Technologietransfer

99 Forschungsprojekte für eine postfossile Zukunft

Die neun Landesuniversitäten Baden-Württembergs haben 99 Forschungsprojekte vorgestellt, die den Fokus auf eine sichere und nachhaltige Versorgung mit Rohstoffen und deren Nutzung untersuchen. Die Projekte zeigen Unternehmen, an welchen Technologien, Materialien und Verfahren derzeit geforscht wird – und wo sich Anknüpfungspunkte für eigene Innovations- und Kooperationsvorhaben ergeben können.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Breites Themenspektrum: Die 99 Projekte reichen von erneuerbaren Energien, Stromnetzen und Energiespeichern über energieeffiziente Produktionsverfahren und alternative Rohstoffe bis zu Kohlenstoffkreisläufen und betrieblichen Entscheidungsgrundlagen.
  • Forschungspartner finden: Die Forschungsprojekte machen Forschungskompetenzen der baden-württembergischen Universitäten sichtbar. Sie Forschungsprojekte können Unternehmen dabei unterstützen, technologische Entwicklungen einzuordnen und mögliche Forschungs- und Entwicklungspartner zu finden.
  • Unterstützung durch die IHK: Die IHK Region Stuttgart unterstützt Sie bei Ihren F&E-Projekten und bei der Suche nach geeigneten Kooperationspartnern.

Von erneuerbaren Energien bis zur Entscheidungsfindung

Die neun Landesuniversitäten Baden-Württembergs haben am 21. Juli 2026 bei einer Landespressekonferenz in Stuttgart eine Liste mit 99 Forschungsprojekten vorgestellt. Beteiligt sind die Universitäten Freiburg, Heidelberg, Hohenheim, Konstanz, Mannheim, Stuttgart, Tübingen und Ulm sowie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
Den Forschungsprojekten sind acht Themenfeldern zugeordnet. Sie zeigen, welche technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen für eine postfossile Wirtschaft relevant sind. Dazu gehören Investitionen in klimaneutrale Energieträger und Prozesse, Energieeffizienz, künstliche Intelligenz, Automatisierung, Materialinnovationen und Kreislaufwirtschaft. Weitere Fragestellungen betreffen resiliente Lieferketten und neue Geschäftsmodelle.
  1. Regenerative Energien: Die Projekte befassen sich unter anderem mit Photovoltaik, Windenergie, Geothermie, grünem Wasserstoff und alternativen Kraftstoffen.
  2. Energieübertragung: Untersucht werden leistungsfähigere Stromnetze, ein flexibles Energiemanagement und kontaktlose Ladesysteme für Fahrzeuge und Maschinen.
  3. Energiespeicherung: Das Spektrum reicht von Batterien ohne knappe Rohstoffe über Brennstoffzellen bis hin zur Speicherung von Wasserstoff und Sonnenenergie.
  4. Energieeffizienz: Forschungsansätze zielen darauf ab, den Energie- und Materialverbrauch in der Landwirtschaft, im Bauwesen, in der Chemie und in der industriellen Produktion zu reduzieren.
  5. Alternative Rohstoffe: Die Projekte untersuchen Kunststoffe, Chemikalien, Verbundwerkstoffe und Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen oder verwertbaren Reststoffen.
  6. Kohlenstoffkreisläufe: Kunststoffabfälle, Biomasse und industrielle CO₂-Emissionen werden als mögliche Ausgangsstoffe für neue Produkte und Materialien untersucht.
  7. Institutionelle Nachhaltigkeit: Universitäten erproben Lösungen für energieeffiziente Gebäude, Rechenzentren, Wärmenetze, Mobilität und nachhaltige Standorte.
  8. Entscheidungsfindung: Weitere Projekte befassen sich mit Emissionsbilanzen, den Kosten der CO₂-Vermeidung, Dekarbonisierungspfaden und der Bewertung von Investitionsalternativen.
Aus den Forschungsprojekten können sich konkrete Anknüpfungspunkte für Unternehmen aus zahlreichen Branchen ergeben – von der Energieversorgung, dem Maschinenbau und der Mobilität über die Chemie, Kunststofftechnik und Bauwirtschaft bis hin zur Produktionsplanung, zu Lieferketten und zum Nachhaltigkeitsmanagement.

Forschungsansätze mit Potenzial für Unternehmen

Die veröffentlichten Forschungsprojekte geben Einblick in aktuelle Forschungsaktivitäten. Sie zeigen insbesondere,
  • welche Technologien und Lösungsansätze entwickelt werden,
  • an welchen Universitäten entsprechende Kompetenzen vorhanden sind und
  • wo mögliche Anknüpfungspunkte für betriebliche F&E-Vorhaben bestehen.
Unternehmen können dadurch Zugang zu spezialisiertem Know-how, wissenschaftlichen Methoden und – abhängig vom jeweiligen Projekt – zu Forschungsinfrastruktur erhalten, ohne alle erforderlichen Kompetenzen selbst aufbauen zu müssen.

Alle 99 Projekte im Überblick

Die Projektliste umfasst 99 Vorhaben aller neun Landesuniversitäten Baden-Württembergs. Ergänzende Informationen zu den einzelnen Projekten stellen die Universitäten auf ihren jeweiligen Internetseiten bereit.

IHK Region Stuttgart unterstützt bei Forschungskooperationen

Ihre IHK Region Stuttgart unterstützt Sie dabei,
  • Ihren technologischen Bedarf einzuordnen,
  • geeignete Forschungs- und Kooperationspartner zu identifizieren,
  • Kontakte zu Forschungs- und Entwicklungspartnern herzustellen,
  • Wege der Zusammenarbeit zu finden und
  • Fördermöglichkeiten für Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu erhalten.
Die Partnersuche kann durch die Zusammenarbeit der Industrie- und Handelskammern bei Bedarf auf ganz Baden-Württemberg ausgeweitet werden.