Nr. 64711
Standortpolitik

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November 2025 - Seit 2015 gibt es in Berlin die Jugendberufsagentur (JBA). Sie soll durch rechtskreisübergreifende Beratung an einem Ort Jugendliche bei ihrem Übergang von der Schule in den Beruf erfolgreich unterstützen. Bisher konnte dieses Versprechen nicht eingelöst werden. Weiterhin bleiben in Berlin zahlreiche Jugendliche unversorgt. Damit die JBA zukünftig die Ziele erreicht, braucht es eine bessere Sichtbarkeit bei der Zielgruppe und eine stärkere Ausrichtung auf die Vermittlung in unbesetzte Ausbildungsplätze.

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Juni 2025 - Eine Verankerung im fächerübergreifenden Unterricht im schulischen Alltag sowie mehr personelle Ressourcen statt Kürzung und digitale Angebote stärken die Berufliche Orientierung. Zudem müssen feste Ansprechpersonen in den Schulen für Kontinuität sorgen, während Erfolge messbar gemacht werden. Besonders an Gymnasien gilt es, die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung zu betonen.

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Februar 2026 - Die Diskussion um die Streichung des schriftlichen Dividierens in Niedersachsen ist mehr als eine fachdidaktische Detailfrage. Sie verweist auf ein strukturelles Problem: Lehrpläne wachsen seit Jahren, während die zur Verfügung stehende Lernzeit gleich bleibt – und gleichzeitig verändern Digitalisierung, Transformation der Arbeitswelt und Künstliche Intelligenz die Kompetenzanforderungen grundlegend. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, welche Inhalte zusätzlich aufgenommen werden sollten, sondern welche Kompetenzen künftig unverzichtbar sind.

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April 2025 - Der Entwurf des Koalitionsvertrags von CDU und SPD auf Bundesebene setzt wichtige bildungs- und ausbildungspolitische Akzente. Die IHK Berlin bewertet zentrale Vorhaben positiv – insbesondere in der Ressortbildung und der Digitalisierung. Zugleich wird deutlich: Berlin muss als wachsende Metropole stärker mitgedacht werden, um vorhandene Herausforderungen wirksam zu adressieren.

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März 2025 - Anhaltende Konjunkturschwäche, eine zunehmende strukturelle Krise sowie die fortschreitenden Pläne Berlins zur Einführung einer Zwangsabgabe stellen Berliner Unternehmen auf eine harte Belastungsprobe. Trotz dieses Gegenwinds konnte ein Plus von 3,2 Prozent an neuen betrieblichen Ausbildungsverhältnissen verzeichnet werden.

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April 2026 - Die Ausbildungsbilanz der IHK Berlin für das Jahr 2025 zeigt deutlich, dass die anhaltende Konjunkturschwäche zunehmend Spuren auf dem Ausbildungsmarkt hinterlässt. Sinkende Neuvertragszahlen, insbesondere im gewerblich-technischen Bereich, stehen ungelösten Matching-Problemen gegenüber. Trotzdem ist es der Berliner Wirtschaft im Rahmen des Bündnisses für Ausbildung gelungen, im Vergleich zum Jahr 2023 rund 1.300 zusätzliche betriebliche Ausbildungsverhältnisse zu erzielen.

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Juli 2025 - Aktuell liegt im Berliner Abgeordnetenhaus ein Gesetzentwurf zur Einführung einer sogenannten Ausbildungsumlage vor. Diese droht, falls die Wirtschaft zwischen Ende 2023 und 2025 keine 2.000 zusätzlichen Ausbildungsverhältnisse schafft. Die aktuellen Ergebnisse der IHK-Ausbildungs- und Azubiumfrage zeigen, dass eine sogenannte Ausbildungsumlage die Herausforderungen auf dem Ausbildungsmarkt nicht lösen wird.

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Juni 2026 - Künstliche Intelligenz ist bereits heute aus dem beruflichen Alltag nicht mehr wegzudenken. Das gilt auch für die Ausbildung. Bereits vier von fünf Berliner Auszubildenden nutzen KI. Entscheidend ist nicht, ob, sondern wie sie eingesetzt wird und wie gut es gelingt, KI sinnvoll mit analogen Kompetenzen zu verbinden. Der Einsatz von KI wird weiter an Bedeutung gewinnen. Aufgabe der Politik ist es daher, niemanden zurückzulassen.

Ausbildungsplätze anbieten

Auf der Suche nach passenden Auszubildenden bieten sich viele Wege an. Veröffentlichen Sie Ihre Ausbildungsplätze in der Jobbörse der Arbeitsagentur und erhalten Sie so Zugang zu einer großen Anzahl an Jugendlichen, die auf der Suche nach spannenden Ausbildungsmöglichkeiten sind.

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Januar 2026 - Die berufliche Ausbildung steht vor Herausforderungen: demografischer Wandel, Fachkräftesicherung, berufliche Transformation und sich verändernde Erwartungen junger Menschen. Statt einer Strafabgabe braucht es Rahmenbedingungen, die einen erfolgreichen Ausbildungsmarkt ermöglichen. Die IHK Berlin setzt Reformimpulse und versteht sich als aktive Gestalterin beruflicher Bildung. Im Zentrum stehen Kooperation, gelingende Übergänge von der Schule in die Ausbildung sowie zeitgemäße, qualitativ hochwertige Ausbildungsstrukturen.

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Oktober 2025 - Die Konsolidierung des Berliner Haushalts ist eine zentrale Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit der Stadt. Auch im Bildungsbereich müssen vorhandene Mittel effizient eingesetzt werden. Schulen sollten mehr Möglichkeiten zur eigenverantwortlichen Gestaltung und zur Zusammenarbeit mit Unternehmen erhalten, um praxisnahe Bildung und Innovation zu fördern. Gleichzeitig muss die sichere Vermittlung von Basiskompetenzen konsequent gestärkt werden.

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September 2025 - Als bewährtes Erfolgsmodell leistet die Duale Ausbildung einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Deutschland. Doch auch dieses System muss sich weiterentwickeln, um mit dem Wandel in Wirtschaft, Technologie und Gesellschaft Schritt zu halten. Dafür braucht es innovative Impulse, die auf eine langfristige Stärkung abzielen. Ziel muss sein, durch moderne und flexible Strukturen Jugendlichen attraktive Perspektiven zu bieten und die Ausbildungsbereitschaft von Unternehmen zu stärken.

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Mai 2025 - Mit dem elften Pflichtschuljahr startet ab dem kommenden Schuljahr auch der neue Bildungsgang „IBA Praxis“. Dieses Angebot richtet sich an Jugendliche, die nach der 10. Klasse keine Perspektive auf eine Ausbildung, ein weiterführendes schulisches Angebot oder eine Beschäftigung haben. Die Einführung ist eine Reaktion auf die Tatsache, dass über 2.000 junge Menschen in Berlin das Bildungssystem ohne Anschluss verlassen – und damit häufig ohne realistische Chance auf Teilhabe am Berufsleben.

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März 2026 - Am 26. März 2026 hat das Berliner Abgeordnetenhaus die Einführung einer Ausbildungsplatzabgabe beschlossen – trotz des starken Anstiegs zusätzlicher Ausbildungsverträge durch die Berliner Wirtschaft in den vergangenen zwei Jahren. Laut Umfragen berichten 40 Prozent der Unternehmen, dass sie nicht alle ihre Ausbildungsplätze besetzen können. Das neue Gesetz verschiebt die Verantwortung für den Ausbildungsmarkt einseitig auf die Unternehmen.

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Mai 2026 - Im Herbst diesen Jahres wählen die Berlinerinnen und Berliner ihr Abgeordnetenhaus. Das Berliner Bildungssystem steht vor erheblichen strukturellen Herausforderungen entlang der gesamten Bildungskette. Vergleichsstudien zeigen deutliche Defizite von Schülerinnen und Schülern aller Jahrgangsstufen bei grundlegenden Fähigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Vielen Jugendlichen fehlt es zudem an beruflicher Orientierung. Die begrenzte Autonomie schränkt Schulen und deren Handlungsspielräume ein und erschwert es der Verwaltung, Ressourcen bedarfsgerecht und wirksam einzusetzen.

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German soldier makes a handy photo from soldiers near military vehicles on a open day on day of the Bundeswehr in Feldkirchen © huettenhoelscher – iStockphoto.com

Dezember 2025 - Sofern der Bundesrat zustimmt, werden mit dem neuen Wehrdienstgesetz ab dem kommenden Jahr alle männlichen Jugendlichen der Geburtsjahrgänge 2008 und jünger zur Musterung eingeladen. Die Wehrpflicht bleibt zunächst freiwillig, kann aber bei Bedarf verpflichtend werden. Parallel plant der Berliner Senat eine Ausbildungsplatzabgabe für Unternehmen. Beide Maßnahmen treffen auf einen Ausbildungsmarkt, der bereits heute von Versorgungs- und Passungsproblemen geprägt ist.

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