Berufe A bis Z

Bestattungsfachkraft

Welche Arbeitsgebiete sind typisch für den Beruf?

Bestattungsfachkräfte arbeiten in Bestattungsunternehmen und Friedhofsverwaltungen. Sie beraten Angehörige, organisieren Bestattungen, versorgen Verstorbene und führen friedhofstechnische Arbeiten durch. Außerdem informieren sie über Bestattungsvorsorge und Finanzierungsmöglichkeiten. Dabei beachten sie rechtliche Vorgaben, Hygienevorschriften sowie kulturelle und religiöse Bräuche. Auch Verwaltungsaufgaben, Kostenplanung und der Umgang mit Werkzeugen und technischen Geräten gehören zu ihrem Tätigkeitsbereich.

Welche beruflichen Fähigkeiten werden erlangt?

Die Berufsausbildung gliedert sich in:

  1. Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
  2. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
  3. Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
  4. Umweltschutz
  5. Umgang mit Informations- und Kommunikationstechniken
  6. Planen von Arbeitsabläufen, Ausführen von Geschäfts- und Verwaltungsvorgängen
  7. Handhaben und Warten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und technischen Einrichtungen
  8. Qualitätssichernde Maßnahmen und Kundenorientierung.
  1. Durchführen von Trauerfeiern, Beisetzungen und Bestattungen
  2. Bearbeiten von Bestattungsaufträgen
  3. Riten und Gebräuche
  4. Berufsbezogene Rechtsvorschriften, Normen und technische Unterlagen
  5. Be- und Verarbeiten von Werk- und Hilfsstoffen, Durchführen warenkundlicher Arbeiten
  6. Psychologische Maßnahmen
  7. Bestattungsvorsorge

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Regelausbildungszeit ist 3 Jahre (36 Monate).

Nach welcher Ausbildungsordnung wird ausgebildet?

Die Rechtsgrundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung zur Bestattungsfachkraft vom 07.05.2007 mit Berichtigung vom 29.05.2007
Inkrafttreten: 01.08.2007

Welche ist die zuständige Berufsschule?

Für Ausbildungsunternehmen in Landkreisen
Zuständige Berufsschule
Beschulungsform
  • Brandenburg a.d.H. (BRB)
  • Havelland (HVL)
  • Oberhavel (OHV)
  • Ostprignitz-Ruppin (OPR)
  • Potsdam (P)
  • Potsdam-Mittelmark (PM)
  • Prignitz (PR)
  • Teltow-Fläming (TF)
Berufsbildende Schulen Springe
Paul-Schneider-Weg
31832 Springe
Telefon: 05041/951-0
Wochenblock
  • Brandenburg a.d.H. (BRB)
  • Havelland (HVL)
  • Oberhavel (OHV)
  • Ostprignitz-Ruppin (OPR)
  • Potsdam (P)
  • Potsdam-Mittelmark (PM)
  • Prignitz (PR)
  • Teltow-Fläming (TF)
Staatliche Berufsschule Bad Kissingen
Seestraße 11
97688 Bad Kissingen
Telefo: 0971 7206 0
Wochenblock

Wie läuft die Prüfung ab?

Zwischenprüfung

Die Zwischenprüfung dient der Ermittlung des Ausbildungsstandes und geht nicht ins Endergebnis ein. Sie soll vor dem Ende des 2. Ausbildungsjahres stattfinden.
Prüfungsfach Dauer und Art Gewichtung
Warenkundliche Aufgaben und grabtechnische Arbeiten
Insgesamt 9 Stunden, inklusive 120 Minuten schriftlich und 10 Minuten Fachgespräch
Ermittlung des Ausbildungsstandes

Abschlussprüfung

Prüfungsfach Dauer und Art Gewichtung
Bestattungsorganisation
120 Minuten schriftlich
20% des Gesamtergebnisses
Geschäfts- und Verwaltungsvorgänge
120 Minuten schriftlich
20% des Gesamtergebnisses
Wirtschafts- und Sozialkunde
60 Minuten schriftlich
10% des Gesamtergebnisses
Bestattungsdurchführung
14 Stunden praktisch inkl. 20 Minuten Fachgespräch
50% des Gesamtergebnisses

Ablauf der praktischen Prüfung

Zugrundeliegender Tätigkeitsbereich: Vorbereiten und Durchführen einer Bestattung
Der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe durchführen und mit praxisbezogenen Unterlagen dokumentieren sowie hierüber ein situatives Fachgespräch führen. Dabei soll der Prüfling folgende Fähigkeiten nachweisen:
  • Personen beraten
  • Riten und Gebräuche umsetzen
  • Bestattungsaufträge bearbeiten
  • verwaltungs- und friedhofstechnische Arbeiten durchführen
  • Verstorbene versorgen
  • den Ablauf von Bestattungen planen
  • die Durchführung von Bestattungen organisieren
  • Arbeitsabläufe unter Beachtung wirtschaftlicher, technischer, organisatorischer, rechtlicher und zeitlicher Vorgaben selbstständig planen und durchführen
  • kundenorientiert handeln
  • Arbeitszusammenhänge erkennen
  • Arbeitsergebnisse kontrollieren sowie
  • Maßnahmen zur Sicherheit, zur Hygiene und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und zur Qualitätssicherung ergreifen
Die Prüfungszeit beträgt insgesamt 14 Stunden; innerhalb dieser Zeit soll das situative Fachgespräch in 20 Minuten durchgeführt werden.

Zusatzqualifikation

Laut Ausbildungsordnung ist keine Zusatzqualifikation möglich.

Wann findet die Prüfung statt?

Die Prüfungszeitpunkte sind in der Ausbildungsordnung geregelt:
Prüfungsteil Prüfungszeitpunkt
Zwischenprüfung
vor dem Ende des 2. Ausbildungsjahres
Abschlussprüfung
Am Ende der Berufsausbildung
Die Prüfungszeitpunkte werden durch die zuständige Stelle festgelegt. Die festgelegten Prüfungszeitpunkte werden mit Eintragungsbestätigung des Ausbildungsvertrages mitgeteilt.
Die Termine der praktischen Prüfung teilt die zuständige Stelle (IHK Potsdam) 4-6 Wochen vor Termin mit.

Wie ist der Berufsabschluss dem Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) zuzuordnen?

Dieser Abschluss ist im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) dem Niveau 4 zugeordnet.

Welche Fortbildungsmöglichkeiten habe ich?

Fortbildung Einordnung im DQR
Bestattermeister/-in
DQR 6