Beratungsförderung BAFA

Das Förderprogramm „Förderung unternehmerischen Know-hows" soll Unternehmen durch externe Beratung unterstützen, ihr Unternehmerpotenzial und ihre Handlungskompetenzen zu ergänzen und zu vertiefen. Zuständig für die Umsetzung des Programms ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Dieses Programm wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Aktuell – Förderprogramm verlängert


1. Januar 2021 Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat die „Förderung unternehmerischen Know-hows“ um zwei Jahre bis zum 31. Dezember 2022 verlängert. Die Richtlinie wurde in den meisten Punkten unverändert übernommen. Im Verlängerungszeitraum kann jedes Unternehmen allerdings nur einen Antrag auf Förderung in einer der drei Beratungsarten stellen. Das heißt, unabhängig von bisher erhaltenen Zuschüssen können Unternehmen einen (weiteren) Zuschuss unter Beachtung der De-minimis-Höchstgrenzen beantragen und erhalten. Eine Aufrechnung bis zur maximal zulässigen Bemessungsgrundlage ist nicht mehr möglich. Es wird zwar thematisch nach allgemeinen und speziellen Beratungen unterschieden, es kann jedoch nur ein Zuschuss für eine allgemeine oder eine spezielle Beratung beantragt und gewährt werden. Ein Wechsel von Jung- in Bestandsunternehmen oder in Unternehmen in Schwierigkeiten ist ebenfalls nicht möglich.  Bei einer Beratung als Unternehmen in Schwierigkeiten kann das Unternehmen nach einer Unternehmenssicherungsberatung noch einen Antrag auf Förderung einer Folgeberatung stellen.

WICHTIG: Beraterinnen und Berater müssen sich beim BAFA neu registrieren. Beratungen können nur gefördert werden, wenn der Berater die geforderten Beratereigenschaften erfüllt. Beratungen durch Berater, die nicht in einem Angestelltenverhältnis zu einem Beratungsunternehmen stehen und als freie Mitarbeiter/Subberater für das Unternehmen tätig werden, können nicht mehr im Rahmen der Richtlinie gefördert werden.

Hier finden Sie die Informationen des BAFA-Unternehmensberatung (ab 2021) 

Eckpunkte der Beratungsförderung

Die „Förderung unternehmerischen Know-hows" richtet sich an
  • junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind (Jungunternehmen)
  • Unternehmen ab dem dritten Jahr nach der Gründung (Bestandsunternehmern)
  • Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden - unabhängig vom Unternehmensalter (Unternehmen in Schwierigkeiten)
Die Beratung für Jungunternehmen und Bestandsunternehmen kann im Rahmen der folgenden Beratungsschwerpunkte gefördert werden:
Allgemeine Beratungen
  • zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.
Spezielle Beratungen
Um strukturellen Ungleichheiten zu begegnen, können zusätzlich zu den Themen einer allgemeinen Beratung weitere Beratungsleistungen gefördert werden. Hierzu gehören Beratungen von Unternehmen, die
  • von Frauen oder
  • von Migrantinnen oder Migranten oder
  • von Unternehmern/innen mit anerkannter Behinderung geführt werden und/oder
  • zur besseren betrieblichen Integration von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern mit Migrationshintergrund
  • zur Arbeitsgestaltung für Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter mit Behinderung
  • zur Fachkräftegewinnung und -sicherung
  • zur Gleichstellung und besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • zur alternsgerechten Gestaltung der Arbeit
  • zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz beitragen.
Unternehmen in Schwierigkeiten können eine Förderung erhalten für eine Unternehmenssicherungsberatung zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit. Zusätzlich können Unternehmen in Schwierigkeiten zur Vertiefung der Maßnahmen einer Unternehmenssicherungsberatung eine weitere Folgeberatung zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung gefördert werden.

Leitstellen und Regionalpartner

Zur Unterstützung der Programmdurchführung und Antragsbearbeitung bindet das BAFA traditionell zur Antragsbearbeitung und Verwendungsnachweisprüfung sogenannte Leitstellen ein. Die Leitstellen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle sind
  • die DIHK-Service GmbH Berlin;
  • der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) Berlin;
  • die Leitstelle für Gewerbeförderungsmittel des Bundes Köln;
  • die Förderungsgesellschaft des BDS-DGV mbH für die gewerbliche Wirtschaft und Freie Berufe Bonn;
  • die BBG Bundesbetriebsberatungsstelle GmbH Berlin und
  • die Interhoga - Gesellschaft zur Förderung des Deutschen Hotel- und Gaststättengewerbes mbH Berlin
Die Industrie- und Handelskammern fungieren als Regionalpartner in Zusammenarbeit mit den Leitstellen und sind deren örtliche Anlaufstellen. Sie führen im Vorfeld fördervoraussetzende Gespräche durch und stehen den Unternehmen und ihren Beratern moderierend und unterstützend zur Seite.