Finanzwirtschaft und Versicherungen

Branchenüberblick

Branchenbeschreibung

Mit mehr als 10.000 Unternehmen der Finanz- und Versicherungsbranche und einer Bruttowertschöpfung von etwa 5,5 Milliarden Euro ist die Finanzwirtschaft eine treibende Kraft in der Hansestadt. Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister sind hier eng mit Unternehmen anderer Branchen verbunden und ermöglichen diesen, Geschäfte, Projekte und Investitionen zu realisieren.
Rund 50.000 Menschen sind in der Branche tätig. Banken und Versicherungen sowie hochspezialisierte Finanzdienstleister, international erfolgreiche Versicherungs- und Finanzmakler, Beteiligungs- und Anlagegesellschaften sowie innovative Fintechs bilden einen hervorragenden Branchenmix, der der Hamburger Finanzwirtschaft eine beständige Dynamik verleiht.
Gerade die traditionell enge Vernetzung der Finanzwirtschaft mit Unternehmen anderer Branchen, aber auch mit Politik und Verwaltung sowie mit Bildung und Wissenschaft verleihen  der Finanzmetropole Hamburg große Anziehungskraft.
Hamburg ist auch der älteste und zugleich vielfältigste Börsenplatz in Deutschland. Am Standort finden sich neben der Wertpapierbörse auch  die Getreidebörse sowie die von Hausmaklern genutzte Allgemeine Börse.

Volkswirtschaftliche Daten

Kenngrößen in der Finanzwirtschaft Daten                     
Zahl der Unternehmen 12.662
- davon Kreditinstitute, Beteiligungsgesellschaften, Fonds
1.977
- davon Versicherungen und Versicherungsvermittler
3.132
- davon Finanzdienstleister, Vermögensverwaltungen, Holdinggesellschaften
7.553
Größenklassen der Unternehmen
- 1-6 Beschäftigte
12.101
- 7-19 Beschäftigte
323
- 20-99 Beschäftigte
154
- über 100 Beschäftigte
84

Aktuelles Klima in der Finanzwirtschaft      

Der errechnete Geschäftsklimaindikator für die Hamburger Wirtschaft und die jeweiligen Branchen ergibt sich aus den Beurteilungen zur aktuellen Lage und der zukünftigen Entwicklung. Die daraus resultierenden Werte liegen zwischen 0 und 200 Indexpunkten. Weitere Ergebnisse des Hamburger Konjunkturbarometers finden Sie hier.
Weiter auf Normalisierungskurs
Zum Ende des dritten Quartals 2021 erreicht der Geschäftsklimaindikator für die Hamburger Wirtschaft 116,8 Punkte (gemessen auf einer Skala von 0 bis 200 Punkten) – 3,8 Punkte mehr als bei der Befragung im Vorquartal (113,0 Punkte). Hinter diesem Anstieg verbergen sich etwas bessere Einschätzungen hiesiger Unternehmen zu ihren Geschäftserwartungen und insbesondere zu ihrer aktuellen Geschäftslage. Abermals übertrifft das Geschäftsklima den langfristigen Mittelwert für die Hamburger Wirtschaft (108,2 Punkte) und das Vorkrisenniveau (108,3 Punkte zum Ende des IV. Quartals 2019).
Fachkräftemangel ist im Herbst 2021 – wie zuletzt vor zwei Jahren – die Top-Benennung unter den größten Geschäftsrisiken: Für rund sechs von zehn antwortenden Hamburger Unternehmen zählt der Fachkräftemangel zu den größten Risiken bei der wirtschaftlichen Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten. Es folgt in der Nennung ungünstige wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen (rd. 49 %). Auch Ungewissheit über den wirtschaftspolitischen Kurs der neuen Bundesregierung wird hier adressiert wie bürokratische und steuerliche Belastungen, Innovationshemmnisse und fortgesetzte Unsicherheit oder Mehraufwendungen durch Corona-bedingte Restriktionen. Weltweite Lieferengpässe bei bestimmten Rohstoffen und Vorprodukten behindern nicht nur die Produktion hiesiger Unternehmen, sie wirken auch kostentreibend. Hohe Energie- und Rohstoffpreise gehören für 44,9 % der Unternehmen zu ihren größten Geschäftsrisiken in den kommenden zwölf Monaten (Vorquartal: 38,8 %; Vorjahresquartal: 12,8 %).
Insgesamt 583 Hamburger Unternehmen haben an der zwischen dem 21. September und 7. Oktober durchgeführten Handelskammer-Konjunkturbefragung zum Ende des dritten Quartals 2021 teilgenommen. Zum Hamburger Konjunkturbarometer:  www.hk24.de/konjunktur.

Ausschuss für Finanzwirtschaft

Unternehmensvertreter bringen die Bedarfe der Finanzwirtschaft in unserer Handelskammer nicht nur in deren wichtigstes Gremium, das Plenum, ein, sondern auch in den Ausschuss für Finanzwirtschaft.
Bericht aus der Sitzung am 2. November 2021
Der Ausschuss für Finanzwirtschaft widmete sich den Themen Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft und Auswirkungen der Bundestagswahl auf die Finanzbranche. Dr. Michaela Willert des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. referierte über nachhaltiges Wirtschaften, das zunehmend politisch wie gesellschaftlich eingefordert wird. Verantwortungsvolle Investitionen sind dabei ein wesentlicher Bestandteil für nachhaltiges Handeln. Dabei muss auch der Versicherungsmarkt einbezogen werden, denn dieser macht einen Großteil der institutionell getätigten Anlagen aus. Über die finanzwirtschaftlichen Auswirkungen der Bundestagswahl sprach Dr. Rainer Kambeck, DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V. Die nächste Sitzung des Ausschusses für Finanzwirtschaft ist für den 15. Februar 2022 geplant.

Ausschussvorsitzender
Clemens Vatter
Mitglied des Vorstands der Signal Iduna Gruppe
“Ohne eine innovative, agile Finanz- und Versicherungsbranche wird auch die digitale Transformation der Realwirtschaft nicht funktionieren. Dabei schließen sich hanseatisch-traditionell sowie schnell und innovativ nicht aus, das beweist unsere Branche jeden Tag. Die Herausforderungen und Erfahrungen bei der Transformation werden uns im Ausschuss beschäftigen. Wir werden dem Plenum und der Hamburger Wirtschaft mit Rat und Tat bei unseren Fachthemen zur Seite stehen.”
Kontaktieren Sie den Ausschuss unter Finanzwirtschaft@hk24.de

Literaturtipps für die Finanz- und Versicherungsbranche

Die Commerzbibliothek in der Handelskammer Hamburg ist öffentlich zugänglich und verfügt über einen großen Bestand an Büchern und Zeitschriften, auch aus dem Bereichen Finanzen und Versicherungen. Überdies erhalten Sie als Mitglied der Handelskammer von zu Hause einen Online-Zugang zu zahlreichen elektronischen Datenbanken, wie z.B. Statista.
Für Handelskammermitglieder ist der Leserausweis kostenlos. Jetzt beantragen!
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Signatur: 2017/338 Regal B