Was in Brüssel entschieden wird, wirkt sich auf das Geschäftemachen in THE LÄND aus. Bei Problemen sind sich die Mitgliedstaaten der EU immer wieder uneinig, wie sie gelöst werden sollen. Ohne Zweifel, Frieden und Stabilität wiegen schwer in der Waagschale pro europäischer Union. Jedoch wird oft die Frage gestellt, was macht das gemeinsame Europa aus? Und, worin liegt der Mehrwert für Unternehmen?
Im Binnenmarkt gibt es keine Zölle. Hürden beim Handel mit Waren und Dienstleistungen existieren - aber es wird stetig an Lösungen gearbeitet, diese zu vereinfachen. Auch wir Bürger bewegen uns innerhalb der EU ohne Einschränkungen und können wirtschaftlich tätig sein. Mit der Corona-Pandemie kam es erstmals wieder zu Schlangen oder Kontrollen an den Binnengrenzen.
Innerhalb der Eurozone gibt es eine Währung und in den 21 EU-Staaten zahlt man mit dem Euro. Umtauschgebühren und Wechselkursrisiken bei Transaktionen fallen somit weg.
Europa ist durch das Exportgeschäft mit den großen Wirtschaftsräumen der Welt verbunden. Der Global Player EU hat Gewicht - zum Beispiel in internationalen Organisationen, bei der Verhandlung von Handelsabkommen oder bei der Einigung auf Standards.
EU-Recht verschafft Planungssicherheit. Das bedeutet geringeren Verwaltungsaufwand und bietet besseren Schutz, etwa durch europaweite Patente.
Die EU-Mitgliedsländer nehmen viel Geld in die Hände, um die Wirtschaft zu unterstützen. Gezielte Programme fördern grenzüberschreitende Spitzenforschung und unterstützen innovative kleine und mittlere Unternehmen. Dazu wurde 2008 das Enterprise Europe Network ins Leben gerufen. Die IHK Region Stuttgart ist von Anfang an als Partner in diesem europaweiten Netzwerk dabei.
Bei der Initiative ResourceEU geht es um die Versorgung der EU-Mitgliedstaaten mit kritischen Rohstoffen. Das Programm folgt laut EU-Kommission dem Vorbild der Energieinitiative REPowerEU und bündelt Maßnahmen zur Rohstoffbeschaffung, Kreislaufwirtschaft und strategischen Lagerhaltung. Insbesondere geht es darum, Abhängigkeiten von Importen, zum Beispiel aus China, zu verringern. Gestärkt werden sollen zudem wirtschaftliche Partnerschaften mit Australien, Kanada, Chile, Kasachstan und der Ukraine.
Häfen und Stromleitungen in Afrika, Fernstraßen durch Südostasien – die EU möchte sich mit der Konnektivitätsinitiative „Global Gateway“ enger mit Partnerländern vernetzen. Bis 2027 investiert “Team Europe” weltweit bis zu 300 Milliarden Euro in Energie, Transport, Digitales, aber auch Gesundheit, Bildung und Forschung, um nachhaltige Wertschöpfung und fairen Handel zu fördern und europäische Unternehmen bei der Markterschließung zu unterstützen.
Zusammenarbeit in Sachen Verteidigung: Der Europäische Verteidigungsfonds (englisch: European Defence Fund, EDF) ist ein Industrieförderprogramm der Europäischen Kommission mit dem Ziel, die Industrie durch Anreize zur gezielten Kooperation wettbewerbs - und innovationsfähiger zu machen. Der Fonds #EUDefenceIndustry verfügt über ein Budget von fast 7,3 Milliarden Euro für die Jahre 2021–2027. In Deutschland unterstützt die Nationale Kontaktstelle für den Europäischen Verteidigungsfonds(NKSNationale KontaktstelleEVFeuropäischer Verteidigungsfonds) im Auftrag des Bundesministeriums der Verteidigung deutsche Antragsteller.
Veranstaltungstipp: Der European Defence Fund veranstaltet Informations- und Networkingtage am 10. & 11. März 2026 in Brüssel. Eine Teilnahme an den EDF-Info Days ist auch online möglich. Die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Veranstaltungsseite.
Aktuelles aus der EU für Unternehmen
EU-Plattform für die Beschaffung von Energie und Rohstoffen
Die digitale EU-Plattform für Energie und Rohstoffe unterstützt europäische Unternehmen bei der Beschaffung von strategisch wichtigen Rohstoffen sowie Energieträgern. Die Bündelung der Nachfrage stärkt die Marktmacht der Unternehmen und verbessert langfristig Europas Position auf den globalen Beschaffungsmärkten.
Die Germany Trade and Invest GmbH - GTAI - hat die Funktion der Plattform für Energie und Rohstoffe in einem Online-Artikel beschrieben.
Abnehmer und Anbieter können sich auf der EU-Plattform registrieren und ihre Interessenbekundung einreichen. Ein Benutzerleitfaden gibt nützliche Hinweise zur Plattform.
News im Bericht aus Brüssel
Was plant die Europäische Union rund um Finanzierung oder in puncto Umwelt, Bildung, Freihandel, Steuern und weiteren Themen? Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) stellt aktuelle Informationen im Bericht aus Brüssel zusammen.
Support im Auslandsgeschäft durch das Enterprise Europe Network
Die IHK Region Stuttgart ist Partner im baden-württembergischen Enterprise Europe Network. Wir können Ihr Unternehmen in allen Phasen Ihrer Auslandsaktivitäten in Europa und darüber hinaus unterstützen.
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