Standortumfrage 2025
Standortumfrage 2025
Wie zufrieden sind die Unternehmen mit dem Standort Göppingen?
- Standortqualität: Ein zentraler Faktor für viele Unternehmen
- Standortfaktoren: Was Unternehmen im Landkreis aktuell bewegt
- Die Top 5 der wichtigsten Themen
- Wo die Unternehmen am unzufriedensten sind
- Die zufriedensten Faktoren
- Ergebnisse in den einzelnen Themenfeldern
- Bürokratieabbau
- Informationen zur Umfrage
- Teilnehmerstruktur
Standortqualität: Ein zentraler Faktor für viele Unternehmen
Fast 40 Prozent der Unternehmen im Landkreis stehen in den kommenden fünf Jahren vor wichtigen Standortentscheidungen. Rund 11 Prozent denken dabei über eine Verkleinerung oder Aufgabe des Standorts nach – etwas mehr als noch 2022. Der Anteil der Betriebe, die eine Verlagerung ins In- oder Ausland prüfen, ist von 6 auf 8 Prozent gestiegen.
Gleichzeitig planen jedoch fast 21 Prozent eine Erweiterung ihres Standorts – ein leichter Anstieg im Vergleich zur letzten Umfrage vor drei Jahren. Insgesamt zeigt sich: Die Standortqualität spielt bei diesen Entscheidungen eine wachsende Rolle. Während 2022 rund 17 Prozent der Unternehmen sie als wesentlichen Faktor nannten, sind es 2025 bereits 25 Prozent.
Die offenen Rückmeldungen verdeutlichen die Herausforderungen, mit denen viele Betriebe konfrontiert sind:
Gleichzeitig planen jedoch fast 21 Prozent eine Erweiterung ihres Standorts – ein leichter Anstieg im Vergleich zur letzten Umfrage vor drei Jahren. Insgesamt zeigt sich: Die Standortqualität spielt bei diesen Entscheidungen eine wachsende Rolle. Während 2022 rund 17 Prozent der Unternehmen sie als wesentlichen Faktor nannten, sind es 2025 bereits 25 Prozent.
Die offenen Rückmeldungen verdeutlichen die Herausforderungen, mit denen viele Betriebe konfrontiert sind:
„Kein Platz für Erweiterung. Standort im Kreis ist zu teuer. Mangel an qualifizierten und willigen Fachkräften.“
Auf der Wunschliste der Unternehmen steht ein Punkt ganz oben: Bürokratieabbau. Doch auch andere Themen werden immer drängender – etwa bezahlbare Energie, wettbewerbsfähige Löhne, eine leistungsfähige Infrastruktur und der weitere Ausbau der Digitalisierung.
Ein Unternehmen bringt es klar auf den Punkt:
Ein Unternehmen bringt es klar auf den Punkt:
„Vorrangiger Ausbau von Glasfasertechnologie und Telekommunikationstechnik im ländlichen Raum.“
Standortfaktoren: Was Unternehmen im Landkreis aktuell bewegt
Im Rahmen der Standortumfrage bewerteten die Unternehmen 49 Faktoren aus sechs Themenfeldern: Marktpotenzial, Verkehr, Infrastruktur, Fachkräfte und Bildung, Standortkosten sowie Wirtschaftsförderung und Verwaltung – jeweils nach Wichtigkeit und Zufriedenheit. Das Ergebnis zeigt ein deutliches Bild: Gerade bei Standortkosten und Verwaltung ist die Unzufriedenheit groß.
Alle zehn Faktoren, die für die Betriebe am wichtigsten sind, liegen zugleich im Bereich „unzufrieden“. Besonders kritisch werden unbürokratische Verfahren, Transparenz von Entscheidungen, schnelle Bearbeitungszeiten und das Gefühl, dass Verwaltung und Politik ein offenes Ohr für Unternehmen haben, bewertet. Auch Energiepreise, Lohnkosten und Steuern belasten die Betriebe.
Im Bereich Infrastruktur sorgen unter anderem Mobilfunknetz, Breitbandversorgung und Versorgungssicherheit Energie weiterhin für Kritik.
Ein Unternehmenskommentar bringt die Problematik auf den Punkt:
Alle zehn Faktoren, die für die Betriebe am wichtigsten sind, liegen zugleich im Bereich „unzufrieden“. Besonders kritisch werden unbürokratische Verfahren, Transparenz von Entscheidungen, schnelle Bearbeitungszeiten und das Gefühl, dass Verwaltung und Politik ein offenes Ohr für Unternehmen haben, bewertet. Auch Energiepreise, Lohnkosten und Steuern belasten die Betriebe.
Im Bereich Infrastruktur sorgen unter anderem Mobilfunknetz, Breitbandversorgung und Versorgungssicherheit Energie weiterhin für Kritik.
Ein Unternehmenskommentar bringt die Problematik auf den Punkt:
„Kommunale Bauämter, Denkmalschutz, Umweltbehörden und andere Institutionen arbeiten nicht effizient zusammen.“
Und ein weiterer Wunsch lautet:
„Sämtliche Verwaltungsakte, die Bürger und Unternehmen betreffen, sollten online möglich sein.“
Die Top 5 der wichtigsten Themen
- Verfügbarkeit und Qualität Mobilfunknetz (wie 2022)
- Lohnkosten (2022: Rang 8)
- Energiepreise (wie 2022)
- Unbürokratische Verfahren (2022: Rang 7)
- Verfügbarkeit und Qualität Glasfaser/Breitband (2022: Rang 2)
Deutlich an Bedeutung verloren haben die Themen Versorgungssicherheit Energie (2025: Rang 8; 2022 durch Ukraine-Krieg höher priorisiert) und Kundenbindung/-treue (2025: Rang 17).
Wo die Unternehmen am unzufriedensten sind
Die fünf „Sorgenkinder“ der Unternehmen lauten:
- Unbürokratische Verfahren (wie 2022)
- Immobilienpreise (wie 2022)
- Energiepreise (wie 2022)
- Investitionsfreundliches Klima (Politik, Bürger) (2022: Rang 9)
- Gewerbe- und Grundsteuer (2022: Rang 6)
Aus den Top 5 herausgefallen sind Bearbeitungsdauer der Verwaltung (2025: Rang 6) und die Ladeinfrastruktur für Elektromobilität (2025: Rang 14).
Die zufriedensten Faktoren
Positiv bewerten die Unternehmen weiterhin:
- Nähe zu Kunden (wie 2022)
- Kundenbindung/-treue (wie 2022)
- Nähe zu Zulieferern/Wertschöpfungspartnern (wie 2022)
- Anbindung an Fernstraßen (2022: Rang 6)
- Versorgungssicherheit Energie (2022: Rang 10)
Aus den Top 5 gefallen sind Kaufkraft / Absatzpotenzial (2025: Rang 7) und Weiterbildungsangebot (2025: Rang 12).
Ergebnisse in den einzelnen Themenfeldern
Im Cluster Marktpotenzial gibt es keine Faktoren, die gleichzeitig wichtig und unzufrieden sind – ein insgesamt stabiler Bereich. Besonders verbessert haben sich die Zufriedenheitswerte zu Technologietransfer und Clustern (Netzwerk aus Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen). Einzig die Attraktivität für Startups bleibt ein Schwachpunkt.
Drei Themen bleiben im Cluster Verkehr kritisch: ÖPNV, Ladeinfrastruktur Elektromobilität und der innerörtliche Straßenverkehr. Zwar steigen die Zufriedenheitswerte insgesamt, jedoch belasten Maßnahmen wie die Ausweitung von Tempo 30 die Wahrnehmung in Teilen der Unternehmen.
Vier von sechs Faktoren im Cluster Infrastruktur liegen im Feld „wichtig und unzufrieden“. Zwar verbessern sich Verfügbarkeit Mobilfunknetz und Glasfaser durch den fortschreitenden Ausbau, bleiben aber im Negativbereich. Kritisch wird zudem die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen gesehen. Trotz leerstehender Areale finden viele Betriebe kein passendes Angebot. Bürgerentscheide gegen neue Gewerbegebiete wirken sich zusätzlich negativ aus.
Im Cluster Fachkräfte / Bildung sind sieben von 13 Faktoren wichtig und unzufrieden bewertet – darunter alles rund um Fachkräftegewinnung, bezahlbaren Wohnraum sowie Kinderbetreuung. Der Fachkräftemangel bleibt damit eines der dominierenden Themen.
Im Cluster Standortkosten sind die Unternehmen mit allen wichtigen Faktoren unzufrieden: Lohnniveau, Immobilienpreise, Energie, Steuern. Das seit Jahren von der Wirtschaft kritisierte hohe Kostenniveau wird erneut bestätigt.
Auch im Cluster Wirtschaftsförderung / Verwaltung zeigt sich ein klares Bild: Alle wichtigen Faktoren liegen im Unzufriedenheitsbereich. Die Betriebe wünschen sich spürbaren Bürokratieabbau und eine wirtschaftsfreundlichere, serviceorientierte Verwaltung.
Drei Themen bleiben im Cluster Verkehr kritisch: ÖPNV, Ladeinfrastruktur Elektromobilität und der innerörtliche Straßenverkehr. Zwar steigen die Zufriedenheitswerte insgesamt, jedoch belasten Maßnahmen wie die Ausweitung von Tempo 30 die Wahrnehmung in Teilen der Unternehmen.
Vier von sechs Faktoren im Cluster Infrastruktur liegen im Feld „wichtig und unzufrieden“. Zwar verbessern sich Verfügbarkeit Mobilfunknetz und Glasfaser durch den fortschreitenden Ausbau, bleiben aber im Negativbereich. Kritisch wird zudem die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen gesehen. Trotz leerstehender Areale finden viele Betriebe kein passendes Angebot. Bürgerentscheide gegen neue Gewerbegebiete wirken sich zusätzlich negativ aus.
Im Cluster Fachkräfte / Bildung sind sieben von 13 Faktoren wichtig und unzufrieden bewertet – darunter alles rund um Fachkräftegewinnung, bezahlbaren Wohnraum sowie Kinderbetreuung. Der Fachkräftemangel bleibt damit eines der dominierenden Themen.
Im Cluster Standortkosten sind die Unternehmen mit allen wichtigen Faktoren unzufrieden: Lohnniveau, Immobilienpreise, Energie, Steuern. Das seit Jahren von der Wirtschaft kritisierte hohe Kostenniveau wird erneut bestätigt.
Auch im Cluster Wirtschaftsförderung / Verwaltung zeigt sich ein klares Bild: Alle wichtigen Faktoren liegen im Unzufriedenheitsbereich. Die Betriebe wünschen sich spürbaren Bürokratieabbau und eine wirtschaftsfreundlichere, serviceorientierte Verwaltung.
Bürokratieabbau
Im Rahmen der Standortumfrage wurde zusätzlich eine Sondererhebung zum Thema Bürokratieabbau durchgeführt. Die Unternehmen konnten ihre Prioritäten bei Behörden und Prozessen benennen und in Freitextantworten konkrete Vorschläge machen. Außerdem wurde abgefragt, ob Interesse an einer späteren Beteiligung besteht – 40 Unternehmen haben sich hierfür registriert. Im Oktober 2025 wurde zusammen mit der Stadt Göppingen auf dieser Basis ein Pilotprojekt initiiert, bei dem die Unternehmen gemeinsam mit der Verwaltung Themen für Abbau von Bürokratie sowie eine verbesserte Zusammenarbeit erarbeitet haben.
Informationen zur Umfrage
Die IHK Bezirkskammer Göppingen führte in Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft Göppingen vom 18. März bis 7. April 2025 eine Standortumfrage durch. Von rund 1.500 angeschriebenen Unternehmen antworteten 253 – eine um 14 Prozent höhere Beteiligung gegenüber der letzten Umfrage im Jahr 2022. Die Umfrage wurde durch eine Sondererhebung zum Bürokratieabbau ergänzt. Die Ergebnisse wurde in einem Pressegespräch am 21. Mai 2025 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Teilnehmerstruktur
25 Prozent der Betriebe gehören zu den produzierenden IHK-Unternehmen, 8 Prozent zählen zu den gemischt-gewerblichen Betrieben, 11 Prozent betreiben einen Handel. 34 Prozent betreiben eine Dienstleistung und 17 Prozent sind Handwerker.
Rund 80 Prozent der Unternehmen haben weniger als 50 Mitarbeiter.
Rund 80 Prozent der Unternehmen haben weniger als 50 Mitarbeiter.