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Binnenhäfen: Das fordert die IHK
Ohne ihre Häfen wäre die Metropolregion Rhein-Neckar kein führender Logistik- und Industriestandort. Die IHK-Vollversammlung hat dazu im Juni 2026 die folgenden Positionen verabschiedet:
Häfen als strategische Infrastruktur sichern und weiterentwickeln
- Hafenflächen in zentraler Lage langfristig für hafenwirtschaftliche und industrieaffine Nutzungen vorhalten. Konkurrierende Stadt‑ und Wohnnutzungen, wie zum Beispiel im Mannheimer Handelshafen, räumlich zugunsten hafenaffiner Nutzungen steuern.
- Strategische Rolle der Häfen in der kommunalen, regionalen sowie überregionalen Raumplanung berücksichtigen
Trimodale Verknüpfung konsequent stärken
- Leistungsfähige Anbindungen der Häfen konsequent durch den bedarfsgerechten Erhalt und Ausbau aller drei Verkehrsträger sichern
- Ausbau- und Erweiterungsmaßnahmen der trimodalen Terminals (insbesondere im Wachstumssegment der Containertransporte) auf den Hafenflächen, auch im Hinblick auf die Lagerung und den Umschlag von Gefahrgut, vorausschauend prüfen und bei entsprechendem Nachfragebedarf umsetzen. Planungsrechtliche und betriebliche Spielräume dafür beachten.
- Trimodale Terminals konsequent ausbauen und modernisieren, auch mit Unterstützung des Bundes
Der Mannheimer Binnenhafen bei Nacht
Wasserstraßen zukunftsfähig machen
- Befahrbarkeit der internationalen Wasserstraße Rhein verbessern, insbesondere durch Erhöhung der Abladetiefen am Mittelrhein
- Einigen von Land und Bund beim Thema der Sanierung und Verlängerung der Neckarschleusen, um den Neckar zukunftsfähig aufzustellen.
- Binnenwasserstraßen mit anderen Verkehrsträgern bei Finanzierung und politischer Prioritätensetzung gleichsetzen
Leistungsfähige Zu- und Ablaufstrecken als regionale Gemeinschaftsaufgabe
- Verkehrsträgerübergreifendes Baustellen‑ und Engpassmanagement für Schiene und Straße abstimmen, vor allem bei Sanierungen und Bauarbeiten an Hochstraßen, Rheinbrücken und Tunnelbauwerken in der Region
- Strukturelle Engpässe in Schienenknoten und auf Güterverkehrskorridoren wie dem Schienenknoten Rhein-Neckar, der Studernheimer Kurve sowie den Neubaustrecken Frankfurt – Mannheim und Mannheim – Karlsruhe beseitigen
- Leistungsfähige Fluss-Querungen als Teil eines robusten Gesamtsystems berücksichtigen. Vor allem die Rheinquerungen als kritische Infrastruktur betrachten und der Bund bei der Finanzierung in die Pflicht nehmen
Transformation, Energie und neue Anforderungen integrieren
- Alle verfügbaren Flächen hinsichtlich ihrer rechtlichen und regulatorischen Entwicklungsfähigkeit systemisch erfassen, bewerten und planungsrechtlich sichern
- Wasser- sowie landseitige Infrastruktur für künftige Nutzungen in strategischen Zukunftsfeldern gezielt aufbauen
Akzeptanz stärken, Kommunikation forcieren
- Wirtschaftliche Bedeutung der Häfen transparent, positiv und öffentlichkeitswirksam kommunizieren. Beispiel: Allein von den Häfen Mannheim und Ludwigshafen sind 33.000 Beschäftigte abhängig.
- Wenn nötig: Dialogformate etablieren, um frühzeitig Einigungen bei Themen rund um die Hafenstandorte zu erarbeiten; siehe “Zukunftsdialog Hafen Mannheim 2050” zwischen Stadt Mannheim, Hafen Mannheim, Verkehrsministerium und Finanzministerium Baden-Württemberg.
Mehr zum Thema:
- Die ausführlichen IHK-Positionen zu den Binnenhäfen (Juni 2026)
- Gemeinsame Potenzialstudie zu den Binnenhäfen Ludwigshafen und Mannheim von IHK Pfalz und IHK Rhein-Neckar (April 2026)
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