Roadshow zur Entgelttransparenzrichtlinie 2026

Veranstaltungsdetails

Die EU‑Entgelttransparenzrichtlinie (RL (EU) 2023/970) verschärft das Entgelttransparenzgesetz deutlich und verpflichtet Arbeitgeber zu mehr Transparenz, erweiterten Auskunftsrechten und neuen Berichtspflichten – bei gleicher und gleichwertiger Arbeit.

Was bedeutet das konkret für Ihr Unternehmen?

Unter anderem müssen künftig Gehaltsspannen bereits vor der Einstellung offengelegt werden, Fragen nach dem bisherigen Gehalt sind unzulässig. Beschäftigte erhalten umfassende Auskunftsansprüche und Unternehmen müssen regelmäßig über geschlechtsspezifische Entgeltunterschiede berichten.

In unserer Roadshow zeigen wir praxisnah,

  • welche Pflichten ab 2026 auf Unternehmen zukommen
  • wo typische Risiken liegen,
  • wie Sie Gehaltsstrukturen rechtssicher und zugleich unternehmerisch sinnvoll weiterentwickeln,
  • wie Sie mit Pay-Gap-Auswertungen umgehen und
  • welche Rolle Betriebsräte dabei spielen.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan zur Vorbereitung und erfahren, wie Entgelttransparenz auch zur Stärkung der Arbeitgeberattraktivität und Mitarbeiterbindung genutzt werden kann.

Die Roadshow richtet sich an Arbeitgebende und Personalverantwortliche.

Inhalt

1. Warum Sie jetzt handeln müssen und was Sie jetzt tun können

  • Politischer und rechtlicher Druck: EU-Richtlinie 2023/970, nationale Umsetzung, Zeitplan
  • Wechselwirkungen mit AGG, EntgTranspG & bestehender Rechtsprechung (inkl. BAG-Trends)

2. Was Nichtstun kostet: Prozesse, Reputationsschäden, ungewollte Fluktuation von Schlüsselkräften

3. Der neue Rechtsrahmen kompakt – was konkret auf Arbeitgeber zukommt

  • Anwendungsbereich, Schwellenwerte, Übergangsfristen – wer ist wann betroffen?
  • Neue Transparenz- und Informationspflichten vom Stelleninserat bis zum Arbeitsvertrag
  • Auskunftsansprüche, Beweislast und Sanktionen: Wo es künftig „weh tun“ kann

4. Wie gerät Ihr Entgeltsystem in den Fokus – und was heißt das für die Praxis?

  • Typische Problemzonen in gewachsenen Vergütungsstrukturen: Funktionsbewertung, Zulagen, individuelle Sonderlösungen.
  • Kriterienbasierte, diskriminierungsfreie Entgeltgestaltung: Rollen, Bänder, Stufen – in einer für Führungskräfte handhabbaren Form.
  • Dokumentations- und Begründungspflichten: Wie viel „Why“ braucht Ihr Gehaltssystem?

5. Pay-Gap-Analysen & Berichterstattung – vom Pflichtprogramm zum Steuerungsinstrument

  • Welche Daten Sie künftig liefern müssen (Berichtspflichten, Pay-Gap-Kennzahlen)
  • Praktische Durchführung von Analysen und wie Sie Ergebnisse adressieren: Maßnahmenpläne statt Rechtfertigungsdruck

6. Rolle von Betriebsräten als Hebel statt Hindernis

  • Sinnvolle Einbindung: Informations-, Beteiligungsrechte bei Vergütung, Einstufung und Transparenzprozessen und Kommunikationsstrategie
  • Vereinbarungen nutzen: Betriebs-/Dienstvereinbarungen als Rahmen für „Equal Pay“

7. Konkreter Fahrplan für Arbeitgeber – was Sie jetzt Schritt für Schritt tun sollten

8. Praxisfälle, Stolpersteine und Best Practices

  • Typische Szenarien aus der Betriebspraxis: „Problemfälle“ erkennen, bevor Beschäftigte klagen
  • Wie Sie mit bestehenden Lohnunterschieden umgehen – rechtlich sauber und kommunikativ klug

9. Q&A und Diskussion: Fragen der Teilnehmenden 

Termine, Veranstaltungsorte und Referenten

  • 24.07.2026
  • 28.09.2026
  • 14.10.2026
  • 26.11.2026
IHK Region Stuttgart
Bezirkskammer Böblingen
Steinbeisstraße 11
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