Medien-Information

Mehrheit der Betriebe würde sich wieder in Wilhelmshaven und Friesland ansiedeln

45/2022 vom 30. Mai 2022

Die Zufriedenheit der Unternehmerinnen und Unternehmer mit ihrem Standort in der Region Wilhelmshaven-Friesland ist in den vergangenen sechs Jahren deutlich gestiegen. Laut dem aktuellen IHK-Standortatlas würden sich in der Stadt Wilhelmshaven 84 Prozent (2016: 62 Prozent) und im Landkreis Friesland 86 Prozent (69 Prozent) der Befragten erneut ansiedeln.

Der regionale IHK-Beirat diskutierte die Ergebnisse bei seinem aktuellen Treffen in Jever mit dem friesländischen Landrat Sven Ambrosy und dem Wilhelmshavener Wirtschaftsförderer Alexander Leonhardt. „Die IHK-Standortumfrage ist ein guter Kompass, um Themenfelder zu identifizieren, auf denen die Wirtschaft aktuell und für die kommenden Jahre konkreten Handlungsbedarf vor Ort sieht", sagt Michael Engelbrecht, Beiratsvorsitzender und IHK-Vizepräsident. „Die Unternehmen wünschen sich regionsübergreifend schnellere Genehmigungsverfahren in der Verwaltung, neue Mobilitätskonzepte für eine bessere Verkehrsanbindung und eine Senkung von Steuern und Abgaben."

Immer gravierender werde auch das Thema fehlende Arbeitskräfte, so Engelbrecht weiter. Dabei gehe es längst nicht mehr nur um Fach- und Führungspersonal, sondern auch um die Verfügbarkeit von an- und ungelerntem Personal. „Wir werden uns künftig noch stärker darum bemühen müssen, neue Mitarbeiter von außerhalb in die Region zu locken. Dafür müssen auch weiche Standortfaktoren, wie die Attraktivität unserer Innenstädte, weiter verbessert werden."

Die Investitionen, die aktuell in Wilhelmshaven und Friesland als Beitrag zur Sicherung der nationalen Energieversorgung getätigt würden, seien nur ein Bruchteil dessen, was die Region als Energy-Hub in Zukunft noch leisten kann für das Gelingen einer grünen Energiewende in Deutschland, ist sich Engelbrecht sicher. „Dafür muss am Ende aber auch echte Wertschöpfung langfristig hier verbleiben und die Region nicht nur Energiedurchleiter sein.“ Dies sei für die dringend notwendige Steigerung der Steuerkraft der betroffenen Kommunen von elementarer Bedeutung.