Information für die Praxis
Informationen zur Umfrage „Einführung einer dezentralen Peripherie in den praktischen Prüfungen des Ausbildungsberufs Mechatroniker/-in”
Mechatroniker/-in
Informationen zur Umfrage „Einführung einer dezentralen Peripherie in den praktischen Prüfungen des Ausbildungsberufs Mechatroniker/-in”
1. Hintergrund
Seit 2013 wird beim Ausbildungsberuf des Mechatronikers eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) eingesetzt.
Nach über 14 Jahren, kam der Wunsch auf, dass die Abschlussprüfung aufgrund des technischen Fortschritts an den heutigen Standard angepasst werden soll.
Konkret ging es um die Einführung einer dezentralen Peripherie als Schlüsseltechnik in der heutigen Automatisierung.
2. Die Umfrage
Über den Technischen Ausschuss der PAL wurden bundesweit sowohl Prüfungsausschüsse, Bildungsträger, Ausbildungsbetriebe als auch Industrie- und Handelskammern in einer Umfrage um Stellungnahme zu der möglichen Einführung um Rückmeldung gebeten.
Die zahlreichen Rückmeldungen haben wertvolle Hinweise und unterschiedliche Perspektiven aus der Praxis geliefert und damit einen wichtigen Beitrag zur Entscheidungsfindung geleistet.
Im Rahmen der Auswertung wurde deutlich, dass die vorgeschlagene technische Modernisierung zwar grundsätzlich als zeitgemäße Weiterentwicklung der Prüfung angesehen wird, jedoch gleichzeitig erhebliche Bedenken hinsichtlich der praktischen Umsetzung bestehen. Insbesondere wurden die zu erwartenden Investitionskosten, der organisatorische Umstellungsaufwand, der Ausbildungsstand der Auszubildenden zum Zeitpunkt der Abschlussprüfung Teil 1 sowie die zunehmende Komplexität der Prüfungen kritisch bewertet.
Im Rahmen der Auswertung wurde deutlich, dass die vorgeschlagene technische Modernisierung zwar grundsätzlich als zeitgemäße Weiterentwicklung der Prüfung angesehen wird, jedoch gleichzeitig erhebliche Bedenken hinsichtlich der praktischen Umsetzung bestehen. Insbesondere wurden die zu erwartenden Investitionskosten, der organisatorische Umstellungsaufwand, der Ausbildungsstand der Auszubildenden zum Zeitpunkt der Abschlussprüfung Teil 1 sowie die zunehmende Komplexität der Prüfungen kritisch bewertet.
Die Rückmeldungen zeigen insgesamt kein eindeutiges Votum für eine Einführung. Während ein Teil der Befragten die Anpassung an aktuelle industrielle Standards befürwortet, wurde von einer größeren Anzahl der Rückmeldungen die Einführung kritisch gesehen oder abgelehnt.
3. Ergebnis
Nach eingehender Diskussion sowie der Auswertung der eingegangenen Rückmeldungen wurde beschlossen, die Einführung der dezentralen Peripherie zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht umzusetzen.
Ausschlaggebend für diese Verschiebung ist:
- die derzeit angespannte wirtschaftliche Situation vieler Ausbildungsbetriebe,
- der kurzfristige organisatorische und technische Umstellungsaufwand an Ausbildungs- und Prüfungsstandorten.
Die Überlegungen zur Einbindung einer dezentralen Peripherie basieren auf der fundierten fachlichen Bewertung aktueller technologischer Entwicklungen der Experten des zuständigen Fachausschusses.
Die jetzt beschlossene Verschiebung trägt allein den derzeitig sehr schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Ausbildungsbetriebe Rechnung.
Die jetzt beschlossene Verschiebung trägt allein den derzeitig sehr schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Ausbildungsbetriebe Rechnung.
Im Oktober 2026 werden weitere Gespräche erfolgen, um das Vorhaben und die spätere Einführung zu konkretisieren.
4. Dank
Die PAL bedankt sich ausdrücklich bei allen Betrieben, Prüferinnen und Prüfern, Berufsschulen sowie weiteren Beteiligten für die Teilnahme an der Umfrage und die konstruktiven Rückmeldungen.
Die Vielzahl und Qualität der eingegangenen Beiträge haben wesentlich dazu beigetragen, die Auswirkungen einer möglichen Einführung umfassend zu bewerten und eine tragfähige Entscheidung zu treffen.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Engagement.