Landkreis Wesermarsch: Großindustrie prägt den Landkreis
Wenige große, aber bedeutende Industriebetriebe prägen das Wirtschaftsbild des Landkreises Wesermarsch. Der mit Abstand größte Industriezweig ist der Luftfahrzeugbau. Des Weiteren sind Elektroindustrie, der Metallbau sowie der Schiffbau von Bedeutung.
Durch den bedeutenden Anteil der Investitionsgüterindustrie ist die Abhängigkeit von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung besonders hoch. Verschärft wird die Situation dadurch, dass nur wenige der ansässigen Unternehmen über die Hälfte aller Arbeitnehmer in der Wesermarsch beschäftigen.
Die gewerblichen Zentren sind Nordenham, Brake, Elsfleth und Lemwerder, die durch ihre Lage am seetiefen Fahrwasser der Unterweser von der Industrialisierung profitiert haben. Sie sind zu bevorzugten Standorten hafengebundener und außenhandelsorientierter Betriebe geworden.
Industrieumsatz im Jahr 2025
Der Industrieumsatz in der Wesermarsch ist im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30,3 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro gestiegen (+967 Millionen Euro), das höchste Umsatzplus im Oldenburger Land.
Der Exportumsatz stieg ebenfalls mit 34,8 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro sehr deutlich an. Die Exportquote betrug auf 36,2 Prozent (Vorjahreszeitraum 35,0 Prozent).
Zurückzuführen ist das hohe Umsatzplus auf die Fahrzeugindustrie, deren Erlöse zwischen zehn und 30 Prozent zunahmen. Hiervon profitierten die Zulieferer aus dem Metallbau, dessen Umsätze ebenfalls in dieser Spanne stiegen. Auch der Maschinenbau/ die Elektroindustrie trug zum starken Umsatzwachstum bei: sie meldeten einen Umsatzzuwachs von über 50 Prozent.
Die Beschäftigung stieg mit 3,1 Prozent deutlich an. In den 24 Industrieunternehmen ab 50 Mitarbeiter waren im Jahresdurchschnitt 10.628 Personen tätig.
Die Bauindustrie verzeichnete einen Umsatzrückgang von 5,6 Prozent auf 188 Millionen Euro. Der Hochbau meldete ein Minus von 6,4 Prozent, der Tiefbau ein Minus von 4,2 Prozent. Die Beschäftigung in den 16 Bauunternehmen ab 20 Beschäftigte stieg um 7,7 Prozent auf 926 Personen im Jahresdurchschnitt.