Nr. 10194

Der Zollbeauftragte

Haftung bei Pflichtverletzung - Internes Kontrollsystem für AEO

Veranstaltungsdetails

Mitarbeiter eines Unternehmens, die gegenüber der Zollverwaltung als Ansprechpartner für die Durchführung zollrelevanter Tätigkeiten benannt wurden, haben ein berechtigtes Interesse zu erfahren, welche Konsequenzen die Benennung hat. Die entsprechenden Mitarbeiter werden intern häufig als "Zollbeauftragte", "Zollverantwortliche" oder "Zollermächtigte" bezeichnet.

Der Zollbeauftragte - oft auch in dieser Funktion Ansprechpartner für AEO oder vereinfachte Verfahren - nimmt eine Schlüsselrolle in der betrieblichen Zollabwicklung ein. Den Zollbeauftragten und den gesetzlichen Vertretern der Unternehmen stellen sich regelmäßig folgende Fragen:

  • Wer übernimmt die Verantwortung im Unternehmen für eventuelle Unregelmäßigkeiten, Arbeitsfehler oder Pflichtverletzungen in zollrelevanten Belangen, die u. U. auch von Dritten (Zollagenten, Spediteure, Dienstleister) in Vertretung des Unternehmen verursacht werden?
  • Was gilt als Pflichtverletzung und welche Auswirkungen könnten diese auf die verantwortliche Person sowie auf das Unternehmen haben?
  • Welche Maßnahmen sollte die Unternehmensleitung ergreifen, um sich vor dem Verdacht der Aufsichtspflichtverletzung zu schützen?

Eine Maßnahme zur Vermeidung von Pflichtverletzungen ist die Implementierung eines internen Kontrollsystems (IKS) im Unternehmen. So wird bspw. der Antragsteller bei der Beantragung des Zertifikats „Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter (AEO)“ auch nach seinem internen Kontrollsystem befragt. Zwar ist ein allgemeines IKS für viele Unternehmen nichts Neues. Nur selten bindet das IKS jedoch die zentrale Zollbearbeitung mit ein. Folgende Fragestellungen werden daher näher beleuchtet:

  • Wie installiert man ein angemessenes und wirksames IKS im Zollbereich des Unternehmens?
  • Wie kann ein IKS oder Compliance-System für den Zollbereich eingerichtet werden, das auch die Kontrolle von Dritten, z.B. Spediteuren, Zollagenten und Dienstleister, die für das Unternehmen die Zollanmeldungen abgeben, mit umfasst?
  • Welche Maßnahmen sollte die Unternehmensleitung ergreifen, um sich vor dem Verdacht der Aufsichtspflichtverletzung zu schützen?

Das Seminar eignet sich auch zur Auffrischung vorhandener Kenntnisse und zum Nachweis regelmäßiger Fort- und Weiterbildung gegenüber den zuständigen Behörden.

 


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Termine, Veranstaltungsorte und Referenten

  • 14.06.2022
    9 bis 17 Uhr
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Industrie- und Handelskammer
zu Lübeck
Fackenburger Allee 2
23554 Lübeck
+49 451 6006-0