Standortatlas

Landkreis Friesland: Zunehmender Handlungsbedarf

Die Unternehmen im Landkreis Friesland bewerten ihren Wirtschaftsstandort weiterhin überwiegend positiv, sehen jedoch zunehmenden Handlungsbedarf bei zentralen Rahmenbedingungen. In der aktuellen IHK-Standortumfrage 2026 erhält der Standort die Gesamtnote 2,6 und fällt damit leicht hinter den Wert von 2,4 aus dem Jahr 2022 zurück. Dennoch würden sich 76 Prozent der befragten Betriebe erneut für den Standort entscheiden. Gleichzeitig plant knapp ein Drittel der Unternehmen (30,6 Prozent) eine Vergrößerung des Betriebs am bestehenden Standort, während mehr als die Hälfte keine Veränderungen vorsieht.
Die Befragten heben insbesondere die hohe Lebensqualität, die guten Straßenverbindungen sowie die Nähe zu Kunden und Absatzmärkten hervor. Diese Faktoren zählen zu den wichtigsten Stärken des Landkreises. Kritisch sehen die Unternehmen dagegen vor allem die Höhe der Energiekosten, Steuern und Abgaben sowie die Verfügbarkeit von Fach- und Führungskräften.
Auch die Detailergebnisse bestätigen dieses Bild: Zu den besten Zufriedenheitswerten gehört die Lebensqualität mit der Note 2,4. Ebenfalls positiv bewertet werden die Straßenverbindungen mit der Note 3,2. Auf der anderen Seite erhalten die Energiekosten (4,1) sowie Steuern und Abgaben (4,0) die schlechtesten Bewertungen und zählen damit zu den größten Belastungsfaktoren für die Unternehmen.
Methodik: Für die Umfrage wurden Anfang 2026 insgesamt 1.337 Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Oldenburger Land befragt, darunter 75 Unternehmen aus dem Landkreis Friesland. Untersucht wurden 32 Standortfaktoren in den Bereichen Infrastruktur, Arbeitsmarkt, wirtschaftliches Umfeld, Standortkosten, Verwaltung und allgemeines Umfeld.