Position der IHK zu Kiel
Kieler Mehrwegverbund
Im Juli 2026 ist der Kieler Mehrwegverbund gestartet, eine Initiative zur Steigerung der Mehrwegquote in der Stadt bei To-Go-Getränkebechern.
IHK-Position
Die IHK begrüßt den Mehrwegverbund ausdrücklich, da hierbei Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Umsetzbarkeit zusammen gedacht werden. Dies ist ein schönes Beispiel dafür, dass Kieler Betriebe in einem konstruktiven Dialog mit der Stadt einen gemeinsamen Weg gefunden haben, die Mehrwegquote für To-Go-Getränkebecher sukzessive über die Jahre zu erhöhen – und zwar auf freiwilliger Basis, ohne zusätzliche bürokratische oder finanzielle Mehrbelastungen.
Gerne haben wir als IHK diesen Prozess unterstützt und werden dies auch weiterhin tun.
Hieran zeigt sich wieder einmal, dass sich Ziele durch freiwillige Kooperation zwischen Verwaltung und Wirtschaft oftmals besser erreichen lassen als durch Zwang.
Im Kieler Mehrwegverbund sehen wir deshalb ein Positivbeispiel, dem auch andere Kommunen folgen können.
Zum Hintergrund:
Im Rahmen ihres Zero-Waste-Konzepts hat die Stadt Kiel sich unter anderem das Ziel gesetzt, über eine Steigerung der Mehrwegquote den Einwegverpackungsmüll zu reduzieren. Als mögliche Maßnahme, um dies zu erreichen, hatte es im politischen Raum Überlegungen gegeben, eine Verpackungssteuer einzuführen, sozusagen als Hebel zur Erreichung des Ziels.
Die IHK, der DEHOGA und die Bäcker-Innung Nord, wie auch viele Kieler Unternehmen haben es zwar von Anfang an ebenfalls als sinnvoll erachtet, den Einwegverpackungsmüll über eine Erhöhung der Mehrwegquote zu reduzieren, sind aber der Auffassung, dass es auch andere Lösungswege dafür geben müsse, ohne die bürokratische und finanzielle Mehrbelastung durch eine Verpackungssteuer für die betroffenen Unternehmen.
Auf Initiative der IHK haben daraufhin Gespräche zwischen der Stadt Kiel und Kieler Unternehmern stattgefunden, um eine alternative Lösung zu finden
An dieser Stelle geht ein ausdrücklicher Dank an die Stadt Kiel dafür, dass sie sehr kooperativ und konstruktiv in den Dialog mit der hiesigen Wirtschaft getreten ist – und an die beteiligten Unternehmer für ihren tatkräftigen Einsatz.
Als Lösung hat sich in den Gesprächen zuletzt der “Kieler Mehrwegverbund” herauskristallisiert, ein grundsätzlich systemoffener Ansatz mit bestimmten über die Jahre sukzessiv zu steigernden Mehrwegquoten bei To-Go-Heißgetränkebechern.
Rund um eine gemeinsame Info-Veranstaltung von Stadt Kiel und IHK zum Kieler Mehrwegverbund am 6. Mai 2026 haben sich 18 Unternehmen in einer Absichtserklärung freiwillig dazu verpflichtet, aktiv den Weg zu weniger Einwegverpackungsmüll beziehungsweise mehr Mehrweg zu gehen (zz. liegt die relevante Mehrwegquote bei etwa 7 Prozent; diese soll bis 2028 auf 10 Prozent, bis 2030 auf 25 Prozent und bis 2035 auf 40 Prozent erhöht werden).
Mehr Informationen und “Call-to-Action”:
Mehr Informationen zum Kieler Mehrwegverbund, wer schon dabei ist und gerade auch, wie Sie sich anschließen können, finden Sie unter folgendem Link auf der Website der Stadt Kiel: Mitmachen für Betriebe: Mehrweg ist unser Weg | Kiel Zero.Waste.City.