Kunstbetriebe - Alte Gutsgärtnerei Sierhagen
Anke Mellin, Künstlerin aus Neuenkirchen-Bahrenfleth, hat bei der Alten Gutsgärtnerei Sierhagen ein Kunstwerk aus handelsüblichen Zimmerpflanzen und Möbelstücken erarbeitet. Die Pflanzen wachsen auf Holzstühlen und Tischen. Das Arrangement hat sie "1 tisch + 6 stühle" genannt.
Vegetation erstarrt zum Ornament
"Es lässt die Vegetation zum Ornament erstarren", erklärt Mellin. Für sie ist es wichtig, Kunstaktionen in einem alltäglichen Kontext mit normalen Leuten zu machen. "Das ist die Zukunft", betont sie überzeugt.
Auch Anke Cosmus, Inhaberin der Gutsgärtnerei findet das Projekt toll. "Die Kunst kommt bei unseren Besuchern gut an. Es wird viel darüber gesprochen." Unternehmerin und Künstlerin sind sich einig: Hier entstehen interessante Verbindungen und Kontakte.
Vita von Anke Mellin
Am Deich 4, 25569 Neuenkirchen-Bahrenfleth
anke.mellin@googlemail.com
anke-mellin.de
04824.300 280, 0163 76 14 220
anke.mellin@googlemail.com
anke-mellin.de
04824.300 280, 0163 76 14 220
*1941 Kunststudium an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und Akademie der Künste in München
Ausstellungen und ortsspezifische Arbeiten im Innen- und Außenraum in Deutschland, Korea, Japan, Estland, England, Belgien, Indien, Ungarn, Niederlande, Schottland, Bulgarien, Spanien, Schweden, Frankreich, Rumänien.
Arbeitsweise und Statement
Meine Arbeiten beziehen sich meistens auf Natur. Das ist mein Haupt-Thema mit zwei wichtigen Schwerpunkten: die Kraft der Natur- als teilweise verlorengegangene Quelle unserer Existenz- und die Visualisierung der wechselseitigen Antwort auf die vom Menschen gemachte Zivilisation. Durch die Diskussion über die Konzeption der Natur wird der zweite Schwerpunkt erreicht, besonders durch Installationen im Außenraum.
Für die Arbeiten die dann spezifisch für den Ort geschaffen werden ist es wichtig zu einem Verstehen der historischen, ökologischen und spirituellen Besonderheiten dieses Ortes zu kommen.
Mit diesen Gedanken im Hinterkopf arbeite ich sei längerem daran irritierte Betrachter/Besucher in den Prozess miteinzubeziehen die nicht die typischen Kunst Enthusiasten sind. Ich mache Dinge, die ihnen bekannt vorkommen, die aber durch „Benutzung“ des Kunstwerkes unbekannte, irritierende Aspekte sichtbar werden lassen. Aus dem gleichen Grund entwickele ich Arbeiten für ungewöhnliche, unerwartete, unentwickelte öffentliche Orte.
Die Arbeiten können als Orte für Beobachtungen und Erfahrungen bezeichnet werden. Ich glaube, dass hauptsächlich physische Erfahrungen die Wahrnehmung unserer Welt verändern können.