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Freihandelsabkommen mit Indien bietet neue Absatzchancen
Mercosur-Abkommen muss umgehend vorläufig in Kraft treten

Im aktuellen Abschluss eines Freihandelsabkommens der EU mit Indien sehen wir auch große Chancen für die regionale Exportwirtschaft. „Durch das Abkommen werden wesentliche Zölle und Handelshürden, die den Markteintritt in Indien für unsere Betriebe bislang erschwert haben, fallen“, sagt Felix Jahn, IHK-Geschäftsführer für den Bereich Geschäfte weltweit. „Vor allem Unternehmen aus der Automobilzulieferung, dem Maschinen- und Anlagenbau oder der Elektrotechnik werden von den Zollsenkungen profitieren.“ Strategische Handelsabkommen wie mit Indien seien eine echte Konjunkturhilfe für unsere exportorientierte Volkswirtschaft, so Jahn weiter. Daher müsse die EU-Kommission auch das Mercosur-Abkommen schnellstmöglich vorläufig in Kraft setzen.
Geplantes EU-Mercosur-Abkommen könnte für viele Unternehmen neue Türen nach Südamerika öffnen – gerade für den deutschen Mittelstand

Zwar soll das Mercosur-Abkommen noch einmal vom Europäischen Gerichtshof geprüft werden, doch die Hoffnung der Wirtschaft auf eine vorläufige Inkraftsetzung durch die EU-Kommission bleibt.

Laut Thomas Logemann, Geschäftsführer der DOSTOFARM GmbH, gebe es in seinem Betrieb bereits Vertriebspartner in einigen Mercosur-Staaten. Bisher war der Marktzugang allerdings oft mühsam. „Zulassungsbeschränkungen für unsere Produkte, aufwendige, langwierige und teils intransparente Registrierungsverfahren sowie Einfuhrzölle haben es schwierig gemacht, die großen Marktpotenziale in Lateinamerika wirklich zu nutzen“, so der Unternehmer.
Das Mercosur-Abkommen könnte hier spürbare Erleichterungen bringen. Logemann sieht vor allem schnellere und günstigere Marktchancen: Wenn Zölle auf über 90 Prozent der Waren wegfallen und der Handelsteil bereits 2026 vorläufig greift, würde das die Wettbewerbsfähigkeit stärken, Lieferketten stabilisieren und neue Wachstumsmöglichkeiten eröffnen.
Ganz ohne Fragezeichen ist das Abkommen aber nicht wie die aktuelle Entscheidung des EU-Parlamentes für eine Überprüfung des Abkommens durch den Europäischen Gerichtshof zeigt. „Die Ablehnung des EU-Parlaments ist jedoch ein fatales Signal für das Mercosur-Abkommen, aber auch für zukünftige Handelsabkommen und mögliche globale Handelspartner“, erklärt Logemann. „Damit die EU als verlässlicher Partner wahrgenommen wird, muss die EU-Kommission das Abkommen nun unbedingt vorläufig in Kraft setzen, und der EuGH wird hoffentlich dann mit Bestätigung der Rechtmäßigkeit das Abkommen vollständig in Kraft setzen.“

IHK kritisiert erneute Sperrung des Wesertunnels

Wir empfinden die ganztägige Sperrung des Wesertunnels im Zuge der B 437 am Dienstag. 20. Januar 2026, infolge des Streikaufrufs der Gewerkschaften VDStra und Ver.di als unverhältnismäßige Belastung für Unternehmen und Beschäftigte in der Region. Aus Sicht der IHK trifft die Vollsperrung einer der wichtigsten Weserquerungen die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Nordwestens in einer ohnehin angespannten Lage besonders hart.​
Fokke Fels, Vorsitzender des IHK-Verkehrsausschusses, äußerte: „Eine ganztägige Vollsperrung des Wesertunnels legt zentrale Verkehrsströme lahm und trifft Betriebe wie Beschäftigte gleichermaßen hart. Wer täglich auf diese Verbindung angewiesen ist, kann seine Touren, Schichten und Termine unter solchen Bedingungen kaum noch verlässlich planen. Neben Industrie-, Handwerk- und Logistikunternehmen sind auch Krankenfahrten von dieser Sperrung betroffen.“

Felix Jahn, IHK-Geschäftsführer für den Bereich Verkehr
Noch ist sie ein Provisorium ohne Klappfunktion. Doch bis Ende 2027 oder Anfang 2028 soll bei Elsfleth die neue, bewegliche Huntebrücke in Betrieb gehen. Das teilten das niedersächsische Wirtschaftsministerium und die Bahn mit.
Es entsteht eine Brücke für die bedeutende Schienenverbindung nach Nordenham – mit spürbar verbesserten Durchfahrtsmaßen für die Schifffahrt und einer endlich wiederhergestellten Anbindung des Seehafens Oldenburg. Die Planungen sehen auch einen Radweg für die Kommunen vor.
Mitglieder der IHK-Ausschüsse Verkehr und Bau besichtigten die Huntebrücke-Baustelle bei Oldenburg. Mit 441m Länge, 31m Breite und einer Höhe von 30m entsteht die höchste Autobahnbrücke der Region neu. Umgesetzt wird das Projekt von der Oldenburger Geschäftsstelle der Autobahn GmbH des Bundes. Laut den Projektleitern Ansgar Behrens und Martin Stellmann liegt das Vorhaben im Zeitplan, bis Ende 2028 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Nach Fertigstellung wird die Brücke auch die künftigen verkehrlichen Anforderungen bewältigen.
Antrag überreicht: Der Nordwesten Niedersachsens möchte als „Net-Zero Valley“ anerkannt werden und damit eine klimaorientierte Industrialisierung ermöglichen. Die beteiligten Landkreise, Städte und IHKs überreichten jetzt in #Brüssel den Antrag an die niedersächsische Europaministerin Melanie Walter.
V. l.: Felix Jahn, IHK-Geschäftsführer Geschäfte weltweit, und Dietmar Sukop, Chef der südbrasilianischen AHK in Porto Alegre
Unser Netzwerk der deutschen Auslandshandelskammern (AHK) ist aktuell an 150 Standorten in 93 Ländern weltweit für unsere auslandsaktiven Unternehmen vertreten. Gemeinsam mit der AHK in #Brasilien planen wir für das kommende Jahr eine Unternehmerreise. Dabei ist auch ein Abstecher nach #Uruguay geplant. Beide Länder sind Teil des Wirtschaftsbundes #Mercosur. Die Umsetzung eines Freihandelsabkommens zwischen der #EU und dem Mercosur befindet sich auf der Zielgeraden. Dietmar Sukop, Chef der südbrasilianischen AHK in Porto Alegre und Felix Jahn, IHK-Geschäftsführer Geschäfte weltweit, tauschten sich dazu auf der AHK-Weltkonferenz in der DIHK in #Berlin aus.
Die Regionalbeiräte Wilhelmshaven/Friesland und Wittmund unserer IHK und der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg besuchten den JadeWeserPort. Im Mittelpunkt des Austausches standen insbesondere gemeinsame Energie- und Hafenthemen. Klarer Tenor war, dass die #Energiewende in Deutschland ohne die ostfriesische Halbinsel und die Region Wilhelmshaven/Friesland nicht erfolgreich sein wird. Gemeinsam wolle man die Sichtbarkeit des Wirtschaftsstandortes vorantreiben. Die aktuellen Personalveränderungen in Land und Bund werden dabei durchaus als Chance gesehen.
Im c-Port Küstenkanal, #Friesoythe, wird seit Mai 2022 eine der größten und modernsten Biomethananlagen Europas errichtet und seit Juli 2024 von der nordfuel GmbH betrieben. Vor Ort verschaffte sich unser Beirat Oldenburger Münsterland einen Einblick in die Betriebsabläufe und stellte bei der Besichtigungstour Fragen zu dieser Großinvestition in unserer Wirtschaftsregion.