau der Rückgewinnung kritischer Rohstoffe und der Rücknahme-, Wiederverwendungs- und Reparaturstrukturen.
Circular Cities: Stärkung von Kommunen als urbane Innovationsräume, die durch Planung, öffentliche Beschaffung und Infrastrukturentwicklung wichtige Impulse für zirkuläre Geschäftsmodelle setzen.
Sekundärrohstoffe: Ausbau einer leistungsfähigen Sekundärrohstoffwirtschaft als zentrale Grundlage geschlossener Stoffkreisläufe.
(Quelle MWIKE NRW)