Jahresbericht
Nr. 5479926
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Gründung in Rheinhessen

Beratungsleistungen der Starterzentren

Gründungsinteressierte nehmen die Beratungsangebote der IHK für Rheinhessen weiterhin intensiv in Anspruch.
Die Unterstützung erfolgt persönlich, digital und telefonisch und richtet sich an Gründerinnen und Gründer in unterschiedlichen Phasen ihres Vorhabens.
Zum Angebot gehören individuelle Beratungsgespräche, Seminare sowie Netzwerk- und Austauschformate.
Jahresbericht_Leistungen_Starterzentrum

Neuerrichtungen

Als Neuerrichtungen gelten sämtliche erstmaligen gewerblichen Anmeldungen. Dazu zählen Haupt‑ und Zweigniederlassungen ebenso wie unselbstständige Zweigstellen. Erfasst werden außerdem Neugründungen von Kleinbetrieben und Nebentätigkeiten sowie Unternehmensgründungen im Rahmen von Umwandlungen nach dem Umwandlungsgesetz.

Neuerrichtungen nach Branchen
Neuerrichtungen 2025 nach Branchen in Rheinhessen
Grundstücks- u. Wohnungswesen; Erbringung von wirtschaftl. Dienstleistungen 1.482
Handel, Gastgewerbe 1.190
Produzierendes Gewerbe 625
Verkehrs- u. Nachrichtenübermittlung; Kredit- u. Versicherungsgewerbe 645
Sonstiges 867
Anzahl der Neuerrichtungen 2024 in Rheinhessen 4.809

Unternehmensinsolvenzen in Rheinhessen

Die Unternehmensinsolvenzen in Rheinhessen nehmen im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr spürbar zu. Der Anstieg zeigt sich sowohl in den Städten als auch in den Landkreisen der Region, fällt regional jedoch unterschiedlich aus. Besonders deutlich ist die Entwicklung in der Stadt Mainz, wo die Zahl der Insolvenzen von 48 auf 71 steigt, sowie im Landkreis Mainz‑Bingen, der einen Anstieg von 32 auf 48 Fälle verzeichnet. In der Stadt Worms und im Landkreis Alzey‑Worms entwickeln sich die Zahlen insgesamt moderater; hier erhöht sich die Zahl der Insolvenzen jeweils nur leicht.

Insgesamt wird sichtbar, dass wirtschaftliche Belastungen im Jahr 2025 stärker wirksam werden. Während kurzfristige Sondereffekte zunehmend an Bedeutung verlieren, prägen vor allem strukturelle Herausforderungen die Insolvenzentwicklung. Dazu zählen insbesondere gestiegene Finanzierungskosten, anhaltender Kosten‑ und Preisdruck sowie eingeschränkte Refinanzierungsmöglichkeiten. Betroffen sind dabei vor allem Unternehmen, deren wirtschaftliche Situation bereits zuvor angespannt war und die nur über begrenzte Spielräume zur Anpassung verfügten.

Positiv festzuhalten ist, dass die Unternehmensneuerrichtungen die Zahl der Insolvenzen auch 2025 deutlich übersteigen. Trotz eines erhöhten Anpassungsdrucks für bestehende Unternehmen bleibt Rheinhessen damit insgesamt ein wirtschaftlich dynamischer Standort mit anhaltender Gründungsaktivität.
Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz
Oliver Sacha
Bereichsleiter Unternehmensservice
Valerie Brachmann
Referentin Unternehmensgründung und Innovation
Geschäftsbereich Unternehmensservice