Berufe A bis Z

Fachpraktiker/-in Küche

Welche Arbeitsgebiete sind typisch für den Beruf?

Die Gestaltung der Ausbildung zum Fachpraktiker Küche/zur Fachpraktikerin Küche (alte Bezeichnung Beikoch) orientiert sich an der Ausbildung zum Koch/Köchin. Fachpraktiker Küche arbeiten vorwiegend in Restaurants und in der Gemeinschaftsgastronomie zum Beispiel in Schulen, Mensen, Krankenhäusern, Altenheimen und Betriebsrestaurants.
Sie bereiten verschiedene einfache Gerichte und wenden dabei einfache arbeits- und küchentechnischer Verfahren an. Sie setzen Geräten, Maschinen und Gebrauchsgüter ein und berücksichtigen Vorschriften zu Hygiene, Umwelt- und Gesundheitsschutz. Auch der Umgang mit Gästen gehört zu ihren Aufgaben.

Welche beruflichen Fähigkeiten werden erlangt?

Gegenstand der Ausbildung zum Fachpraktiker Küche/zur Fachpraktikerin Küche sind mindestens die folgenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:

  1. Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,
  2. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
  3. Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
  4. Umweltschutz,
  5. Umgang mit Gästen,
  6. Arbeitsplanung; Einsetzen von Geräten, Maschinen und Gebrauchsgütern,
  7. Hygiene,
  8. Warenwirtschaft,
  9. Anwenden einfacher arbeits- und küchentechnischer Verfahren,
  10. Verarbeiten von pflanzlichen Nahrungsmitteln,
  11. Vor- und Zubereitungsarbeiten in der kalten Küche,
  12. Herstellen von Grundsuppen und Grundsoßen,
  13. Verarbeiten von Fleisch, Geflügel und Fisch,
  14. Zubereiten einfacher Speisen aus Molkereiprodukten und Eiern,
  15. Herstellen und Anrichten von einfachen Frucht- und Süßspeisen,
  16. Verarbeiten und Anrichten von Halbfertig- und Fertigprodukten.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Regelausbildungszeit ist  3 Jahre (36 Monate).

Nach welcher Ausbildungsordnung wird ausgebildet?

Die Rechtsgrundlage ist die Ausbildungsregelung der IHK Potsdam für die Ausbildung von behinderten Menschen zum Fachpraktiker Küche / zur Fachpraktikerin Küche vom 12.12.2012.
Inkrafttreten: 2013

Welche ist die zuständige Berufsschule?

Sofern der berufstheoretische Unterricht nicht direkt beim Bildungsanbieter stattfindet, kommen folgende Berufsschulen in Betracht.
Für Ausbildungsunternehmen in den Landkreisen
Zuständige Berufsschule
Beschulungsform
Brandenburg a.d.H. (BRB)
Havelland (HVL)
Oberhavel (OHV)
Ostprignitz-Ruppin (OPR)
Potsdam (P)
Potsdam-Mittelmark (PM)
Prignitz (P)
Teltow-Fläming (TF)
OSZ Johanna Just Potsdam
Berliner Straße 114-115, 14467 Potsdam
Wochenblock
Genehmigte Ersatzschule / Berufsschule
Oberlinhaus Berufsbildungswerk Potsdam
Oberlin Berufliche Schulen
Steinstr. 80/82/84, 14480 Potsdam

Wie läuft die Prüfung ab?

Zwischenprüfung

Das Ergebnis der Zwischenprüfung dient der Ermittlung des Ausbildungsstandes und geht nicht in das Ergebnis der Abschlussprüfung ein.
Prüfungsfach Dauer und Art Gewichtung
Planen von Arbeitsschritten
Anwenden von Arbeitstechniken und
Präsentieren von Produkten
180 Minuten praktisch
Ermittlung des Ausbildungsstandes

Abschlussprüfung

Prüfungsfach Dauer und Art Gewichtung
Technologie
60 Minuten schriftlich
60 % des Ergebnisses innerhalb der schriftlichen Prüfung
Fachrechnen
90 Minuten schriftlich
20 % d es Ergebnisses innerhalb der schriftlichen Prüfung
Wirtschafts- und Sozialkunde
45 Minuten schriftlich
20 % d es Ergebnisses innerhalb der schriftlichen Prüfung
Praktische Prüfung
360 Minuten praktisch, inkl. 10 Minuten Fachgespräch
50 % des Gesamtergebnisses

Ablauf der praktischen Prüfung

In der praktischen Prüfung soll der Prüfling in insgesamt höchstens sechs Stunden zwei Arbeitsproben durchführen, in denen jeweils ein Gericht für vier Personen zuzubereiten und zu präsentieren ist, und hierüber ein auftragsbezogenes Fachgespräch von höchstens zehn Minuten führen. Dabei kommen folgende Bereiche in Betracht:
1. Suppen
2. einfache Gerichte aus Fleisch, Geflügel oder Fisch
3. einfache Eiergerichte
4. einfache Frucht- oder Süßspeisen
5. fleischlose Gerichte
6. Gemüse und Sättigungsbeilagen
7. kalte Platten
Die Bereiche werden vom Prüfungsausschuss benannt. Bei der Durchführung der Arbeitsproben soll der Prüfling zeigen, dass er Maschinen und Gebrauchsgüter wirtschaftlich und umweltbewusst einsetzen sowie Sicherheit, Gesundheitsschutz und Hygiene bei der Arbeit berücksichtigen kann.
In den vom Prüfling durchzuführenden Arbeitsproben muss die Herstellung eines Hauptgerichtes enthalten sein.
Bei der Zubereitung des jeweiligen Gerichtes kann der Prüfling nach eigenem Ermessen einen vorbereiteten Arbeitsablaufplan und Rezepturen verwenden.
Dem Prüfling kann für die Arbeitsproben ein Warenkorb vorgegeben werden. Der Warenkorb besteht aus Pflicht- und Wahlkomponenten; diese werden vom Prüfungsausschuss benannt. Der Prüfling hat aus den Wahlkomponenten eine Auswahl zu treffen.
Wird ein Warenkorb zur Verfügung gestellt, so ist dieser dem Prüfling vier Wochen vor der praktischen Prüfung bekannt zu geben. Der Prüfling hat dem Prüfungsausschuss das Gericht für jede Arbeitsprobe spätestens eine Woche vor der Prüfung schriftlich zu benennen.
Prüfungszeit: 360 Minuten, inklusive 10 Minuten Fachgespräch

Zusatzqualifikation

Laut Ausbildungsordnung ist keine Zusatzqualifikation möglich.

Wann findet die Prüfung statt?

Die Prüfungszeitpunkte sind in der Ausbildungsordnung geregelt:
Prüfungsteil Prüfungszeitpunkt
Zwischenprüfung
Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres
Abschlussprüfung
Am Ende der Berufsausbildung
Die Prüfungszeitpunkte werden durch die zuständige Stelle (IHK Potsdam) festgelegt. Die festgelegten Prüfungszeitpunkte werden mit Eintragungsbestätigung des Ausbildungsvertrages mitgeteilt.
Die schriftliche Prüfung findet an bundeseinheitlichen Terminen statt. Informationen zu Prüfungsterminen: Prüfungsaufgaben- und Lehrmittelentwicklungsstelle (IHK-PAL)
Die Termine der praktischen Prüfung teilt die zuständige Stelle (IHK Potsdam) 4-6 Wochen vor Termin mit.

Wie ist der Berufsabschluss dem Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) zuzuordnen?

Dieser Abschluss ist dem Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) nicht zugeordnet.

Welche Fortbildungsmöglichkeiten habe ich?

Ein Übergang von der Fachpraktiker-Ausbildung in einen anerkannten Ausbildungsberuf ist kontinuierlich zu prüfen und bei Eignung zu ermöglichen.
Die anteilige Anrechnung der bereits zurück gelegten Ausbildungsinhalte ist je nach individuellen Voraussetzungen möglich.
Fortbildung Einordnung im DQR
Fachkraft Küche
DQR 3
Koch / Köchin
DQR 4