Berufe A bis Z

Oberflächenbeschichter/-in

Welche Arbeitsgebiete sind typisch für den Beruf?

Anwenden von Beschichtungsverfahren der chemischen und elektrochemischen Abscheidung von Metallen und Legierungen, der Anodisations- und Dünnschichttechnik sowie das Feuerverzinken, Anwenden mechanischer, chemischer und elektrolytischer Verfahren der Vor- und Nachbehandlung von unbeschichteten und beschichteten Oberflächen, Erzeugen dekorativer oder funktioneller Schichten durch chemische und elektrochemische Abscheidung von Metallen und Legierungen, anodische Oxidation, Dünnschichttechniken oder Feuerverzinken, Anwenden der Grundlagen der mechanischen Fertigungs- und Fügeverfahren, Entfernen von Beschichtungen auf unterschiedlichen Grundwerkstoffen mit mechanischen, chemischen, elektronischen und physikalischen Verfahren, Planen und Koordinieren des Arbeitsablaufs mit den vor- und nachgelagerten Fertigungsprozessen, Steuern des Fertigungsprozesses, Bedienen, Überwachen und Warten technischer Einrichtungen und Anlagen, insbesondere durch die Eingabe von Prozessparametern, Eingriffe in Steuerprogramme, die Dokumentation des Funktions- und Prozessablaufs einschließlich der peripheren Einrichtungen, Berücksichtigen von ökologischen Aspekten in allen Phasen des Fertigungsprozesses, insbesondere der Verfahren der Stoffrückführung und -rückgewinnung, Sichern der Qualität der Erzeugnisse im Rahmen von Qualitätsmanagement durch den Einsatz von Prüfmitteln sowie der systematischen Fehlersuche und -analyse, Selbständiges Ausführen der im Arbeitsbereich übertragenen Aufgaben.

Welche beruflichen Fähigkeiten werden erlangt?

Die Berufsausbildung gliedert sich in berufsprofilgebende Qualifikationen:

  1. Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,
  2. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
  3. Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
  4. Umweltschutz,
  5. Betriebliche und technische Kommunikation,
  6. Planen und Steuern von Arbeitsabläufen; Kontrollieren und Beurteilen der Ergebnisse,
  7. Prüfen, Anreißen und Kennzeichnen,
  8. Grundlagen der mechanischen Fertigungs- und Fügeverfahren, Herstellen von Betriebsmitteln,
  9. Erfassen von Messwerten,
  10. Warten von Betriebsmitteln,
  11. Vor- und Nachbehandeln von unbeschichteten und beschichteten Oberflächen,
  12. Regeln von Produktionsprozessen,
  13. Umgang mit Betriebs- und Gefahrstoffen, verfahrenstechnische Grundoperationen,
  14. Qualitätsmanagement,
  15. Wärmebehandlung,
  16. Einsetzen von Vorrichtungen und Gestellen,
  17. Oberflächentechnologie:
    1. Alternative A: Chemische und elektrochemische
    2. Abscheidung von Metallen und Legierungen,
    3. Alternative B: Anodisationstechnik,
    4. Alternative C: Dünnschichttechnik,
    5. Alternative D: Feuerverzinken,
  18. Bedienen, Überwachen und Warten von Einrichtungen und Anlagen,
  19. Entfernen von Beschichtungen,
  20. Beurteilen von Oberflächen,
  21. Verfahren der Umwelttechnik.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Regelausbildungszeit ist 3 Jahre (36 Monate).

Nach welcher Ausbildungsordnung wird ausgebildet?

Die Rechtsgrundlage ist die Neufassung der Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Metallberufen vom 23.März 2005 (BGBl. I S. 3074)
Inkrafttreten: 01.08.2005

Welche ist die zuständige Berufsschule?

Für Ausbildungsunternehmen in den Landkreisen
Zuständige Berufsschule
Beschulungsform
Brandenburg a.d.H. (BRB)
Havelland (HVL)
Oberhavel (OHV)
Ostprignitz-Ruppin (OPR)
Potsdam (P)
Potsdam-Mittelmark (PM)
Prignitz (PR)
Teltow-Fläming (TF)
Berufliches Schulzentrum für Bau- und Oberflächentechnik
Werdauer Str. 72
08060 Zwickau
Tel.: 0375-572174
Blockunterricht
2 Wochen Rhythmus

Wie läuft die Prüfung ab?

Die Prüfung findet in zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen, der Zwischenprüfung und der Abschlussprüfung statt. Die Zwischenprüfung dient der Ermittlung des Ausbildungsstandes.

Zwischenprüfung

Das Ergebnis der Zwischenprüfung dient der Ermittlung des Ausbildungsstandes und geht nicht in das Ergebnis der Abschlussprüfung ein.
Prüfungsfach Dauer und Art Gewichtung
komplexe Arbeitsaufgabe+
situatives Fachgespräch
7 Stunden - praktisch
15 Minuten - mündlich
100% der Zwischenprüfung

Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
Prüfungsfach Dauer und Art Gewichtung
Verfahrenstechnik
90 Minuten schriftlich
legt der Prüfungsausschuss fest
Qualität und Umwelt
90 Minuten schriftlich
legt der Prüfungsausschuss fest
Wirtschafts- und Sozialkunde
60 Minuten schriftlich
legt der Prüfungsausschuss fest
2 Arbeitsaufgaben durch-
führen + begleitendes Fachgespräch
12 Stunden – praktisch
30 Minuten - mündlich
100% der betrieblichen Arbeitsaufgabe

Zusatzqualifikation

Laut Ausbildungsordnung ist keine Zusatzqualifikation möglich.

Wann findet die Prüfung statt?

Die Prüfungszeitpunkte sind in der Ausbildungsverordnung geregelt:
Prüfungsteil Prüfungszeitpunkt
Zwischenprüfung
vor Beendigung des zweiten Ausbildungsjahres
Abschlussprüfung
am Ende der Ausbildungszeit (36 Monate)
Die Prüfungszeitpunkte werden durch die zuständige Stelle (IHK Potsdam) festgelegt. Die festgelegten Prüfungszeitpunkte werden mit Eintragungsbestätigung des Ausbildungsvertrages mitgeteilt.
Die schriftliche Prüfung findet an bundeseinheitlichen Terminen statt. Informationen zu Prüfungsterminen: Prüfungsaufgaben- und Lehrmittelentwicklungsstelle (IHK-PAL)
Die Termine der praktischen Prüfung teilt die zuständige Stelle (IHK Potsdam) 4-6 Wochen vor Termin mit.

Wie ist der Berufsabschluss dem Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) zuzuordnen?

Dieser Abschluss ist im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) dem Niveau 4 zugeordnet.

Welche Fortbildungsmöglichkeiten habe ich?

Fortbildung Einordnung im DQR
Industriemeister/-in (Gepr.) - Oberflächenbeschichtung
DQR 6
Galvaniseurmeister/-in
DQR 6