Kammern setzen sich für Fortsetzung der EFRE-Förderung ein

Auch wenn die aktuelle EU-Förderperiode noch bis Ende 2020 läuft, sind die Vorverhandlungen der neuen Strukturfondsförderung bereits in vollem Gange. Auf der Basis der bereits im vergangenen Jahr veröffentlichten Verordnungsentwürfe für die EU-Strukturfonds 2021 – 2027 wurden die Wirtschafts- und Sozialpartner aufgerufen, Vorschläge für die inhaltliche Ausgestaltung und Förderschwerpunkte einzubringen.
Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der sächsischen Industrie- und Handelskammern hat sich dazu am 07.05.2019 zusammen mit den Handwerkskammern und der Vereinigung der sächsischen Wirtschaft (VSW) auf einige Schwerpunkte verständigt:
Demnach wird vorgeschlagen, die regionale Investitionsförderung außerhalb der Großstädte mit EU-Mitteln zu verstetigen, um die wirtschaftlichen Strukturen im ländlichen Raum zu erhalten und zu unterstützen. Die Förderung von Innovationen, Technologien sowie in die Digitalisierung von Wirtschaft und Verwaltung sollen auch weiterhin Schwerpunkte darstellen. Außerdem wurde die Forderung eines sog. Digitalisierungs- und Wachstumsfonds erneuert, um wachstumsstarke Unternehmen mit europäischen und sächsischen Mitteln zu unterstützen und nicht Investoren aus Übersee oder China zu überlassen. Weiterhin wurden Ansätze diskutiert, wie strukturelle Umbrüche wie beispielsweise in der Automobilindustrie oder der Braunkohlewirtschaft begleitet werden können.
Die Beratung stellte einen ersten Auftakt gegenüber der sog. Verwaltungsbehörde im sächsischen Wirtschaftsministerium (SMWA) dar. Weitere Abstimmungen mit den Fachreferaten werden folgen.