Krisenmanagement

Beratungsförderung

Die Unterstützung von Krisenberatungen erfolgt über den Förderzweig "Unternehmen in Schwierigkeiten" des BAFA-Programmes " Förderung unternehmerischen Know-hows".
In der Krise ist guter Rat wortwörtlich teuer - eine professionelle Beratung kann Unternehmen Wege aus wirtschaftlichen Schieflagen aufzeigen, doch sind die Mittel zur Finanzierung des Honorars gerade in solchen Situationen häufig nicht zu stemmen. Um Unternehmen in Schwierigkeiten dennoch eine Beratung zu ermöglichen, können durch das Programm "Förderung unternehmerischen Know-hows" die Beratungskosten größtenteils durch Zuschuss finanziert werden.

Wer ist antragsberechtigt?

Die Förderung erfolgt für KMU unabhängig vom Unternehmensalter, entscheidendes Merkmal ist die nachgewiesene Krisensituation. Für HR-Unternehmen gilt hier die Definition laut den EU- Leitlinien für staatliche Beihilfen zur Rettung und Umstrukturierung nichtfinanzieller Unternehmen in Schwierigkeiten (2014/C 249/01), Nr. 20 a/b. Einzelunternehmen und GbR müssen Verlust ausweisen, um in der Kategorie "Unternehmen in Schwierigkeiten" förderfähig zu sein.

Welche Beratung kann gefördert werden?

Die Beratungsmaßnahmen sollen geeignet sein, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens wiederherzustellen und Entlassungen vorzubeugen.
Zusätzlich kann nach dieser Unternehmenssicherungsberatung eine weitere Beratung zur Vertiefung der Maßnahmen zur Wiederherstellung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung gefördert werden (Folgeberatung).
Die Beratung darf nicht mit einer Vermittlungstätigkeit verbunden oder auf den Erwerb von Waren oder Dienstleistungen des Beraters gerichtet sein und nicht überwiegend Steuer- oder Versicherungsberatung beinhalten. Es muss eine Einzelberatung erfolgen - Seminare oder andere Gruppentermine sind nicht förderbar. Der Berater muss beim BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) registriert sein. Er darf nicht Mitarbeiter, Gesellschafter oder Inhaber des beratenen Unternehmens und auch nicht Angehöriger eines Inhabers oder Gesellschafters des antragstellenden Unternehmens sein.

Wie läuft die Antragstellung ab?

Für Unternehmen in Schwierigkeiten ist vor Antragstellung ein dokumentiertes Informationsgespräch bei einem Regionalpartner wie den IHKn obligatorisch. Das anschließende Antragsverfahren muss spätestens drei Monate nach dem Informationsgespräch durchgeführt werden und läuft ausschließlich online ab. Eine Leitstelle übernimmt die Prüfung des Antrages und übermittelt dem Unternehmen eine Antwort, im positiven Falle eine unverbindliche Inaussichtstellung der Förderung. Von diesem Zeitpunkt an hat das Unternehmen sechs Monate Zeit, um die Beratung durchzuführen und einen sogenannten Verwendungsnachweis einzureichen. Abschließend prüft das BAFA den Antrag mitsamt der Unterlagen, genehmigt und zahlt den Zuschuss an den Antragsteller aus. Nähere Informationen zum Verfahren erhalten Sie beim Informationsgespräch mit dem Regionalpartner.

Wie hoch ist der Zuschuss?

Förderbar sind bis zu 3.000 Euro Nettohonorar für eine Sicherungsberatung. Hier können 90% der Beratungskosten durch Zuschuss erfolgen, also maximal 2.700 Euro. Weiterhin kann eine Folgeberatung an die Sicherungsberatung anschließen, bei der wiederum 90 Prozent von bis zu 3.000 Euro Nettohonorar durch die Förderung finanziert werden können. Das Unternehmen würde folglich pro Beratungsart 10 Prozent des Nettohonorars (maximal 300 Euro) + die Umsatzsteuer auf das gesamte Honorar (maximal 570 Euro) zahlen.
Die IHKs sind seriöse Partner der Unternehmen und zur Diskretion über deren Situation verpflichtet. Suchen Sie gerne das vertrauensvolle Gespräch mit uns.