Konjunktur im Handel Herbst 2025

Handel: Keine Besserung in Sicht

An der Situation des Handels insgesamt hat sich seit dem Frühjahr nicht viel geändert. Während die Geschäfte im Großhandel auf geringem Niveau etwas besser laufen, ist im Einzelhandel die Unzufriedenheit weiter gestiegen.
Die Verunsicherung der Kundschaft verharrt aufgrund der regelmäßig durch die Presse gehenden Meldungen über Entlassungen bei Großunternehmen, steigende Energiepreise und zunehmende Sozialabgaben auf hohem Niveau. Vier von fünf Einzelhändlern melden ein zurückhaltendes Kaufverhalten. Sechs von zehn Betrieben haben Umsatzrückgänge hinnehmen müssen. Die Hälfte der Einzelhandelsunternehmen bewertet ihre Ertragssituation als schlecht.
Anzeichen für eine Besserung in den nächsten zwölf Monaten sieht nur jeder sechste Einzelhandel, 30 Prozent blicken dagegen skeptisch nach vorn. Die Investitions- und Beschäftigungspläne bleiben somit von Zurückhaltung geprägt.
Auch der Großhandel hatte bislang mit einer geringen Nachfrage und sinkenden Erlösen und schrumpfenden Erträgen zu kämpfen. Die aktuell eingehenden Bestellungen deuten jedoch darauf hin, dass sich die Nachfrage in den nächsten Monaten stabilisieren und der Umsatzschwund nicht weiter fortsetzen dürften.
Entsprechend hat sich die Stimmung im Großhandel aufgehellt. Wenn auch kein Aufschwung, ist zumindest eine Konsolidierung auf eher geringem Niveau in Sicht. Sorgen bereitet den meisten Betrieben die Inlandsnachfrage sowie steigende Arbeitskosten. So halten sich die meisten Händler mit Investitionen und Neueinstellungen zurück.