Oliver Eibeck, Parteilos
5 Fragen zur Landratswahl an Oliver Eibeck
1. Für die Unternehmen im Rheingau-Taunus-Kreis genießen die Themen Energiepreise und Nachhaltigkeit höchste Priorität. Durch
welche Aktivitäten der Kreisverwaltung möchten Sie die Unternehmen bei diesen zentralen Herausforderungen unterstützen?
welche Aktivitäten der Kreisverwaltung möchten Sie die Unternehmen bei diesen zentralen Herausforderungen unterstützen?
Ich werde ein Förderprogramm für klein- und mittelständische Unternehmen auflegen, dieses soll bei gestiegenem Bedarf und Kosten hauptsächlich Kleinunternehmen entlasten. Ebenso wird die Ausschreibung eines Förderpreises für Nachhaltigkeit und ein Netzwerk für die im Kreis ansässigen Unternehmen etabliert. Weitere Maßnahmen wie z. B. Beratung bei der Energieoptimierung und der Förderung von Eigenenergiegewinnung sind bereits von mir geplant.
2. Wie und bis wann wollen Sie Klimaneutralität im Rheingau-Taunus- Kreis erreichen?
So schnell wie Möglich! Allerdings sind die Möglichkeiten des Kreises hier stark eingeschränkt, vielmehr ist dies die Aufgabe des Landes und des Bundes. Ich beabsichtige die Einrichtung eines Lotsen der die Unternehmen bei der Suche und Beantragung von Fördermitteln für klimaneutrale Projekte unterstützt und berät.
3. Eine weitere Top-Priorität nimmt für die Unternehmen das Thema Digitalisierung ein. Gleichzeitig werden die Aktivitäten der Kreisverwaltung im Bereich „Digitale Infrastruktur“ von allen Bereichen am schwächsten bewertet. Wie wollen Sie den Ausbau von schnellem kabelgebundenem und mobilem Internet im Rheingau-Taunus-Kreis voranbringen?
Das ist aus meiner Sicht eine Großbaustelle, die in der Vergangenheit vom Bund geschaffen wurde. Trotz damals bereits vorhandener Technologie wurden seinerzeit noch immer Kupferkabel verlegt. Die Zuständigkeit für den Ausbau des Glasfasernetzes liegt nun bei den Kommunen des Kreis, diese sind bereits vielerorts daran das selbiges weiter auszubauen. Dort wo es gewünscht ist, wird der Kreis, wenn nötig, die entsprechend Hilfestellung geben. Was die Optimierung des mobilen Internets angeht, werde ich mich mit den Mobilfunk Unternehmen treffen und stetig auf einen flächendeckenden Ausbau drängen.
4. Viele Unternehmen fühlen sich mit Ihren Anliegen von Politik und Verwaltung nicht hinlänglich wahrgenommen. Wie wollen sie dazu beitragen, dass sich dies in Zukunft bessert?
Die Kommunikation zwischen Unternehmen und Verwaltung muss zwingend verbessert werden, hierfür werde ich eine zentrale Anlaufstelle schaffen. Bei dieser können Unternehmen ihre Anliegen vorbringen, diese werden von dort an die jeweilige Abteilung weitergeleitet, oder bei einfachen Sachverhalten direkt von dieser Anlaufstelle bearbeitet. Hierdurch wird es zu einer Entlastung der jeweiligen Fachabteilung kommen und Anfragen können wesentlich schneller bearbeitet werden. Ich bin davon überzeugt, dass somit ein Standortvorteil für Unternehmen im Rheingau-Taunus-Kreis geschaffen wird.
5. Als dringlichste Aufgaben für die neue Landrätin bzw. den neuen Landrat wurden von den Unternehmen die Digitalisierung von Verwaltungsleistungen, Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und des ÖPNV-Angebots sowie mehr Transparenz/Bürgernähe genannt. Wie weit deckt sich das mit Ihrer eigenen Agenda? Sehen Sie Punkte, die eine noch höhere Priorität genießen sollten?
Diese Punkte genießen auch bei mir eine sehr hohe Priorität. Meines Erachtens bedarf es zunächst einer deutlichen Überarbeitung des kompletten Online-Auftritts des Rheingau-Taunus-Kreises. Es ist eine klare Trennung zwischen Information und digitalem Service nötig. Eines meiner Ziele ist es drauf hinzuarbeiten, dass Bürger*innen und Unternehmen Anträge online schnell und effizient stellen können. Hierfür muss geprüft werden ob die Möglichkeit besteht, durch ein digitales Zertifikat, oder ähnliches eine persönliche Unterschrift zu ersetzen.
Ein Video wurde nicht eingereicht.
