Ladeinfrastruktur für E-Lkw
Elektrifizierung im Straßengüterverkehr
Immer mehr Lkw werden zukünftig gerade im Nahverkehr mit batterieelektrischem Antrieb unterwegs sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Bearing Point. Der Ausbau von Ladeinfrastruktur ist dafür essenziell. Der Bund bringt jetzt mit dem Schnellladenetz für E-Lkw den Aufbau öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur voran. Gleichzeitig zeigt sich in der Branche auch immer mehr die Bedeutung von Depotladen. Ein aktueller Leitfaden der NOW GmbH gibt Empfehlungen für die wichtigsten Schritte für den Aufbau von Ladepunkten am eigenen Betriebshof.
Nutzfahrzeugmarkt im Umbruch
„Der Nutzfahrzeugemarkt befindet sich in einer Phase fundamentaler Umbrüche“, so sehen es die Experten von Bearing Point. Die Handlungsfelder lassen sich so zusammenfassen:
- Technologischer Wandel in der Antriebstechnologie
- Regulatorische Umbrüche aufgrund von CO2-Emissionszielen
- Veränderungen von Kostenstrukturen und Wirtschaftlichkeit
- Notwendiger Kompetenzausbau bei Digitalisierung und KI
- Wandel hin zur Logistik als stromintensive Branche
- Steigender Bedarf nach günstiger Stromversorgung, am besten aus eigener PV-Anlage
Gerade im Nahverkehr (bis 50 km) und im Verteilerverkehr (50 – 150 km) werden batterieelektrische Antriebe als wahrscheinlichste Lösung bis 2030 angesehen, zeigt eine Befragung der Branche.
Allerdings gibt es immer noch Hindernisse wie eingeschränkte Reichweite oder fehlende Ladeinfrastruktur, die sich auch negativ auf die Investitionssicherheit auswirken. Auch die Netzkapazität wird als Engpassfaktor gesehen. Ohne frühzeitige Planung drohen erhebliche Verzögerungen beim Ausbau von Ladekapazitäten. Im Top-Fokus der Branche steht aktuell vor allem das Kostenmanagement. „Nachhaltigkeit muss sich betriebswirtschaftlich rechnen, regulatorische Impulse allein reichen nicht“.
Allerdings gibt es immer noch Hindernisse wie eingeschränkte Reichweite oder fehlende Ladeinfrastruktur, die sich auch negativ auf die Investitionssicherheit auswirken. Auch die Netzkapazität wird als Engpassfaktor gesehen. Ohne frühzeitige Planung drohen erhebliche Verzögerungen beim Ausbau von Ladekapazitäten. Im Top-Fokus der Branche steht aktuell vor allem das Kostenmanagement. „Nachhaltigkeit muss sich betriebswirtschaftlich rechnen, regulatorische Impulse allein reichen nicht“.
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Depotladen, das Laden am eigenen Betriebshof, zentral bleibt für die Unternehmen, denn rund 80 Prozent der Ladevorgänge werden auch in Zukunft dort stattfinden. Eine weitere spannende Erkenntnis der Studie ist nachfolgend formuliert.
„Wer jetzt kooperativ investiert – Depot-Laden, gemeinsame Hubs, PV und Speicher – verschafft sich Kosten- und Skalierungsvorteile.“
Nina London, Partner bei Bearing Point
Nina London, Partner bei Bearing Point
Aufbau eines deutschlandweiten Schnellladenetzes für E-Lkw
Die Autobahn GmbH des Bundes setzt den Aufbau einer flächendeckenden Schnellladeinfrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge im Straßengüterverkehr fort. Laut Pressemitteilung wurden für 124 unbewirtschaftete Rastanlagen Aufträge für die Planung, Errichtung und den Betrieb von E-LKW-Schnellladestandorten vergeben. Das Bundesverkehrsministerium hat zusammen mit der Autobahn GmbH des Bundes und der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur das Schnellladenetz konzipiert. Es umfasst insgesamt 350 Standorte an unbewirtschafteten und bewirtschafteten Raststätten entlang der Bundesautobahnen. Hierfür wurden die Ladebedarfe entlang der Autobahnen analysiert und verschiedene Use Cases wie Zwischenladen bei Fahrtunterbrechungen sowie Laden in Ruhe- und Übernachtungsphasen berücksichtigt.
Wo finde ich eine Übersicht über die öffentlich zugängliche Lkw-Ladeinfrastruktur?
Die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur hat ein Monitoring Dashboard Lkw-Ladeinfrastruktur eingerichtet.
Für Bayerisch-Schwaben sind derzeit an zwei Standorten drei Ladesäulen mit sechs Ladepunkten für E-Lkw öffentlich zugänglich und verfügbar. Außerdem sind fünf Lkw-Ladestandorte im Schnellladenetz an Bundesautobahnen zukünftig geplant.
Leitfaden für den Ausbau von Ladeinfrastruktur am Depot
Die NOW-GmbH gibt im Leitfaden „Lkw-Ladeinfrastruktur im Depot“ eine Kurzanleitung zum Aufbau von Ladeinfrastruktur für batterieelektrische Lkw. Darin aufgeführt werden unter anderem die wichtigsten Tipps, zu klärenden Fragen und Schritte, um systematisch Ladebedarf zu ermitteln, Netzanschlüsse frühzeitig zu prüfen und Ladeinfrastruktur alltagstauglich zu planen und umzusetzen.
Eine Übersicht über alle weiteren Anwendungshilfen und Downloads der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur, darunter auch die Anwendungshilfe „Einfach Laden im Depot“ finden Sie hier: Downloads - Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur
