Medien-Information
Auch die Branchenentwicklung zeigt ein gemischtes Bild: Während Kunststoffindustrie und Maschinenbau im ersten Halbjahr zulegen konnten, lagen Ernährungsgewerbe und Fahrzeugbau unter dem Vorjahresniveau. Die Beschäftigung in den Industrieunternehmen ab 50 Beschäftigten stieg im Halbjahresdurchschnitt um ein Prozent auf 81.149 Personen.
Industrieumsatz im Oldenburger Land stabilisiert sich
Auslandsumsatz und Großaufträge stützen Umsatzentwicklung
76/2026 vom 25. September 2026
Der Umsatz der Industrieunternehmen im Oldenburger Land ist in den ersten sechs Monaten des Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht gestiegen – um 0,5 Prozent auf knapp 15 Milliarden Euro. Der Auslandsumsatz legte um 4,5 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro zu. Die Exportquote erhöhte sich damit auf 30,5 Prozent. Niedersachsenweit gingen die Industrieumsätze dagegen um 0,2 Prozent zurück. Das berichtet die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK) auf Grundlage von Daten des Landesamtes für Statistik Niedersachsen.
„Die regionale Industrie zeigt sich im ersten Halbjahr 2026 angesichts der vielen Krisen bemerkenswert widerstandsfähig, von einer breiten Erholung kann aber noch keine Rede sein“, kommentiert Björn Schaeper, Geschäftsführer der IHK für Wirtschaftspolitik, die Umsatzentwicklung. In erster Linie stützen Auslandsnachfrage und einzelne industrielle Großaufträge die Umsätze. Die regionalen Unterschiede zwischen den Regionen blieben groß.
„Die regionale Industrie zeigt sich im ersten Halbjahr 2026 angesichts der vielen Krisen bemerkenswert widerstandsfähig, von einer breiten Erholung kann aber noch keine Rede sein“, kommentiert Björn Schaeper, Geschäftsführer der IHK für Wirtschaftspolitik, die Umsatzentwicklung. In erster Linie stützen Auslandsnachfrage und einzelne industrielle Großaufträge die Umsätze. Die regionalen Unterschiede zwischen den Regionen blieben groß.
| Region | Umsatzveränderung gegenüber 1. Halbjahr 2025 |
| Stadt Delmenhorst | -3,3% |
| Stadt Oldenburg | -0,8% |
| Stadt Wilhelmshaven | -7,7% |
| Landkreis Ammerland | -10,6% |
| Landkreis Cloppenburg | -0,9% |
| Landkreis Friesland | +6,7% |
| Landkreis Oldenburg | -1,2% |
| Landkreis Vechta | +3,1% |
| Landkreis Wesermarsch | +12,7% |
Weitere Details in unserer Regionalreports
| Branche | Umsatzveränderung gegenüber 1. Halbjahr 2025 |
| Ernährungsgewerbe | -4,7% |
| Kfz- und Sonstiger Fahrzeugbau | -1,8% |
| Maschinenbau | +1,2% |
| Kunststoffindustrie | +8,2 % |
Weitere Details in unseren Branchenreports.
Auch die Branchenentwicklung zeigt ein gemischtes Bild: Während Kunststoffindustrie und Maschinenbau im ersten Halbjahr zulegen konnten, lagen Ernährungsgewerbe und Fahrzeugbau unter dem Vorjahresniveau. Die Beschäftigung in den Industrieunternehmen ab 50 Beschäftigten stieg im Halbjahresdurchschnitt um ein Prozent auf 81.149 Personen.
„Der leichte Zuwachs ist ein Stabilisierungssignal, mehr aber nicht“, mahnt Schaeper. Die schwache Inlandsnachfrage, hohe Energiepreise, steigende Arbeits- und Produktionskosten sowie unsichere außenwirtschaftliche Rahmenbedingungen blieben für viele Unternehmen spürbare Belastungen. Umso wichtiger sind aus Sicht der IHK wirtschaftspolitische Reformen: „Die Unternehmen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie, wettbewerbsfähige Energiepreise und mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt.“ Das angekündigte Reformpaket könne die Stimmung aufhellen, müsse dafür aber konsequent umgesetzt werden. Nur so könne aus der Stabilisierung ein tragfähiger Aufschwung werden.