Onlinehandel

Widerrufsrecht

Für den Onlinehandel gelten gesetzliche Vorgaben zur Widerrufsbelehrung und zum Widerrufsformular beim Warenverkauf sowie bei Dienstleistungen. Die Verwendung aktueller und rechtssicherer Muster ist für Onlinehändler wichtig, da fehlerhafte oder veraltete Widerrufsbelehrungen erhebliche rechtliche Folgen haben können.
Enthält die Widerrufsbelehrung Fehler oder wird sie nicht ordnungsgemäß bereitgestellt, verlängert sich das Widerrufsrecht für Verbraucher. In solchen Fällen kann ein Vertrag unter Umständen noch bis zu zwölf Monate und 14 Tage nach Ablauf der regulären Widerrufsfrist widerrufen werden. Zudem können wettbewerbsrechtliche Abmahnungen drohen.
Die gesetzlich vorgesehenen Muster für die Widerrufsbelehrung und das Widerrufsformular enthalten die erforderlichen Angaben für die Ausübung des Widerrufsrechts. Händler müssen insbesondere ihre Kommunikationsdaten vollständig und aktuell angeben. Hierzu gehören die Telefonnummer und die E-Mail-Adresse.
Hintergrund: Für den Onlinehandel gelten europaweit einheitliche Regelungen zum Widerrufsrecht für Verbraucher. Grundlage ist die EU-Verbraucherrechte-Richtlinie.
Die Widerrufsfrist beträgt grundsätzlich 14 Tage. Für die Information der Verbraucher steht eine gesetzlich vorgegebene Musterwiderrufsbelehrung zur Verfügung. Wird die Widerrufsbelehrung nicht oder fehlerhaft erteilt, kann sich die Widerrufsfrist erheblich verlängern.
Für die Ausübung des Widerrufs muss der Verbraucher seinen Widerruf gegenüber dem Unternehmer ausdrücklich erklären. Hierfür kann das vom Händler bereitzustellende Widerrufsformular genutzt werden. Eine kommentarlose Rücksendung der Ware reicht hierfür nicht aus.
Die aktuellen Muster für die Widerrufsbelehrung und das Widerrufsformular finden Sie über die nachfolgenden Links.