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Informationen zu Afrika

Afrika zählt zu den dynamischsten Wachstumsregionen der Welt
Zwölf der 20 weltweit am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften befanden sich nach Angaben der Afrikanischen Entwicklungsbank im Jahr 2025 in Afrika. Zugleich entfällt bislang nur ein vergleichsweise kleiner Teil der deutschen Exporte und Auslandsinvestitionen auf den Kontinent.
Die deutschen Warenexporte nach Afrika stiegen 2025 um rund acht Prozent von etwa 26,3 Milliarden Euro auf 28,4 Milliarden Euro. Insgesamt exportierte Deutschland im selben Jahr Waren im Wert von rund 1.563 Milliarden Euro. Damit entfielen lediglich rund 1,8 Prozent der deutschen Warenexporte auf Afrika. Auch das deutsche Direktinvestitionsengagement ist insbesondere in Subsahara-Afrika bislang vergleichsweise gering.
Dem steht die wachsende wirtschaftliche und demografische Bedeutung des Kontinents gegenüber. Im Jahr 2025 lebten nach Angaben der Vereinten Nationen rund 1,55 Milliarden Menschen in Afrika, was knapp ein Fünftel der Weltbevölkerung entspricht. Afrikanische Volkswirtschaften verzeichnen überdurchschnittliche Wachstumsraten.
Für deutsche Unternehmen bieten sich daher in vielen afrikanischen Märkten langfristige Wachstums- und Investitionsmöglichkeiten, unter anderem in den Bereichen erneuerbare Energien, Infrastruktur, Landwirtschaft und Ernährungswirtschaft, Gesundheit, Rohstoffe und Rohstoffverarbeitung sowie Digitalisierung.

Zukunftskontinent Afrika: Chancen für deutsche Unternehmen

Afrika gewinnt als Absatzmarkt, Produktionsstandort und Investitionsregion an Bedeutung. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unterscheiden sich jedoch von Land zu Land erheblich. Für deutsche Unternehmen bieten insbesondere die regionalen Wirtschaftszentren interessante Geschäftsmöglichkeiten.
Nordafrika ist traditionell eng mit Europa verflochten und für die deutsche Wirtschaft von besonderer Relevanz. Marokko, Ägypten, Tunesien und Algerien haben sich zu wichtigen Standorten für Produktion, Zulieferung und Dienstleistungen entwickelt. Die geografische Nähe zu Europa, bestehende Handelsbeziehungen sowie der Ausbau industrieller Wertschöpfungsketten schaffen Anknüpfungspunkte für deutsche Unternehmen. Besonders Marokko hat sich als Produktions- und Exportstandort für die Automobil- und Luftfahrtindustrie etabliert. Deutsche Unternehmen sind dort unter anderem in der Kfz-Zulieferindustrie, der Elektrotechnik, der Chemie, der Pharmabranche, der Logistik und der IT tätig.
Auch Ägypten gewinnt als Produktions- und Logistikstandort an Bedeutung. Das Land investiert unter anderem in Verkehrs- und Energieinfrastruktur und profitiert von seiner Lage zwischen Europa, Afrika und Asien. Für deutsche Unternehmen ergeben sich Geschäftsmöglichkeiten beispielsweise in Infrastruktur, Mobilität, Energie, Maschinenbau und Logistik.
Tunesien ist vor allem als Teil europäischer Lieferketten von Bedeutung. Die deutsche Wirtschaft ist dort vor allem in der Automobilzulieferindustrie präsent. Im Jahr 2025 erreichten die deutsch-tunesischen Wirtschaftsbeziehungen neue Rekordwerte und auch im ersten Halbjahr 2026 setzte sich die positive Entwicklung fort.
Auch Algerien bietet deutschen Unternehmen Geschäftsmöglichkeiten, insbesondere in den Bereichen Industrie, Maschinen- und Anlagenbau sowie Energie und Infrastruktur. Die rege industrielle Projekttätigkeit sorgt für Nachfrage nach Maschinen und technischer Ausrüstung. Gleichzeitig treibt das Land den Ausbau erneuerbarer Energien voran und positioniert sich als möglicher Produzent von grünem Wasserstoff. Für deutsche Unternehmen können sich daraus insbesondere in den Bereichen Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Wasserstoff, Maschinenbau und industrielle Zulieferung Chancen ergeben.
Als Standortfaktoren kommen die vergleichsweise junge Bevölkerung sowie die wachsende Zahl gut ausgebildeter Arbeitskräfte, insbesondere in technischen, industriellen und dienstleistungsorientierten Berufen, hinzu.
Ostafrika, vor allem Kenia und Äthiopien, bietet Potenziale in den Bereichen Infrastruktur, Energie, Industrie und Landwirtschaft. Zudem hat sich Nairobi zu einem wichtigen Technologie- und Start-up-Standort entwickelt. Kenia spielt auch als regionales Handels- und Dienstleistungszentrum eine wichtige Rolle. Gleichzeitig unterscheiden sich die wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen innerhalb der Region deutlich voneinander.
Westafrika wird vor allem durch große und wachsende Wirtschaftsräume geprägt. Zu den für deutsche Unternehmen relevanten Märkten zählen Nigeria, Ghana und Côte d’Ivoire. Geschäftsmöglichkeiten bestehen dort unter anderem in den Bereichen Energie, Infrastruktur, Maschinenbau, Gesundheit, Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung sowie bei digitalen Dienstleistungen.
Im südlichen Afrika ist Südafrika der wichtigste Industriestandort und ein zentraler Anker für deutsche Unternehmen. Das Land verfügt über eine breit aufgestellte Industrie, insbesondere in der Automobilwirtschaft. Weitere Geschäftsmöglichkeiten bestehen in den Bereichen Energie, Maschinenbau, Logistik, Wasserwirtschaft und Infrastruktur. Gleichzeitig bestehen Herausforderungen etwa bei Energieversorgung, Logistik und regulatorischen Rahmenbedingungen.
Insgesamt schaffen Bevölkerungswachstum, Urbanisierung, Infrastrukturbedarf, Digitalisierung und der Ausbau regionaler Wertschöpfungsketten langfristige Geschäftsmöglichkeiten. Zusätzliche wirtschaftliche Impulse könnten von der Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone (AfCFTA) ausgehen. Sie ist bereits in Kraft und wird schrittweise umgesetzt. Das Ziel besteht darin, tarifäre und nichttarifäre Handelshemmnisse abzubauen, den innerafrikanischen Handel zu erleichtern und größere, stärker integrierte Märkte zu schaffen. Eine weitergehende Umsetzung könnte zudem die Attraktivität des Kontinents für Investitionen erhöhen. Allerdings bestehen weiterhin erhebliche Herausforderungen, etwa bei Zollverfahren, Infrastruktur, Logistik, Standards und der praktischen Umsetzung gemeinsamer Regelungen.
Angesichts des starken Bevölkerungswachstums ergeben sich in Afrika große Marktpotenziale. Prognosen zufolge wird die Bevölkerung des Kontinents bis 2050 auf rund 2,5 Milliarden Menschen anwachsen. Damit würde dann etwa ein Viertel der Weltbevölkerung in Afrika leben.

Kompetente Ansprechpersonen vor Ort: das AHK-Netz in Afrika

Die Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs), Delegationen und Repräsentanzen der Deutschen Wirtschaft unterstützen deutsche Unternehmen bei ihren internationalen Geschäften. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) koordiniert und fördert das weltweite AHK-Netz. Mit rund 150 Standorten in etwa 90 Ländern ist es eine wichtige Anlaufstelle für Unternehmen bei der Erschließung internationaler Märkte.
Die AHKs verfügen über enge Kontakte vor Ort und fundierte Kenntnisse der jeweiligen Märkte. Ihre mehrsprachigen Teams unterstützen Unternehmen insbesondere bei der Marktanalyse und beim Markteintritt, bei der Suche nach geeigneten Geschäftspartnern, beim Aufbau und Ausbau von Geschäftsbeziehungen oder der Messebetreuung und Gründungsberatung. Auch Delegationsreisen und die Vernetzung mit lokalen Wirtschaftsakteuren gehören zum Leistungsspektrum.
So erhalten deutsche Unternehmen Zugang zu lokalen Netzwerken und kompetente Unterstützung bei der Vorbereitung und Umsetzung von Geschäftsvorhaben in Afrika.

Ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in Afrika

Deutsch-Arabische Industrie- und Handelskammer
Geschäftsführerin: Maren Diale-Schellschmidt
E-Mail: maren.diale@ahk-mena.com
Tel. +202-3333-8470
Deutsch-Algerische Industrie- und Handelskammer
Geschäftsführer: Dr. Oliver Blank
E-Mail: f.ourabah@ahk-algerie.org
Tel. +213 561 680 229
Delegierte der Deutschen Wirtschaft in Côte d’Ivoire
Delegierte: Natalie Kolbe
E-Mail: n.kolbe@abidjan.ahk.de
Tel. +225 07 97 51 60 53
Delegation der Deutschen Wirtschaft in Ghana
Delegierter: Dr. Michael Blank
E-Mail: michael.blank@ghana.ahk.de
Tel. +233-242 43 8760
Delegation der Deutschen Wirtschaft für Ostafrika
Delegierte: Dagmar von Bohnstein
E-Mail: dagmar.vonbohnstein@kenya-ahk.co.ke
Tel.: +254 20 6633 000
Deutsche Industrie- und Handelskammer in Marokko
Geschäftsführerin: Silke Kunstreich
E-Mail: silke.kunstreich@marokko.ahk.de
Tel. +212 522 42 94 11
Regionalbüro Maputo der AHK Südliches Afrika
CEO AHK südliches Afrika: Maximilian Butek
E-Mail: hello@germanchamber.co.za
Tel.: +27 11 486 2775
Regionalbüro Lusaka der AHK Südliches Afrika, Zambia Office
CEO AHK südliches Afrika: Maximilian Butek
E-Mail: lusaka@germanchamber.co.za
Tel.: +260 (0)763 594 895
Regionalbüro Harare der AHK Südliches Afrika
CEO AHK südliches Afrika: Maximilian Butek
E-Mail: harare@germanchamber.co.za
Tel. +27 11 486 2775
Deutsche Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika
Geschäftsführer: Maximilian Butek
E-Mail: mbutek@germanchamber.co.za
Tel.: +27 (0)11 486 2775
Regionalbüro Tansania der Delegation für Ostafrika
AHK Services Eastern Africa Ltd. – Tanzania Branch Office
General Manager AHK Services Eastern Africa Ltd.: Christian Engels
E-Mail: christian.engels@kenya-ahk.co.ke
Tel. +254 20 66 33 000
Deutsch-Tunesische Industrie- und Handelskammer
Geschäftsführer: Jörn Bousselmi
E-Mail: j.bousselmi@ahktunis.org
Tel.: +216 71 965280

Wichtige weitere Informationen für den Markteinstieg

Beratungsgutscheine Afrika

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit Sitz oder Niederlassung in Deutschland können die Beratungsgutscheine Afrika nutzen. Das Förderangebot des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Rahmen des Wirtschaftsnetzwerks Afrika unterstützt Unternehmen mit passgenauer Beratung bei konkreten Geschäftsvorhaben in afrikanischen Märkten.
Gefördert werden unter anderem Marktanalysen und Marktrecherchen, die Suche nach Geschäftspartnern, die Unterstützung bei rechtlichen und finanziellen Fragen sowie Zoll- und Einfuhrbestimmungen, der Aufbau von Vertriebsstrukturen sowie Hilfestellungen bei Zertifizierungen, Logistik und Transport. Die Förderung beträgt bis zu 85 Prozent der förderfähigen Beratungskosten. Pro Beratungsgutschein können bis zu 15 Beratertage gefördert werden. Pro Kalenderjahr sind bis zu drei Beratungsgutscheine möglich.
Die Beratung muss durch ein beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gelistetes Beratungsunternehmen erfolgen. Wichtig: Der Antrag muss vor Beginn der Beratung gestellt werden.

Entwicklungszusammenarbeit

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist innerhalb der Bundesregierung für die deutsche Entwicklungspolitik zuständig. Es arbeitet mit Partnerländern und internationalen Organisationen zusammen und setzt dabei unter anderem auf die Förderung nachhaltiger wirtschaftlicher Entwicklung, Investitionen, Beschäftigung und den Aufbau leistungsfähiger Strukturen.
In Afrika arbeitet das BMZ mit zahlreichen Ländern zusammen. Dabei bestehen vielfältige Schnittstellen zwischen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und der deutschen Wirtschaft. Das Ministerium bezieht Unternehmen unter anderem bei Investitionen, beim Aufbau von Wertschöpfungsketten und bei der Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle ein. Mit dem Programm „Partners in Transformation“ bündelt das BMZ seine Angebote für die Zusammenarbeit mit Wirtschaftsakteuren.
Zu den wichtigen Organisationen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit gehören insbesondere die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, die DEG, die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH und die sequa gGmbH. Sie setzen im Auftrag des Bundes gemeinsam mit der deutschen Wirtschaft Projekte und Programme der internationalen Zusammenarbeit um.

Business Scouts für Development

Die Business Scouts for Development sind entwicklungspolitische Expertinnen und Experten. Sie sind im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bei ausgewählten Partnerinstitutionen der deutschen Wirtschaft im In- und Ausland tätig. Auch einige Industrie- und Handelskammern arbeiten mit den Business Scouts zusammen.
Sie informieren und beraten Unternehmen zu Kooperationsmöglichkeiten sowie zu Förder- und Finanzierungsangeboten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Außerdem unterstützen sie bei der Suche nach geeigneten Partnern und stellen Kontakte zu Akteuren in den jeweiligen Märkten her.
Damit schaffen die Business Scouts Verbindungen zwischen der deutschen Wirtschaft und der Entwicklungszusammenarbeit. Sie unterstützen Unternehmen insbesondere bei der Vorbereitung und Umsetzung von Geschäftsvorhaben in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Partners in Transformation

Partners in Transformation ist die Dachmarke des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) für die Zusammenarbeit mit Wirtschaftsakteuren. Im Bereich „Kammern und Verbände“ werden deutsche Kammern, Verbände, Akteure der Berufsbildung und Gewerkschaften mit Partnerorganisationen in den Partnerländern des BMZ vernetzt.
Ziel ist es, Erfahrungen und Fachwissen auszutauschen, tragfähige Strukturen aufzubauen und die berufliche Bildung sowie die institutionelle Entwicklung vor Ort zu stärken. Zu diesem Zweck werden Kooperationen zwischen deutschen und lokalen Organisationen unterstützt und gemeinsame Projekte umgesetzt.
Das Programm bietet deutschen Kammern und Verbänden die Möglichkeiten, ihre Expertise in internationale Partnerschaften einzubringen und gemeinsam mit Partnerorganisationen vor Ort nachhaltige Strukturen und wirtschaftliche Entwicklung zu fördern.

Entwicklungsinvestitionsfonds der Bundesregierung

Der Entwicklungsinvestitionsfonds (EIF) wurde 2019 von der Bundesregierung ins Leben gerufen, um private Investitionen in Afrika zu fördern und somit nachhaltiges Wirtschaftswachstum und Beschäftigung zu unterstützen. Zu den zentralen Angeboten gehören AfricaConnect und AfricaGrow. Ein besonderer Fokus liegt auf den zwölf Ländern der G20-Initiative „Compact with Africa“: Ägypten, Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Côte d’Ivoire, Ghana, Guinea, Marokko, Ruanda, Senegal, Togo und Tunesien. Grundsätzlich stehen Angebote aber auch für Investitionen in anderen afrikanischen Ländern zur Verfügung.
AfricaConnect unterstützt europäische Unternehmen mit Finanzierungen bei Investitionen in Afrika. AfricaGrow verbessert den Zugang afrikanischer kleiner und mittlerer Unternehmen sowie von Start-ups zu Wachstums- und Beteiligungskapital. Beide Programme werden im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit umgesetzt.
Das Wirtschaftsnetzwerk Afrika bietet deutschen Unternehmen außerdem Informationen, Beratung und Unterstützung beim Markteintritt und bei der Ausweitung bestehender Geschäftsaktivitäten in afrikanischen Märkten. Es bündelt Angebote der Außenwirtschaftsförderung und der Entwicklungszusammenarbeit und vermittelt Unternehmen an passende Ansprechpartner und Förderangebote.

ImpactConnect

Das Programm ImpactConnect der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG) wurde zum 1. Januar 2024 aus dem früheren AfricaConnect weiterentwickelt und auf weitere Entwicklungs- und Schwellenländer ausgeweitet. Es unterstützt deutsche und europäische Unternehmen mit Darlehen bei entwicklungswirksamen Investitionen vor Ort.
Neben der Finanzierung profitieren Unternehmen von der Erfahrung und dem Netzwerk der DEG. Die Darlehen liegen derzeit zwischen 500.000 und 10 Millionen Euro, haben in der Regel Laufzeiten von drei bis sieben Jahren und bedarfsgerechte tilgungsfreie Zeiträume sind möglich. Für Vorhaben mit besonders hohem entwicklungspolitischem bzw. transformativem Impact können Zinsvergünstigungen gewährt werden.
Im Mittelpunkt stehen Investitionen, die beispielsweise gute Arbeitsplätze schaffen, faire und nachhaltige Lieferketten stärken, die wirtschaftliche Teilhabe von Frauen fördern oder zur ökologischen Transformation beitragen.

Africa Grow

AfricaGrow ist ein in Deutschland aufgelegter Dachfonds, der kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Start-ups in Afrika unterstützt. Er investiert nicht direkt in einzelne Unternehmen, sondern in panafrikanische, regionale und länderspezifische Private-Equity- und Venture-Capital-Fonds. Diese stellen wiederum Kapital für afrikanische KMU und Start-ups bereit.
AfricaGrow wurde 2019 im Rahmen der G20-Initiative „Compact with Africa“ aufgelegt. Im Auftrag des BMZ wurde der Fonds von der KfW Entwicklungsbank gemeinsam mit Allianz Global Investors umgesetzt. Der Schwerpunkt liegt auf Investitionen in afrikanischen Ländern, insbesondere in den Compact-with-Africa-Staaten.
Ziel von AfricaGrow ist es, bis 2030 über lokale Fonds rund 150 innovative KMU und Start-ups zu finanzieren und somit mehr als 25.000 Arbeitsplätze zu schaffen. Dabei sollen die Investitionen messbare positive soziale und ökologische Wirkungen erzielen. Eine Fazilität für technische Unterstützung ergänzt die Finanzierung. (Hinweis: AfricaGrow ist inzwischen geschlossen und steht nicht für neue Investitionen oder Zeichnungen zur Verfügung. Die Darstellung auf dieser Seite dient daher vor allem als Information über das bestehende Instrument und seine Funktion im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.)

Wirtschaftsnetzwerk Afrika

Das Wirtschaftsnetzwerk Afrika bündelt Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangebote zentraler Akteure der deutschen Außenwirtschaftsförderung und Entwicklungszusammenarbeit für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die sich für die afrikanischen Märkte interessieren. Ziel ist es, Unternehmen beim Markteintritt und beim Ausbau ihres Afrikageschäfts zu unterstützen.
Die Geschäftsstelle des Wirtschaftsnetzwerks Afrika ist seit Oktober 2023 bei Germany Trade & Invest (GTAI) angesiedelt. Dort werden die verschiedenen Angebote gebündelt und mit bestehenden Dienstleistungen der GTAI verknüpft. Unternehmen erhalten unter anderem Informationen zu Märkten und Geschäftsmöglichkeiten sowie Unterstützung bei der Vorbereitung und Umsetzung ihres Afrika-Engagements.

develoPPP

Mit dem Programm develoPPP unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit Unternehmen, die nachhaltig in Entwicklungs- und Schwellenländern investieren oder ihre Aktivitäten vor Ort ausbauen wollen. Gefördert werden Vorhaben, die ein langfristiges unternehmerisches Interesse mit einem nachhaltigen entwicklungspolitischen Nutzen verbinden – beispielsweise durch die Ausbildung von Fachkräften, die Etablierung nachhaltiger Lieferketten oder die Verbesserung von Umwelt- und Sozialstandards.
Bei develoPPP Classic können Unternehmen für geeignete Projekte eine finanzielle und fachliche Unterstützung von 100.000 bis zu zwei Millionen Euro erhalten. Der öffentliche Förderanteil beträgt dabei bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten. Die Unternehmen werden bei der Umsetzung von einem der beiden Durchführungspartner, der GIZ oder der DEG Impulse gGmbH, begleitet.
Mit develoPPP Ventures gibt es zudem ein Förderinstrument für Start-ups in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Weitere nützliche Links

Germany Trade & Invest (GTAI) unterstützt deutsche Unternehmen bei der Erschließung internationaler Märkte und informiert internationale Investoren über den Wirtschafts- und Investitionsstandort Deutschland. Auf der Website sind aktuelle Wirtschaftsdaten sowie Markt- und Branchenanalysen und praktische Informationen zum Auslandsgeschäft zu finden.
Die landeseigene NRW.Global Business GmbH unterstützt Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen bei der Internationalisierung und Erschließung internationaler Märkte. Das Angebot umfasst unter anderem Informationen zu Auslandsmärkten, Unterstützung bei der Suche nach internationalen Geschäftspartnern sowie die Organisation von Auslandsmessen, Unternehmens- und Delegationsreisen.