Kaufkraft in Rheinhessen weiterhin über dem Bundesdurchschnitt

Kaufkraftanalyse der IHK für Rheinhessen zeigt Stärke der Region – Ein Viertel des Einkommens fließt in den Einzelhandel
3. Juni 2026 – Die Menschen in Rheinhessen verfügen weiterhin über eine überdurchschnittlich hohe Kaufkraft. Das zeigt die aktuelle Kaufkraftanalyse der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen. Demnach liegt die Kaufkraft pro Kopf mit 33.600 Euro rund fünf Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Insgesamt beläuft sich das Kaufkraftvolumen in der Region auf 21,8 Milliarden Euro.
„Rheinhessen ist weiterhin eine Region mit hoher Kaufkraft. Das kommt auch dem Handel und den Innenstädten zugute“, sagt Dr. Florian Steidl, Geschäftsführer und Standortexperte bei der IHK für Rheinhessen.
Im Durchschnitt geben die Rheinhessinnen und Rheinhessen jährlich 8.425 Euro im Einzelhandel aus. Das entspricht rund einem Viertel des verfügbaren Einkommens und liegt 2,9 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Besonders hoch sind die Ausgaben in Ingelheim mit 9.953 Euro pro Kopf. Der stationäre Einzelhandel erwirtschaftet in Rheinhessen einen Umsatz von 4,5 Milliarden Euro. Davon entfallen rund 1,75 Milliarden Euro auf die Landeshauptstadt Mainz. In Worms werden 740 Millionen Euro umgesetzt, in Alzey 255 Millionen Euro, in Ingelheim 252 Millionen Euro und in Bingen 169 Millionen Euro. Der Anteil des Online-Handels liegt wie im Bundesdurchschnitt bei 13 Prozent.
Im bundesweiten Vergleich schneidet die Region gut ab. Mainz erreicht unter den Großstädten den zwölften Platz, der Kreis Mainz-Bingen liegt bundesweit auf Rang 13 aller Kreise. Ingelheim belegt unter den Städten zwischen 10.000 und 50.000 Einwohnern Platz 14. „In den Daten zeigt sich der hohe Wohlstand der gesamten Region“, so Steidl.
Ein differenziertes Bild zeigt sich bei der Kaufkraftbindung. Alzey erreicht hier mit einer Quote von 172 Prozent einen Spitzenwert und liegt damit auch bundesweit weit vorne (Platz 62). Worms erzielt ebenfalls eine positive Kaufkraftbilanz. Mainz, Bingen und Ingelheim verzeichnen dagegen Kaufkraftabflüsse. Innerhalb der Städte gibt es jedoch große Unterschiede: Besonders die Mainzer Altstadt und die Wormser Innenstadt profitieren von einem starken Kaufkraftzufluss. „Entscheidend für die Kaufkraftbindung sind Faktoren wie Aufenthaltsqualität, ein ausgewogener Angebotsmix und eine gute Erreichbarkeit“, sagt Steidl. „Ein zusätzlicher Belebungsfaktor der Innenstädte ist ein attraktives Veranstaltungsangebot.“
Die Daten stellt die Michael Bauer Research GmbH exklusiv für die IHK zur Verfügung. Die vollständige Kaufkraftanalyse ist abrufbar unter www.ihk.de/rheinhessen/kaufkraftanalyse

Aktuelle IHK-Aktionen für Handel und Innenstadt

Aktionstage Heimatshoppen

Die IHK-Aktionstage Heimatshoppen helfen dabei, die Sichtbarkeit des Angebots in Innenstädten zu erhöhen. An der bundesweiten Innenstadtkampagne beteiligen sich in Rheinhessen die Städte Mainz, Worms, Ingelheim, Bingen und Alzey.
www.ihk.de/rheinhessen/heimatshoppen

Ladenchecks

Mit dem kostenfreien Ladencheck unterstützt die IHK für Rheinhessen Einzelhändlerinnen und Einzelhändler bei der Weiterentwicklung ihres Geschäftsauftritts. Gemeinsam mit einer erfahrenen Einzelhandelsberaterin besucht die Betriebe vor Ort und gibt praxisnahe Empfehlungen zur Gestaltung von Verkaufsflächen, Schaufenstern und Warenpräsentation. Die Ladenchecks werden vom Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima Rheinland-Pfalz unterstützt.

Handelsdialog

Der Handelsdialog Rheinhessen bringt Händlerinnen und Händler zusammen, um aktuelle Entwicklungen und Zukunftsthemen des Handels zu diskutieren. Die jährlich im Herbst stattfindende Veranstaltung fördert den Erfahrungsaustausch innerhalb der Branche und bietet praxisnahe Impulse, fachlichen Austausch und Vernetzung.
Ansprechpartnerin: Nina Macher, Geschäftsführerin und Branchenverantwortliche Handel bei der IHK für Rheinhessen, Telefon 06241 9117-50, nina.macher@rheinhessen.ihk24.de