Existenzgründung

Mit Künstlicher Intelligenz zum Businessplan

Immer mehr Gründerinnen und Gründer nutzen Künstliche Intelligenz (KI), um ihren Businessplan effizienter zu erstellen. Tools wie ChatGPT, Claude oder spezialisierte Businessplan-Generatoren unterstützen dabei, Texte zu formulieren, Marktanalysen zu strukturieren und Finanzpläne zu modellieren. Wo liegen die Grenzen dieser Technologie und wie kann man KI gut in seinen Gründungsprozess einbinden?

Wie funktioniert KI?

KI-Tools verarbeiten große Mengen an Texten aus dem Internet und erkennen darin sprachliche Muster. Auf dieser Basis erzeugen sie Vorschläge, die inhaltlich passend wirken – ohne dabei auf gesicherten Fakten zu beruhen. Das bedeutet: Die Ausgaben können plausibel klingen, aber dennoch unvollständig, veraltet oder schlicht falsch sein. Das heißt, die Ergebnisse sollten stets kritisch geprüft werden und KI nur dort eingesetzt werden, wo ihre Stärken liegen.

Wie kann mir KI beim Businessplan helfen?

KI-Tools können im Gründungsprozess an vielen Stellen unterstützen – von der ersten Idee bis zur fertigen Planung:
  • Struktur und Inhalte: Ideen finden, strukturieren und optimieren; aus Stichpunkten oder Notizen fertigen Fließtext erstellen; Marketingpläne entwickeln und konkretisieren.
  • Orientierung und Vollständigkeit: Die einzelnen Abschnitte eines Businessplans erklären; an wichtige Inhalte erinnern, die nicht fehlen sollten; komplexe Sachverhalte verständlich aufbereiten.
  • Effizienz im Arbeitsalltag: Alternative Formulierungen vorschlagen; beim Überarbeiten und Verfeinern unterstützen; To-do-Listen und Checklisten erstellen; E-Mail-Vorlagen erzeugen.
Die Inhalte kommen vom Menschen. KI hilft lediglich dabei, die eigenen Gedanken klar und überzeugend darzustellen.

Wo sind die Grenzen der KI beim Businessplan?

KI unterstützt Sie beim Strukturieren und Formulieren – doch in zentralen Bereichen eines Businessplans stößt sie an klare Grenzen:
Ihre persönliche Situation bleibt einzigartig. Motive, Stärken, Erfahrungen und Ihr konkretes Umfeld kann keine KI kennen. Diese Informationen müssen Sie selbst einbringen. Beachten Sie außerdem: Persönliche Daten, die Sie in ein KI-Tool eingeben, fließen in dessen Verarbeitung ein – gehen Sie daher sorgsam damit um.
Finanzzahlen sind keine verlässliche Stärke der KI. KI-Tools wie ChatGPT, Claude oder Gemini sind auf Sprache ausgelegt, nicht auf Berechnungen. Sie können Strukturen für einen Finanzplan vorschlagen, aber keine individuellen Kosten, Preise oder Marktwerte garantieren. Selbst einfache Rechenoperationen können fehlerhaft sein – prüfen Sie alle Zahlen sorgfältig.
Regionale Besonderheiten sind oft unbekannt. Lokale Vorschriften, Genehmigungspflichten oder regionale Marktbedingungen müssen Sie separat recherchieren und prüfen. Findet die KI keine passenden Informationen zu einer bestimmten Region, besteht die Gefahr, dass sie Fakten erfindet – sogenannte „Halluzinationen".
Chancen und Risiken werden nicht realistisch bewertet. KI arbeitet auf Basis allgemeiner Muster und neigt dabei zu positiven Verzerrungen. Eine fundierte unternehmerische Einschätzung kann sie nicht ersetzen.
Inhalte können ungenau oder fehlerhaft sein. Prüfen und passen Sie alle KI-generierten Inhalte kritisch an. Nutzen Sie die Expertise von Fachleuten – etwa aus den regionalen Lotsendiensten oder der Beratung durch die IHK Potsdam.
Kurz gesagt: KI unterstützt beim Denken und Schreiben. Die fachlichen Entscheidungen, die Planung und die Umsetzung liegen immer beim Gründer oder Gründerin.

Wie unterstützt KI konkret?

KI kann man als Assistenten ohne Vorwissen betrachten: Sie weiß nichts über die Person, die Branche oder den Standort in dem eine Gründung gepalnt wird – außer dem, was der Mensch ihr mitteilt. Deshalb schrittweise arbeiten und in einem echten Dialog.
KI braucht:
  • überschaubare, konkrete Aufträge.
  • kleinteiliges arbeiten – ein Thema nach dem anderen.
  • Rückfragen stellen, Informationen ergänzen und Widersprüche hinterfragen.
Je präziser die Eingabe, desto hilfreicher die Antwort.

Praktische Beispiele aus dem Gründungsalltag

  1. Erste Ideen strukturieren Die Geschäftsidee beschreiben und sich erste Strukturen vorschlagen lassen: „Beschreibe meine Geschäftsidee: Hundesalon in Teltow für berufstätige Hundebesitzer. Welche Probleme löst meine Dienstleistung?""
  2. Zielgruppen definieren Bild von potenziellen Kundinnen und Kunden schärfen: „Wer ist eine mögliche Zielgruppe für [Ihre Geschäftsidee]?" „Welche Bedürfnisse haben diese Menschen?"
  3. Marketingideen entwickeln Passende Maßnahmen für das eigene Angebot und Standort vorschlagen lassen: „Welche kostengünstigen Marketingmaßnahmen passen zu meinem Angebot und meinem Standort?" oder „Welche aktuellen Markttrends gibt es in dem Bereich [Ihre Geschäftsidee]?“ „Welche Marketingmaßnahmen passen zu meiner Zielgruppe und meiner Idee?“
  4. Finanzplanung vorbereiten KI kann typische Kostenpositionen auflisten und Umsatzannahmen strukturieren – als erste Orientierung. Alle Zahlen müssen anschließend unbedingt individuell geprüft und mit realen Quellen abgeglichen werden.
  5. Texte für den Businessplan entwerfen KI nutzen, um erste Textbausteine zu erstellen, die anschließend personalisiert und präzisiert werden müssen.
  6. Fachinformationen verstehen KI kann komplexe Themen verständlich erklären und erste Einschätzungen liefern: „Erkläre mir das Prinzip der Gewerbesteuer. Wie hoch wäre die Gewerbesteuer bei einem Gewerbeertrag von 50.000 € in Premnitz im Vergleich zu Neuruppin?" Hinweis: Steuerliche Fragen sollten stets mit einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater geklärt werden.

Unser Tipp: Das Beste aus beiden Welten

KI kann gut als kreatives Werkzeug für Inspiration und erste Entwürfe genutzt werden– und die Unternehmenswerkstatt Deutschland (UWD) für eine strukturierte und professionelle Businessplanerstellung.
Das kostenlose Tool bietet alles, was man für einen überzeugenden Businessplan benötigt:
  • Strukturierte Planung mit gezielten Leitfragen und Beispieltexten
  • Integration KI-gestützter Textbausteine
  • Integrierte Finanzplanung
  • Direkte Kommentarfunktion durch IHK-Expertinnen und -Experten
  • Ergänzende Wissensdatenbank, Veranstaltungshinweise und Vertragsmuster
Unsere Empfehlung: Entwerfen Sie Texte und Planungsabschnitte mithilfe von KI – und lassen Sie Ihren Businessplan anschließend durch die IHK Potsdam prüfen, kommentieren und buchen Sie sich einen kostenlosen Beratungstermin. So verbinden Sie die Schnelligkeit moderner Technologie mit fundierter fachlicher Begleitung.
Dieser Beitrag wurde mithilfe von KI erstellt und redaktionell überarbeitet.