Pressemitteilung 31. Juli 2026

Mehr Digitalisierung, mehr Zukunft: Ausbildungsberufe werden modernisiert

Zum 1. August werden zahlreiche Ausbildungsberufe an Digitalisierung, Nachhaltigkeit und neue Technologien angepasst

Zahlreiche Ausbildungsberufe erhalten zum 1. August eine zeitgemäße Neuausrichtung. So werden die bisherigen Kaufleute für Verkehrsservice künftig als Kaufleute für Mobilität und Verkehrsservice ausgebildet. Die Ausbildung soll verstärkt moderne Mobilitätsdienstleistungen, projektorientiertes Arbeiten und Kommunikation sowie den professionellen Umgang mit unterschiedlichen Kundengruppen berücksichtigen. Bei insgesamt 22 dualen Ausbildungsberufen werden Inhalte, Prüfungen oder Berufsbezeichnungen an die veränderten Anforderungen der Arbeitswelt angepasst.
„Digitaler Fortschritt, notwendiger Klimaschutz und neue Technologien wie KI verändern unsere Arbeitswelt. Mit den nun modernisierten Berufen, vor allem in der Bauwirtschaft, wird die duale Ausbildung fit für die Zukunft gemacht“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführerin Susanne Herre. „Gerade in einer Region wie Stuttgart, die von industrieller Transformation, Digitalisierung und Innovation geprägt ist, ist es entscheidend, dass sich auch die Ausbildungsberufe weiterentwickeln. Die Neuordnungen helfen den Betrieben, ihren Fachkräftenachwuchs noch gezielter auf die Anforderungen der Zukunft vorzubereiten.“
Besonders umfangreich ist die Neuordnung in der Bauwirtschaft. Insgesamt 19 Ausbildungsberufe werden modernisiert. Der bisherige Beruf Bauzeichner beziehungsweise Bauzeichnerin wird zum Bautechnischen Konstrukteur beziehungsweise zur Bautechnischen Konstrukteurin weiterentwickelt. Die künftigen Fachkräfte arbeiten stärker mit digitalen Planungsmethoden, dreidimensionalen Modellen und Building Information Modeling (BIM) – eine digitale Arbeitsmethode für den Entwurf, den Bau und Bewirtschaftung von Gebäuden. „Die neuen Ausbildungsordnungen zeigen: Eine duale Ausbildung verbindet bewährte Praxis mit aktuellen Kompetenzen und eröffnet jungen Menschen vielfältige berufliche Perspektiven“, so Susanne Herre.

Jetzt noch schnell einen Ausbildungsplatz sichern

Wer für 2026 noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, sollte jetzt aktiv werden. Unternehmen in der Region bieten weiterhin freie Stellen an. Im bundesweiten Ausbildungsfinder sind noch offene Stellen für das kommende Ausbildungsjahr zu finden. Auch nach dem regulären Ausbildungsbeginn am 1. September ist ein Einstieg grundsätzlich noch möglich. Interessierte sollten sich kurzfristig bewerben und die Rahmenbedingungen direkt mit dem Ausbildungsbetrieb klären.