Berufe A bis Z

Gestalter/-in für visuelles Marketing

Welche Arbeitsgebiete sind typisch für den Beruf?

Gestalter für visuelles Marketing arbeiten im Handel (vorwiegend in Möbelhäusern), auf Messen, Ausstellungen und in der Industrie.
Sie entwickeln und realisieren visuelle Gestaltungskonzepte, die die Unternehmensphilosophie kommunizieren und die Absatzförderung unterstützen, präsentieren Waren, Produkten und Dienstleistungen und nutzen dabei Kunden- und Verkaufstrends für die visuellen Gestaltungskonzepte und das Gestalten von Verkaufs-, Präsentations- und Ausstellungsräumen. Sie kooperieren mit Verkaufs- und Ausstellungspersonal sowie anderen gestalterischen und werbenden Berufsgruppen. Bei ihren Tätigkeiten setzen sie die Wirkungen von Licht, Formen, Farben und anderen Gestaltungselementen wirkungsvoll ein. Außerdem planen und organisieren sie Events, Kundenforen und Promotion-Aktionen, beschaffen Werkstoffe und Präsentationsmittel unter wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten und setzen diese ein. Sie wenden Grafik-, Layout- und Bildbearbeitungsprogramme ein und führen von Kalkulationen sowie Erfolgskontrollen durch.

Welche beruflichen Fähigkeiten werden erlangt?

Die Berufsausbildung gliedert sich in:

  1. Der Ausbildungsbetrieb
    1. Stellung, Rechtsform und Struktur
    2. Berufsbildung, arbeits- und sozialrechtliche Grundlagen
    3. Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
    4. Umweltschutz
  2. Arbeitsorganisation, Kommunikation und Kooperation
    1. Arbeitsorganisation und Arbeitsplanung
    2. Teamarbeit und Kooperation
    3. Kundenorientierte Kommunikation
    4. Informations- und Kommunikationssysteme
    5. Qualitätssicherung
    6. Anwenden von Englisch bei Fachaufgaben
  3. Grundlagen des visuellen Marketings
    1. Visuelle Verkaufsförderung als Instrument der Unternehmenspolitik
    2. Präsentation von Waren, Produkten und Dienstleistungen
    3. Visuelle Verkaufsförderung und Werbung
  4. Werkstoffe, Werkzeuge und Geräte
  5. IT-Anwendungen
  6. Projekte des visuellen Marketings
    1. Entwurf und Planung
    2. Umsetzung
  7. Steuerung von Projekten visuellen Marketings
    1. Beschaffung
    2. Kalkulation
    3. Erfolgskontrolle
    4. Kaufmännische Steuerung und Kontrolle

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Regelausbildungszeit ist 3 Jahre (36 Monate).

Nach welcher Ausbildungsordnung wird ausgebildet?

Die Rechtsgrundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Gestalter für visuelles Marketing/zur Gestalterin für visuelles Marketing
vom 12.05.2004 mit der Änderungsverordnung vom vom 30.06.2009
Inkrafttreten: 01.08.2004

Welche ist die zuständige Berufsschule?

Für Ausbildungsunternehmen in Landkreisen
Zuständige Berufsschule
Beschulungsform
  • Brandenburg a.d.H. (BRB)
  • Havelland (HVL)
  • Oberhavel (OHV)
  • Ostprignitz-Ruppin (OPR)
  • Potsdam (P)
  • Potsdam-Mittelmark (PM)
  • Prignitz (PR)
  • Teltow-Fläming (TF)
Wilhelm-Ostwald-Schule
(Abt. 1)
Immenweg 6
12169 Berlin (Steglitz)
Tageweise

Wie läuft die Prüfung ab?

Zwischenprüfung

Die Zwischenprüfung dient der Ermittlung des Ausbildungsstandes und geht nicht ins Endergebnis ein. Sie soll in der Mitte des 2. Ausbildungsjahres stattfinden.
Prüfungsbereich Dauer und Art Gewichtung
Zwischenprüfung
180 Minuten schriftlich
Ermittlung des Ausbildungsstandes

Abschlussprüfung

Prüfungsbereich Dauer und Art Gewichtung
Visuelle Verkaufsförderung
120 Minuten schriftlich
20% des Gesamtergebnisses
Projektplanung und -steuerung
90 Minuten schriftlich
20% des Gesamtergebnisses
Wirtschafts- und Sozialkunde
60 Minuten schriftlich
10% des Gesamtergebnisses
Praktische Arbeitsaufgabe
30 Minuten praktisch
50% des Gesamtergebnisses

Ablauf der praktischen Prüfung

Der Prüfling soll in insgesamt höchstens 21 Stunden eine von zwei ihm zur Wahl gestellten Arbeitsaufgaben durchführen und dokumentieren. Während dieser Zeit soll er in insgesamt höchstens fünf Stunden eine Konzeption entwickeln und in insgesamt höchstens 30 Minuten diese präsentieren und ein Fachgespräch führen.
Die Konzeption soll insbesondere Skizzen, Reinzeichnungen und Bereitstellungslisten beinhalten. Hierfür kommt insbesondere die Entwicklung einer Gestaltungskonzeption sowie deren Umsetzung in Betracht. Durch die Umsetzung und Dokumentation der Arbeitsaufgabe soll der Prüfling zeigen, dass er Arbeitsabläufe unter Beachtung wirtschaftlicher, technischer und organisatorischer Vorgaben selbstständig und kundenorientiert planen und durchführen kann. Dabei soll er zeigen, dass er Gestaltungsmittel anwenden, Waren, Produkte oder Dienstleistungen präsentieren, Räume inszenieren, Typografie einsetzen und berufstypische IT-Anwendungen nutzen kann.
Durch die Präsentation und das Fachgespräch soll der Prüfling zeigen, dass er fachbezogene Probleme und deren Lösungen darstellen, die für die Arbeitsaufgabe relevanten fachlichen Hintergründe aufzeigen sowie die Vorgehensweise bei der Ausführung der Arbeitsaufgabe begründen kann.

Zusatzqualifikation

Laut Ausbildungsordnung ist keine Zusatzqualifikation möglich.

Wann findet die Prüfung statt?

Die Prüfungszeitpunkte sind in der Ausbildungsordnung geregelt:
Prüfungsteil Prüfungszeitpunkt
Zwischenprüfung
Mitte des 2. Ausbildungsjahres
Abschlussprüfung
Am Ende der Berufsausbildung
Die Prüfungszeitpunkte werden durch die zuständige Stelle (IHK Potsdam) festgelegt. Die festgelegten Prüfungszeitpunkte werden mit Eintragungsbestätigung des Ausbildungsvertrages mitgeteilt.
Die schriftliche Prüfung findet an bundeseinheitlichen Terminen statt. Informationen zu Prüfungsterminen: Aufgabenstelle für kaufmännische Abschluss- und Zwischenprüfungen (IHK-AKA)
Die Termine der praktischen Prüfung teilt die zuständige Stelle (IHK Potsdam) 4-6 Wochen vor Termin mit.

Wie ist der Berufsabschluss dem Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) zuzuordnen?

Dieser Abschluss ist im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) dem Niveau 4 zugeordnet.

Welche Fortbildungsmöglichkeiten habe ich?

Fortbildung Einordnung im DQR
Fachkaufmann/-frau für Werbung und Kommunikation
DQR 6
Fachwirt/-in Public Relations
DQR 6
Raumausstattermeister/-in
DQR 6