Praxistalk am Nachmittag
Diskutiert haben:
Simone Friedrich, Head of Training @ Netze BW
Susan Michelchen, Ausbildungsverantwortliche @ Siemens
Diana Bäcker, Leiterin Ausbildung @ Hainbuch GmbH
Robin Hartmann, Leiter Ausbildung, TTS Tooltechnic Systems @ Festool Group
Uwe Peleikis, Schulleiter @ Kaufmännische Schule 1 Stuttgart
Simone Friedrich, Head of Training @ Netze BW
Susan Michelchen, Ausbildungsverantwortliche @ Siemens
Diana Bäcker, Leiterin Ausbildung @ Hainbuch GmbH
Robin Hartmann, Leiter Ausbildung, TTS Tooltechnic Systems @ Festool Group
Uwe Peleikis, Schulleiter @ Kaufmännische Schule 1 Stuttgart
Moderation:
Michael Antwerpes
Michael Antwerpes
1. Zentrale Werte in der Ausbildung
- Eigenverantwortung wird durch Patensysteme, regelmäßige Gespräche und die Möglichkeit zur Mitgestaltung gefördert.
- Soziale Beziehungen und Kommunikation auf Augenhöhe sind essenziell – niederschwellige Austauschformate wie Kaffeerunden können hierbei unterstützend wirken.
- Neugier, Teamarbeit und Zuverlässigkeit gelten unternehmensweit als zentrale Werte.
2. Ausbildung mit Weitblick
- Nachhaltigkeit bedeutet: nicht möglichst viele, sondern passend viele Auszubildende einstellen.
- Ausbildung ist ein strategisches Zukunftsthema.
3. Umgang mit der nächsten Generation
- Junge Menschen sollen ihre Bedürfnisse offen äußern dürfen – Vielfalt der Interessen wird anerkannt.
- Unsicherheiten bei der Selbsteinschätzung sind verbreitet – gezielte Förderung/Unterstützung ist entscheidend.
- Es braucht Vertrauen in die nächste Generation und gleichzeitig Offenheit für Veränderungen in der eigenen Organisation.
4. Rolle des Ausbildungspersonals
- Ausbildende agieren als Lernbegleiter und Coaches.
- Sozialpädagogische Unterstützung ergänzt die Ausbildungspraxis.
- Die persönliche Entwicklung der Auszubildenden steht im Vordergrund – nicht nur die fachliche Qualifikation.
5. Mobiles Arbeiten für Auszubildende
- Wird individuell entschieden, meist ab dem 3. Lehrjahr.
- Mobiles Arbeiten ist gewünscht, aber nicht immer bevorzugt – soziale Nähe bleibt wichtig.
6. Veränderungen in der Berufsschule
- Wertevermittlung hat sich gewandelt: Kommunikation, Wertschätzung und Sozialkompetenz sind wichtiger geworden.
- Frontalunterricht wird zunehmend durch projektorientiertes und interaktives Lernen ersetzt.
- Hybride Unterrichtsmodelle (z. B. 70:30 Präsenz/Online) gelten als zukunftsfähig, besonders für Kompetenzzentren.
- Integration und Sprachförderung gelingen überwiegend – Erfolge sind jedoch oft wenig sichtbar.
- Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Betrieb ist entscheidend für eine zukunftsfähige Ausbildung.