Pressemitteilung 11. Februar 2026
Jahresgutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation
Susanne Herre: „Innovationen müssen schneller aus der Forschung in die Unternehmen kommen – auch bei sicherheitsrelevanten Technologien“
„Die Region Stuttgart lebt von starken Innovationen aus Mittelstand und Wissenschaft“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführerin Susanne Herre anlässlich der Übergabe des Jahresgutachtens der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) an Bundeskanzler Friedrich Merz am 11. Ferbuar 2026. „Das Gutachten liefert wichtige Impulse. Jetzt kommt es darauf an, diese in konkrete politische Maßnahmen zu übersetzen. Forschung, Transfer und Anwendung müssen als Einheit gedacht werden, damit Innovationen in der Region nicht nur entstehen, sondern auch erfolgreich umgesetzt werden“, betont Herre.
Kein Geld für Innovationen
Denn derzeit sprechen die Zahlen eine andere Sprache: Aktuell wird zu wenig in Innovationen investiert. Laut der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage wollen nur 20 Prozent der investierenden Unternehmen ihre Investitionen im Inland ausweiten, während 32 Prozent eine Reduzierung planen. Und wenn investiert wird, dann vor allem in Digitalisierung (58 Prozent) und Ersatzbedarf (63 Prozent). „Unternehmen stehen damit oft vor der Herausforderung, neben notwendigen Pflichtinvestitionen auch genügend Mittel für neue Innovationsprojekte bereitzustellen. Damit Forschungsergebnisse schneller in marktfähige Produkte und Anwendungen übergehen können, braucht es gezielte politische Impulse,“ so die IHK-Chefin.
Sicherheitsrelevante Forschung wichtig für Unternehmen der Region
Mit Blick auf sicherheitsrelevante Forschung betont Herre die Bedeutung klarer, verlässlicher Leitlinien. Viele Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Baden Württemberg arbeiten nach Zivilklauseln, was eine wichtige ethische Orientierung darstellt. Gleichzeitig zeigen Unternehmen aus der Region – gerade im Bereich Dual-Use Technologien – steigendes Interesse an Lösungen, die sowohl sicherheitsrelevant als auch zivil genutzt werden können. „Umso wichtiger sind transparente Regeln, einheitliche Standards und ein verantwortungsvoller Umgang mit Forschungsprojekten, die Berührungspunkte mit sicherheitsrelevanten oder rüstungsnahen Technologien haben“, betont Herre.