Erfolgreich auf internationalen Märkten
USA Länderinformationen
Die Vereinigten Staaten von Amerika zählen zu den wirtschaftlich einflussreichsten Ländern der Welt und sind für Baden‑Württemberg seit Jahren ein zentraler Handelspartner. Trotz Marktgröße, hoher Kaufkraft, Technologieorientierung und attraktiver steuerlicher Rahmenbedingungen sehen sich Unternehmen mit zunehmenden Herausforderungen konfrontiert. Sie können Chancen im US‑Markt weiterhin nutzen, müssen gleichzeitig aber strategisch auf ein komplexeres und dynamischeres Umfeld reagieren.
Deutsche Unternehmen in den USA weit vorne
Tochtergesellschaften von deutschen Firmen spielen eine große Rolle für die US-Wirtschaft. Das bestätigen die aktuellen German Business in the US-Zahlen. Deutschland ist mit 619 Milliarden US-Dollar aktuell
- Viertgrößter ausländischer Direktinvestor in den USA
- 6.200 deutsche Firmen beschäftigen in den USA fast 925.000 Arbeitnehmer, 318.000 davon im verarbeitenden Gewerbe
- Der transatlantische Handel mit Gütern umfasst derzeit einen Wert von insgesamt 219 Milliarden US-Dollar.
In welchen Bundesstaaten deutsche Unternehmen vertreten sind, zeigt eine interaktive Karte auf der German Business in the USA-Website der AHK USA-Washington.
Direktinvestitionen in den USA ziehen 2025 an
Das US-amerikanische Bureau of Economic Analysis (BEA) hat die offiziellen Zahlen zu den ausländischen Direktinvestitionen in den USA für das Jahr 2025 veröffentlicht.
Den größten Zuwachs verzeichneten Investitionen aus Europa mit einem Plus von 350,2 Milliarden US-Dollar. Ein wesentlicher Wachstumstreiber waren die deutschen Direktinvestitionen, die gegenüber dem Vorjahr um etwa 49 Milliarden US-Dollar zulegten.
Mit Blick auf die Bestände nach dem sogenannten Ultimate Beneficial Owner (UBO), der obersten wirtschaftlich berechtigten Einheit innerhalb einer globalen Eigentümerstruktur, erreichten die deutschen Direktinvestitionen in den USA 706,2 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahr lagen sie noch bei 677 Milliarden US-Dollar.
Deutschland ist damit weiterhin auf dem dritten Platz unter den wichtigsten ausländischen Investoren in den USA nach Japan und Kanada.
In welchen Branchen investieren deutsche Unternehmen verstärkt in den USA?
In den USA profitieren vor allem die industriellen Kernbranchen von den steigenden deutschen Direktinvestitionen. Deutsche Unternehmen versprechen sich dadurch international wettbewerbsfähig zu bleiben und sichern sich zudem den Zugang zum wichtigen US-Markt.
Der größte Investitionszuwachs entfiel 2025 auf das verarbeitende Gewerbe, allen voran die Produzenten elektrischer Ausrüstungen und Komponenten.
Deutsche Unternehmen investieren vor allem auch in die Automobilindustrie, den Maschinen- und Anlagenbau, die Chemiebranche sowie zukunftsorientierte Bereiche wie Automatisierungstechnik und erneuerbare Energien.
USA-Auswertung AHK World Business Outlook
Trotz einer spürbaren Erholung der Geschäftslage deutscher Unternehmen in den USA bleibt die Stimmung 2026 von Unsicherheit geprägt. Vor allem die US-Zollpolitik verursacht höhere Kosten, mehr Bürokratie und belastet Handelsströme. Viele Unternehmen reagieren mit Preiserhöhungen und stärkerer lokaler Produktion in den USA, während andere ihre Aktivitäten diversifizieren oder alternative Märkte erschließen.
Die deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) befragen regelmäßig Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen in aller Welt nach Stimmungslage und Erwartungen. Am “AHK World Business Outlook” haben sich auch in den USA aktive Unternehmen vom 16. März bis 10. April 2026 beteiligt.
Nach dem Zollschock des vergangenen Jahres bewerten die Betriebe in den Vereinigten Staaten ihre aktuelle Situation wieder deutlich besser. Gleichzeitig verharren die Erwartungen an die konjunkturelle Entwicklung vor Ort im negativen Bereich.
Mit den Kosten, die durch die US-Zollpolitik entstehen, gehen die Unternehmen strategisch um. Die US-Zollpolitik schlägt nicht nur auf Preise und Lieferketten durch – sie erzeugt erheblichen administrativen Mehraufwand.
59 Prozent der deutschen Unternehmen in den USA schätzen diesen Aufwand als moderat oder sogar erheblich ein. Neun Prozent mussten bereits zusätzliche Stellen schaffen oder externe Berater beauftragen.
Auf die Zollpolitik der Trump-Regierung reagieren die Betriebe mit einem breiten Bündel strategischer Maßnahmen – dabei gehen sie pragmatisch vor.
Das deutlichste Signal: Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) erhöhen ihre Preise, um gestiegene Importkosten aufzufangen. Die Zolllast wird damit überwiegend an US-amerikanische Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben.
Parallel dazu intensivieren die Unternehmen ihre lokale Wertschöpfung:
Rund 40 Prozent richten ihre Lieferketten stärker auf lokale Bezugsquellen aus. Knapp ein Drittel (32 Prozent) setzt auf das Prinzip "local for local" – also Produktion in den USA für den US-Markt. Nur acht Prozent planen eine Verringerung ihres US-Engagements; kein einziges Unternehmen will sich komplett aus dem Markt zurückziehen.
Den ausführlichen Bericht zur Stimmungslage in den USA finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Industrie- und Handelskammer.
In Ihrem Interesse: TBI - Transatlantic Business Initiative
Gemeinsam mit dem Bundesverband der deutschen Industrie BDI haben die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK), der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) und der Bundesverband deutscher Banken (BdB) zur Flankierung der TTC-Bemühungen schon 2021 die Transatlantic Business Initiative (TBI) gegründet.
Diese Initiative setzt sich für die Stärkung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland, den USA und Kanada ein. In verschiedenen Lenkungskreisen bearbeiten die Partner die Themen Handels- und Investitionspolitik, Energie- und Klimapolitik, Digital- und Datenwirtschaft sowie Unternehmensfinanzierung ein.
USA – Aktuelle Daten und Wissenswertes
- Informationen zu Land und Politik auf der Seite des Auswärtigen Amts
- GTAI Wirtschaftsinformationen
- Länderprofil USA des Statistischen Bundesamts
- Investitionsentscheidung: Cluster-Mapping-Tool von Select USA
- Informationen für Investoren: Jährlicher SelectUSA-Investment Gipfel
Ihre Ansprechpartner
- Deutsch-amerikanische Auslandshandelskammern (AHK USA)
- Deutsche Vertretungen in den USA
- Amerikanische Botschaft und Generalkonsulate in Deutschland
- Enterprise Europe Network in den USA
Sie benötigen weitere Kontakte in den USA? Kommen Sie auf uns zu - wir vermitteln gerne über unsere Netzwerkpartner bei Ihren Fragen rund um die Markterschließung.