Gemeinsam Lösungen finden

Brandenburgische IHKs zur Halbzeitbilanz der Landesregierung

„Die Landesregierung musste bereits kurz nach Amtsantritt in den Krisenmodus schalten. Überschattet wurden die ambitionierten Vorhaben der Koalition durch die Corona-Pandemie, die Afrikanische Schweinepest und ganz aktuell durch den Krieg in der Ukraine. Mit diesen nie dagewesenen Konflikten, deren Auswirkungen auf die Wirtschaft immens sind, steht die Landesregierung vor neuen Herausforderungen, die vorausschauende und tragbare Lösungen erfordern. Die regionale Wirtschaft ist dazu bereit“, sagt Carsten Christ, Präsident der IHK Ostbrandenburg, für die brandenburgische Landesarbeitsgemeinschaft der IHKs.   
„Die steigenden Energie- und Rohstoffpreise gehören zu den größten wirtschaftlichen Risiken der heutigen Zeit. Neun von zehn Unternehmern sind davon betroffen. Ein Thema, für das kurzfristig und perspektivisch Lösungen gefunden werden müssen.  
Mit Blick auf die Halbzeitbilanz müssen wir die Digitalisierung in allen Bereichen der Gesellschaft viel stärker voranbringen. Verwaltung und Wirtschaft müssen die Potentiale nutzen, um Genehmigungsprozesse zu beschleunigen und schneller an die Kunden zu gelangen. Der weitere Breitbandausbau ist dazu eine Voraussetzung.  
In der zweiten Hälfte der Regierungszeit sind die Infrastrukturvorhaben voranzubringen, um den wachsenden Pendlerströmen und gestiegenen gewerblichen Verkehren multimodal Rechnung zu tragen. Mehr Tempo ist auch bei der Flächenentwicklung gefragt. Hier sind nicht nur finanzielle Hilfen, sondern auch eine umfassendere Steuerung der Entwicklung notwendig, denn zurzeit wird in keiner Weise mit der stark gestiegenen Flächennachfrage Schritt gehalten. Dies alles kann aber nur gelingen, wenn auf allen Ebenen die Zusammenarbeit mit dem Land Berlin verbessert und verstetigt wird, so dass die Vorhaben aus dem strategischen Gesamtrahmen schnellstens umgesetzt werden."