Landkreis Wesermarsch: Großindustrie prägt den Landkreis

Wenige große, aber bedeutende Industriebetriebe prägen das Wirtschaftsbild des Landkreises Wesermarsch. Der mit Abstand größte Industriezweig ist der Luftfahrzeugbau. Des Weiteren sind Elektroindustrie, der Metallbau sowie der Schiffbau von Bedeutung.
Durch den bedeutenden Anteil der Investitionsgüterindustrie ist die Abhängigkeit von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung besonders hoch. Verschärft wird die Situation dadurch, dass nur wenige der ansässigen Unternehmen über die Hälfte aller Arbeitnehmer in der Wesermarsch beschäftigen. 
Die gewerblichen Zentren sind Nordenham, Brake, Elsfleth und Lemwerder, die durch ihre Lage am seetiefen Fahrwasser der Unterweser von der Industrialisierung profitiert haben. Sie sind zu bevorzugten Standorten hafengebundener und außenhandelsorientierter Betriebe geworden.

Industrieumsatz im Jahr 2021

Der Industrieumsatz in der Wesermarsch ist im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um rund 21 Prozent auf rund 2,2 Milliarden Euro gefallen (-577 Millionen Euro). Hintergrund dieser Entwicklung ist, dass im Jahr 2020 zwei Industriebranchen außergewöhnlich hohe Exportumsätze verzeichneten, die nun wieder auf „Normalniveau“ gefallen sind. Sie erklären das Gros des Umsatzrückgangs.
 
Das Exportgeschäft fiel um 39 Prozent auf 677 Millionen Euro. Die Exportquote sank auf 31 Prozent (Vorjahreszeitraum 40,2 Prozent).
Metallbau sowie Fahrzeugbau meldeten jeweils einen Umsatzrückgang zwischen zehn und 30 Prozent. In der Branche Maschinenbau/ Elektroindustrie fiel der Erlös zwischen 30 und 50 Prozent.
Die Beschäftigung nahm um vier Prozent ab. In den 23 Industrieunternehmen ab 50 Mitarbeiter waren im Jahresdurchschnitt 9.417 Personen tätig.
Die Bauindustrie erzielte ein Umsatzplus von 7,5 Prozent auf 221 Millionen Euro. Während der Tiefbau ein Minus von 4,5 Prozent verzeichnete, meldete der Hochbau ein kräftiges Plus von 16,2 Prozent. Die Beschäftigung nahm um 0,7 Prozent auf 925 Personen im Jahresdurchschnitt zu.

Industrieumsatz

Bruttoinlandsprodukt

Beschäftigung