Steuerrecht

Mehrheit der Kommunen hält Gewerbesteuer stabil

Die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK) hat die aktuellen Realsteuerhebesätze der 64 Städte und Gemeinden im Oldenburger Land erhoben. Bei der Gewerbesteuer zeigt sich 2026 insgesamt ein weitgehend stabiles Bild. Vier Kommunen haben ihre Gewerbesteuerhebesätze erhöht, zwei Kommunen haben sie gesenkt.
Die Gewerbesteuer wurde in Apen und Zetel um jeweils 20 Prozentpunkte sowie in Goldenstedt und Steinfeld um jeweils 10 Prozentpunkte angehoben. Barßel senkte den Hebesatz dagegen um 10 Prozentpunkte von 370 auf 360. Besonders deutlich fiel die Senkung in Sande aus: Dort ging der Gewerbesteuerhebesatz von 500 auf 450 Prozentpunkte zurück. Die aktuellen Hebesätze reichen von 310 Prozent in Steinfeld bis 480 Prozent in Schortens und Wangerland.
„Dass die große Mehrheit der Kommunen auf eine weitere Erhöhung der Gewerbesteuer verzichtet, ist zunächst ein positives Signal. Dennoch sehen wir jede zusätzliche Belastung der Unternehmen kritisch. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind wettbewerbsfähige steuerliche Rahmenbedingungen ein wichtiger Standortfaktor. Die Kommunen sollten deshalb ihre Ausgaben kritisch prüfen und Steuererhöhungen nur als letztes Mittel in Betracht ziehen“, sagt Björn Schaeper, Geschäftsführer der IHK für Wirtschaftspolitik.
Auch bei der Grundsteuer B gibt es Veränderungen. Acht Kommunen haben ihren Hebesatz gegenüber 2025 erhöht, zwei haben ihn gesenkt. Die stärkste Erhöhung gab es in Steinfeld mit 50 Prozentpunkten, gefolgt von Dötlingen mit 40 Prozentpunkten. In Prinzhöfte sank der Hebesatz um 30 Prozentpunkte, in Varel um 15 Prozentpunkte.