Landkreis Oldenburg: Günstiger Branchenmix

Der Landkreis Oldenburg verzeichnete in den letzten Jahren hohe Zuwachsraten des Bruttoinlandsprodukts. Diese Entwicklung wurde merklich durch den Sog und die Ausstrahlung der benachbarten kreisfreien Städte Oldenburg, Delmenhorst und Bremen mitbestimmt. Sie ist aber auch das Resultat eines günstigen Branchenmixes aus Industrie, Handel und Dienstleistungen.
Ein wichtiger Wirtschaftszweig ist der Maschinenbau, der weitaus stärker vertreten ist als das Ernährungsgewerbe. Von Bedeutung sind ferner die Branchen Elektroindustrie, Feinmechanik und Optik sowie Verarbeitung von Steinen und Erden.
Viele unternehmensnahe Dienstleister haben sich in den vergangenen Jahren im Landkreis angesiedelt. Sowohl die Beschäftigung als auch die Bruttowertschöpfung dieser Branche stiegen kräftig an. Dieses Wachstum ist aber auch das Resultat eines gewerblichen Nachholbedarfs.

Industrieentwicklung im Jahr 2025

Die Industrieunternehmen im Landkreis Oldenburg verzeichneten im Jahr 2025 ein Umsatzplus von 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Umsatzvolumen betrug 2,6 Milliarden Euro, ein Plus von 176 Millionen Euro.
Das Plus ist allein der Inlandsnachfrage zu verdanken, denn das Auslandsgeschäft nahm um 4,3 Prozent ab. 524 Millionen Euro wurden im Ausland erzielt. Die Exportquote betrug 20,1 Prozent (Vorjahreszeitraum: 22,5 Prozent).
Das Ernährungsgewerbe erzielte ein Plus zwischen zehn und 30 Prozent, Maschinenbau/ Elektroindustrie ein Plus von bis zu zehn Prozent. Einen Rückgang in Höhe von bis zu zehn Prozent gab es in der Erdöl-/Erdgasgewinnung.
Die Beschäftigung in den 43 Industrieunternehmen mit 50 und mehr Mitarbeitern stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast vier Prozent. Im Jahresdurchschnitt waren 8.021 Beschäftigte tätig.
Die Bauindustrie erwirtschaftete einen Umsatz von rund 176 Millionen Euro, das bedeutet ein deutliches Minus von 5,6 Prozent. Im Hochbau fielen die Erlöse um 6,2 Prozent, im Tiefbau um 3,1 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten in den Unternehmen ab 20 Beschäftigte nahm um 2,4 Prozent auf 720 Personen im Jahresdurchschnitt ab

Industrieumsatz

Bruttoinlandsprodukt

Beschäftigung