Medien-Information
Handlungsbedarf für mehr Redundanz und Resilienz
Neue Studie unterstreicht auch Ergebnisse einer IHK-Analyse
70/2026 vom 3. September 2026
IHK-Statement zur aktuellen Studie von „DB Cargo“ und „DB InfraGO“ gemeinsam mit dem Terminalbetreiber „HES International“ und dem Energieunternehmen „Harbour Energy“ zu Kohlendioxidtransporten nach Wilhelmshaven:
Die aktuelle Machbarkeitsstudie für CO2-Transporte auf der Schiene ab Wilhelmshaven ist ein sehr positives Signal für die Wirtschaft der Region und macht den Handlungsbedarf in Sachen Schienenausbau deutlich. „Mit der weiter wachsenden Bedeutung Wilhelmshavens als Energiedrehscheib wird der Schienenverkehr deutlich zunehmen“, sagt Felix Jahn, Geschäftsführer für Verkehr bei der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer. „Das zeigt auch die Schienenkapazitätsanalyse, die wir gemeinsam mit dem Energy Hub Wilhelmshaven erstellt haben. Beide Studien untermauern den dringenden Handlungsbedarf für mehr Redundanz und Resilienz in der Hinterlandanbindung von Deutschlands einzigem Tiefwasserhafen.“ Das Netz sei darauf nur unzureichend vorbereitet. Für das drängendste Nadelöhr, die Eisenbahnbrücke in Oldenburg, brauche es endlich einen verbindlichen Zeit- und Finanzierungsplan seitens der DB InfraGO und des Bundes. Aber auch Maßnahmen wie der Bau eines weiteren Bahnsteiges in Sande sowie der Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke Oldenburg – Osnabrück als Flextrasse für den Personen- und Güterverkehr dürften nicht aufgeschoben werden.
Im Mai hatte die Oldenburgische IHK die aktualisierte Kapazitätsanalyse der Schieneninfrastruktur im gesamten Weser-Ems-Gebiet vorgestellt. Die Aktualisierung hatte sie gemeinsam mit dem Energy Hub Wilhelmshaven beim Verkehrswissenschaftlichen Institut der Rheinisch-Westfälischen Technische Hochschule (RWTH) Aachen in Auftrag gegeben. Die Basis bildete eine erste Untersuchung von 2021, die das gesamte Gebiet von Ostfriesland bis Bremen und Osnabrück umfasst. Bei der Aktualisierung des Gutachtens wurden auch die prognostizierten Verkehrsmengen, die sich zukünftig durch den Energy Hub Wilhelmshaven ergeben, berücksichtigt.