Sie befinden sich auf der Seite der Oldenburgische IHK.
Möchten Sie diese Seite in einem Cookie als Ihre Heimat-IHK setzen?
Sie befinden sich auf der Seite der Oldenburgische IHK.
Bisher ist die als Ihre Heimat-IHK hinterlegt. Wollen Sie die Seite der Oldenburgische IHK in einem Cookie
als Ihre neue Heimat-IHK setzen?
Sie werden zum Angebot der weitergeleitet.
Nr. 5156222
Standortkosten bleiben hoch
Industrieumsatz gestiegen
Der Umsatz der Industrieunternehmen im Oldenburger Land ist im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,1 Prozent auf 30,1 Milliarden Euro gestiegen. Der Auslandsumsatz legt um sechs Prozent auf 8,8 Milliarden Euro zu. Die Exportquote betrug 29,4 Prozent. Niedersachsenweit stiegen die Industrieumsätze um 3,1 Prozent. Das berichtet die IHK auf Grundlage von Daten des Landesamtes für Statistik Niedersachsen.
„Die positive Entwicklung ist im Wesentlichen auf zwei Branchen zurückzuführen“ sagt Björn Schaeper, IHK-Geschäftsführer für Wirtschaftspolitik. Zum einen auf das Ernährungsgewerbe, dessen Umsatz um 5,1 Prozent auf 14,3 Milliarden Euro zunahm. Es erwirtschaftet 47,5 Prozent des gesamten Industrieumsatzes im Oldenburger Land.
„Zum anderen hat der Sonstige Fahrzeugbau, also Flug- sowie Schiffsbau, außerordentlich hohe Auftragseingänge verzeichnet“, so Schaeper. So weist allein die Wesermarsch, in der diese Branche stark vertreten ist, ein Umsatzplus von über 30 Prozent aus.
Ernährungsgewerbe und sonstiger Fahrzeugbau, dessen Umsatz nur zusammen mit der Kfz-Industrie ausgewiesen wird, sind für 62 Prozent des gesamten Industrie-Umsatzanstiegs im Oldenburger Land verantwortlich.
Die Beschäftigung in den Industrieunternehmen ab 50 Beschäftigte stieg um 1,2 Prozent auf 80.824 Personen im Jahresdurchschnitt.
„Der Umsatzanstieg darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Industrieunternehmen weiterhin vor großen Herausforderungen stehen”, mahnt der IHK-Geschäftsführer. Die USA-Iran-Krise hat die ohnehin hohen Energiekosten weiter in die Höhe schnellen lassen. Zudem sind die Zollerhöhungen der USA nicht vom Tisch. Hier herrscht nach wie vor große Unsicherheit vor.
Es sind aber auch eigene Hausaufgaben zu erledigen. „Die Standortkosten sind im internationalen Vergleich viel zu hoch und die Produktivität ist zu gering“, so Schaeper. Vieles hemmt in Deutschland die Produktion: Bürokratie, mangelnde Digitalisierung, Fachkräftemangel. Das müsse sich schnell ändern, um international wettbewerbsfähiger zu werden, so der IHK-Geschäftsführer.
Der Umsatz der Bauindustrie im Oldenburger Land stieg im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 10,7 Prozent auf fast 2,2 Milliarden Euro.
Der Hochbau meldete ein Plus von 3,6 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Die umsatzstärkste Sparte, der Wohnungsbau, verzeichnete einen Umsatzanstieg von 3,3 Prozent auf 488 Millionen Euro, gefolgt vom Wirtschaftsbau mit 457 Millionen Euro (+1,4 Prozent). Das höchste Plus meldete der öffentliche Bau mit 11,3 Prozent auf 182 Millionen Euro.
Der Tiefbau verzeichnete ein Umsatzplus von 19,2 Prozent auf eine Milliarde Euro.
„Der Umsatzanstieg darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Industrieunternehmen weiterhin vor großen Herausforderungen stehen, mahnt der IHK-Geschäftsführer. So stehen die Zollerhöhungen für Waren in die USA erst seit kurzem fest und haben noch nicht ihre volle Wirkung entfaltet. Die EU müsse strategisch und geschlossen auftreten, um belastbare Vereinbarungen für fairen Wettbewerb zu erreichen.
Des Weiteren seien aber auch eigene Hausaufgaben zu erledigen. „Die Standortkosten sind im internationalen Vergleich viel zu hoch und die Produktivität ist zu gering“, so Schaeper. Vieles hemmt in Deutschland die Produktion: Bürokratie, Energiekosten, Fachkräftemangel. Es sei höchste Zeit für Reformen.