Pressemitteilung 24. Juni 2026
200.000-mal Berufsorientierung hautnah
Ausbildungsbotschafterinnen und -botschafter bringen Berufe in die Klassenzimmer
Über 200.000 erreichte Schülerinnen und Schüler durch 7.800 Schulbesuche und insgesamt 702.000 Unterrichtsminuten – „Was unsere Ausbildungsbotschafterinnen und -botschafter in den letzten 15 Jahren an Zeit und Engagement investiert haben ist großartig“, sagt Andrea Bosch, Leiterin der Abteilung Berufliche Bildung und Fachkräfte bei der IHK Region Stuttgart. „Immer mehr Jugendliche verlassen die Schule ohne konkreten Berufswunsch oder nur mit einer vagen Vorstellung von ihrer Zukunft und genau hier setzen unsere Ausbildungsbotschafterinnen und -botschafter an. Sie gehen direkt in die Klassen und machen Ausbildung greifbar – auf Augenhöhe, in jugendlicher Sprache und ganz nah am Alltag.“
Die jungen Auszubildenden sind mit großem Engagement im Einsatz und suchen bei ihren Schulbesuchen den aktiven Austausch mit Schülerinnen und Schülern. „Für die IHK und die Ausbildungsbetriebe sind die Ausbildungsbotschafterinnen und -botschafter ein wichtiger und unverzichtbarer Baustein der Berufsorientierung“, so Bosch.
Einblicke aus erster Hand
Die Besuche geben Jugendlichen einen authentischen Eindruck vom Arbeitsalltag der Auszubildenden und eröffnen konkrete berufliche Perspektiven. Die Ausbildungsbotschafterinnen und -botschafter berichten von ihrem persönlichen Weg in den Beruf, ihren Erfahrungen im Betrieb und ihrem Ausbildungsalltag.
Mehrwert für alle Seiten
Von der Initiative „Ausbildungsbotschafter“ profitieren alle Beteiligten: Schülerinnen und Schüler gewinnen Orientierung, die Ausbildungsbotschafterinnen und -botschafter stärken ihre eigenen Kompetenzen und Unternehmen kommen frühzeitig mit potenziellen Nachwuchskräften in Kontakt. So wird der Übergang von der Schule in die Ausbildung gezielt unterstützt.
Ehre, wem Ehre gebührt
Die IHK Region Stuttgart ist stolz auf ihre Azubis und verabschiedet am 14. Juli mit einer Feier alle, die bald ihre Ausbildung beenden und dann nicht mehr als Botschafterin oder Botschafter tätig sind. „Wir freuen uns über jede neue Ausbildungsbotschafterin und jeden neuen Ausbildungsbotschafter“, sagt Andrea Bosch. „Diese engagierten jungen Menschen sind ein großer Gewinn für die Berufsorientierung unserer Region.“
Stimmen aktiver Ausbildungsbotschafterinnen und -botschafter
Hümeyra und Marina: Als Ausbildungsbotschafterinnen haben wir das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun und jungen Menschen eine Perspektive für ihre Zukunft aufzeigen zu können.
Ciara und Anastasia: Aus unserer eigenen Schulzeit wissen wir noch, dass uns viel zu wenig über die verschiedenen Ausbildungsberufe und Möglichkeiten vermittelt wurde. Dadurch hatten wir damals keinen richtigen Überblick darüber, welche Wege uns überhaupt offenstehen und welche Optionen wir haben.Gerade deshalb ist es uns heute besonders wichtig, Schülerinnen und Schülern genau dieses Wissen weiterzugeben, das uns selbst gefehlt hat. Wir möchten ihnen helfen, sich besser zu orientieren, Einblicke zu erhalten und sie dazu inspirieren, ihren eigenen Weg zu finden.
Kasija: Ich habe durch die Einsätze als Ausbildungsbotschafterin viel dazugelernt. Vor allem habe ich gemerkt, dass Präsentationen gar nicht so schlimm sind, wie ich früher gedacht habe. Ich habe mich daran gewöhnt, vor größeren Gruppen zu sprechen und kann inzwischen deutlich sicherer und ohne Angst präsentieren.
Zümra: Am meisten Spaß macht mir der Austausch mit den Schülern und zu sehen, dass man ihnen weiterhelfen kann. Genau deshalb mache ich das auch so gerne!
Erza: Ich finde die Rolle als Ausbildungsbotschafterin super abwechslungsreich und es macht mir wirklich viel Spaß. Besonders schön ist, dass man durch die unterschiedlichen Einsätze, wie an Schulen oder auf Messen, die Möglichkeit hat, den eigenen Beruf vorzustellen und dabei vielleicht auch den einen oder anderen Jugendlichen zu inspirieren.
Ali: Besonders spannend fand ich den Austausch mit den Schülern – sie waren meist sehr interessiert und haben viele gute Fragen gestellt. Es war schön zu sehen, wie neugierig sie waren und wie sie durch den Kontakt zu jemandem, der erst vor kurzem selbst den Abschluss gemacht hat, sich viel besser mit dem Thema Ausbildung identifizieren konnten. Das hat den Gesprächen eine authentische und offene Atmosphäre verliehen, in der sich die Schüler wirklich wohlgefühlt haben.
Hintergrundinformationen:
Die Initiative Ausbildungsbotschafter wird vom Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg gefördert. Die Leitstelle der Initiative Ausbildungsbotschafterinnen und Ausbildungsbotschafter ist beim Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag angesiedelt und übernimmt zentral die Aufgaben des übergeordneten Projektmanagements. Weitere Partner der Initiative sind der Baden-Württembergische Handwerkstag, die Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände e. V. und der Deutsche Gewerkschaftsbund Baden-Württemberg.