Kostenprojektion 2027 bis 2045 · Nichtwohngebäude
Was kostet Ihre Gasheizung in den nächsten zwanzig Jahren?
Fünf Bestandteile bestimmen die Rechnung: der Erdgas-Arbeitspreis, Energiesteuer und Konzessionsabgabe, die Netzentgelte, der CO₂-Preis und der ab 2029 steigende Pflichtanteil klimafreundlicher Gase. Stellen Sie Ihre Flächen ein und sehen Sie, welcher Teil davon bei Ihnen bleibt.
Ihr Gebäude
Ihre Rolle
Nutzungsart
Gebäudezustand
Beheizte Fläche
50 m²10.000 m²
Preisszenario
Gegenüber 2027
Gesamtkosten des Gebäudes
Wärmepumpe zum Vergleich
Vergleich mit einer Wärmepumpe
Verglichen werden ausschließlich die Energiekosten des Gebäudes. Investition, Förderung, Wartung und ein möglicher Umbau der Wärmeverteilung sind nicht enthalten. Die Strompreisannahmen stammen nicht aus den zitierten Studien und sind hier frei einstellbar.
Jahresarbeitszahl
2,05,0
Bestandsgebäude mit Heizkörpern eher 2,5 bis 3,0, sanierte Gebäude mit Flächenheizung 3,5 bis 4,5.
Die Jahresarbeitszahl beschreibt die Effizienz der Wärmepumpe. Eine hohe JAZ steht für eine effiziente Wärmepumpe. Sie hängt stark von der Gebäudehülle ab: Gute Dämmung führt zu einer hohen JAZ, schlechte Dämmung zu einer niedrigen.
Strompreis 2027
0 ct40 ct
Netto, frei einstellbar. 0 ct entspricht einer abbezahlten PV-Anlage ohne Strombezugskosten.
Strompreis-Trend
−3 %+3 %
Real, ohne Inflation. Projektionen erwarten für Gewerbekunden eher leicht sinkende Preise.
Summe 2027 bis 2045
| Bestandteil | ct/kWh | € im Jahr | Aufteilung |
|---|
Gerechnet wird mit SLP-Netzentgelten, also nur mit dem Arbeitspreis. Ein Leistungspreis ist nicht enthalten. Der fällt heute in der Regel ab 1,5 Mio. kWh Gas bzw. ab 100.000 kWh Strom im Jahr an und hängt von der höchsten Jahresleistung ab.
Emissionsfaktor Erdgas
Rechenweg
- Wärmebedarf = Fläche × Verbrauchskennwert. Die Kennwerte sind Richtwerte und noch nicht abschließend validiert.
- Gaspreis in ct/kWh = Energiesteuer + Konzessionsabgabe + Netzentgelt + (Erdgasanteil × Arbeitspreis + Grüngasanteil × Biomethanpreis) + CO₂-Bestandteil × Erdgasanteil.
- IW-Szenarien: CO₂-Bestandteil = Emissionsfaktor × CO₂-Preis in €/t / 10. UBA-Szenario: CO₂-Bestandteil = CO₂-Aufschlag in €/MWh / 10, weil die Studie den Wert bereits so ausweist.
- Die CO₂-Kosten fallen nur auf den nicht biogenen Anteil an. Das Biomethan bleibt CO₂-frei.
- Der Grundpreis ist in den Studien im Arbeitspreis verrechnet und wird nicht getrennt ausgewiesen.
- Die Mehrkosten der Beimischung sind als Grüngasanteil × (Biomethanpreis − Arbeitspreis) definiert.
- Aufteilung nur für Nichtwohngebäude: CO₂-Kosten pauschal 50/50 nach § 8 CO₂KostAufG. Mehr als 50 % zulasten des Mieters ist unwirksam. Das 10-Stufen-Modell gilt für Wohngebäude und ist bewusst nicht abgebildet.
- § 5a CO₂KostAufG (hälftige Netzentgelte und Biomethan-Mehrkosten bei Neueinbau) gilt nur für Wohnraummietverhältnisse und ist hier nicht abgebildet.
- Das GModG kennt für Nichtwohngebäude keine Effizienzklassen. Die Zuordnung A+ bis B, C bis D sowie E bis H folgt den Klassen des Energieausweises nach GEG.
- Der hinterlegte Pflichtanteil klimafreundlicher Gase steigt stufenweise auf 60 % ab 2040. Ob später eine vollständig klimafreundliche Belieferung vorgeschrieben wird, bleibt eine politische Entscheidung.
- Netzentgelte sind SLP-Arbeitspreise ohne Leistungspreis. Ein Leistungspreis fällt heute in der Regel ab 1,5 Mio. kWh Gas bzw. 100.000 kWh Strom im Jahr an.
- Alle Beträge netto, real in Preisen des Startjahres, ohne Inflation, ohne Wartung und Schornsteinfeger.
Quellen
- IW Köln, IW-Report 2026 zum Gebäudemodernisierungsgesetz, S. 31 f. – Preispfade der Szenarien günstig, standard und teuer
- Umweltbundesamt, Rahmendaten und Endverbrauchspreise für die Treibhausgas-Projektionen 2026, 3. Auflage, Tab. 12 (Erdgas Haushalte) und Tab. 15 (Biomethan); Jahreswerte linear zwischen den Stichjahren interpoliert
- CO₂KostAufG § 8 – gesetze-im-internet.de/co2kostaufg
- CO₂KostAufG § 5a – gilt nur für Wohnraummietverhältnisse, daher hier nicht angewendet
- Emissionsfaktor Erdgas: DEHSt und Umweltbundesamt, Brennwert- gegenüber Heizwertbezug; Standardwert 0,1833 kg/kWh nach IW-Report
- Verbrauchskennwerte: IWU, Vergleichswerte Energieverbrauch Nichtwohngebäude; dena und IW Köln zu Büroimmobilien
Offene Punkte
- Die Verbrauchskennwerte je Nutzungsart sind ungeprüft und sollten gegen den IWU-Katalog abgeglichen werden.
Der Rechtsrahmen ist in Bewegung. Das GModG, die Verschiebung des europäischen Emissionshandels für Gebäude und ein angekündigtes Stufenmodell für Gewerbeflächen können die Ergebnisse verändern.