Landkreis Cloppenburg: Starke Ernährungsindustrie

Der Landkreis Cloppenburg ist eines der Haupterzeugergebiete landwirtschaftlicher Veredelungsprodukte. Die Landwirtschaft spielt daher trotz rückläufigen Anteils an der Bruttowertschöpfung nach wie vor eine wichtige Rolle. Sie ist der Rohstofflieferant für die nachgelagerten Betriebe des Ernährungsgewerbes. Neben der Fleischverarbeitung prägen Futtermittelherstellung, Backwaren- und die Feinkosterzeugung diesen Industriezweig. Das Ernährungsgewerbe strahlt dabei auf andere Branchen aus. So hat sich der regionale Maschinenbau auf die Herstellung von landwirtschaftlichen Maschinen und Ausrüstungsgüter spezialisiert.
Stark vertreten sind auch die Branchen Elektroindustrie, Herstellung von Metallerzeugnissen sowie Fahrzeugbau. Die Anteile der Industrie an den Beschäftigten und an der Bruttowertschöpfung sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Dies gilt auch für die Bauindustrie.
Das Dienstleistungsgewerbe im Landkreis ist zwar noch immer unterrepräsentiert, die Sparte der unternehmensnahen Dienstleistungen hat sich allerdings in den letzten Jahren sehr dynamisch entwickelt.

Industrieentwicklung im Jahr 2021

Die Industrieunternehmen im Landkreis Cloppenburg melden für das Jahr 2021 ein leichtes Umsatzplus. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent. Das Umsatzvolumen betrug 6,5 Milliarden Euro (+80 Millionen Euro).
Der Auslandsumsatz nahm hingegen ab. Die Auslandserlöse sanken um 2,7 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Die Exportquote betrug 27,8 Prozent (Vorjahreszeitraum: 29,0 Prozent).
Das Umsatzplus ist auf die Branche Maschinenbau/ Elektroindustrie (zwischen zehn und 30 Prozent) sowie der Möbelindustrie (zwischen 30 und 50 Prozent) zurückzuführen. Im Ernährungsgewerbe ist der Umsatz um bis zu zehn Prozent gesunken.
In den 79 Industrieunternehmen ab 50 Beschäftigte stieg die Zahl der Arbeitsplätze um über acht Prozent auf rund 19.700 Personen im Jahresdurchschnitt. Der starke Anstieg ist in erster Linie auf das Ernährungsgewerbe zurückzuführen, das mit dem Wegfall der Werksverträge Anfang des Jahres viele Beschäftigten nun selbst eingestellt hat.
Die Bauindustrie verzeichnete ein kleines Umsatzplus von einem Prozent auf rund 208 Millionen Euro. Das Plus ist auf den Tiefbau zurückzuführen. Hier stieg der Umsatz um über 16 Prozent. Im Hochbau gab es ein Minus von 4,7 Prozent. Die Sparten öffentlicher sowie Wohnungsbau meldeten Umsatzrückgänge, die Sparte Wirtschaftsbau ein leichtes Plus. Die Beschäftigung blieb gegenüber dem Vorjahreszeitraum weitestgehend konstant (-0,8 Prozent). Im Jahresdurchschnitt waren über 1.471 Personen beschäftigt.

Industrieumsatz

Bruttoinlandsprodukt

Beschäftigung