Ausbildung

Handreichung Abschlussprüfung IT Berufe

Anmeldung und Antragstellung

  • Teil 1 der Abschlussprüfung findet im 4. Ausbildungshalbjahr statt.
  • Teil 2 folgt am Ende der Ausbildung.

1.1 Anmeldung zur Prüfung

Abschlussprüfung Teil 1 (schriftlich: „Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes“)
  • Ca. 4 Wochen vor Anmeldeschluss fordert die IHK die Betriebe per Mail auf, die Prüflinge im IHK-Online-Portal anzumelden.
  • Die Einladungen mit Uhrzeit, Ort und erlaubten Hilfsmitteln werden ca. 4–6 Wochen vor dem Prüfungstermin an Betriebe und Prüflinge per Mail geschickt.
Abschlussprüfung Teil 2 (schriftlich + praktisch/mündlich)
  • Auch hier fordert die IHK die Betriebe ca. 4 Wochen vor Anmeldeschluss zur Anmeldung im IHK-Online-Portal auf.
  • Die Einladungen kommen ebenfalls 4–6 Wochen vor der Prüfung per Mail an Betriebe und Prüflinge.
Betriebliche Projektarbeit (nur Teil 2)
  • Für die Abschlussprüfung Teil 2 ist eine betriebliche Projektarbeit vorgesehen.
  • Dazu muss der Prüfling einen Projektantrag bei der IHK stellen.
  • Das Verfahren erfolgt vollständig über das IHK-Online-Portal.

Ablauf der Antragstellung

Zugangsdaten und Fristen
Nach der Prüfungsanmeldung erhält der Prüfling eine E-Mail mit den relevanten Fristen, Zugangsdaten und PIN sowie Hinweisen zur Antragstellung.
Angaben im Antrag
  1. Im Online-Portal sind die persönlichen Daten sowie ggf. Daten des Ausbildungsbetriebes zu ergänzen.
  2. Es ist zwingend erforderlich, eine gültige E-Mail-Adresse anzugeben, da der gesamte Schriftverkehr über diese Adresse erfolgt.
  3. Sofern ein Spamfilter verwendet wird, muss sichergestellt sein, dass E-Mails von pao@oldenburg.ihk.de zugestellt werden.
Fristgerechtes Hochladen des Antrags
  1. Der Antrag ist fristgerecht im IHK-Online-Portal hochzuladen.
  2. Anschließend erhält der im Antrag genannte Projektbetreuer eine E-Mail mit einem Link, um den Antrag zu genehmigen. Externe Prüflinge benötigen keine Genehmigung durch einen Betrieb.
Antragsfrist Sommerprüfung Mitte Februar
Antragsfrist Winterprüfung Mitte September
Hinweis: Liegt bis zum Ablauf der Frist kein Projektantrag vor, wird dieser Prüfungsbereich (einer von vier Bereichen der Abschlussprüfung Teil 2) mit 0 Punkten bewertet.
Prüfung und Genehmigung des Antrags
  1. Der Prüfungsausschuss entscheidet über die Genehmigung des Projekts.
  2. Die Bearbeitungsdauer hängt von der Anzahl der Anträge ab und beträgt maximal vier Wochen.
  3. Wird der Antrag nicht genehmigt, erfolgt eine Rückmeldung mit Auflagen zur Überarbeitung oder einer begründeten Ablehnung. In diesem Fall wird eine Fristverlängerung von maximal sieben Tagen zur Überarbeitung gewährt.
Projektstart
  1. Die Durchführung des Projekts darf erst nach Genehmigung durch den Prüfungsausschuss beginnen.
  2. Die Genehmigung wird per E-Mail durch die IHK mitgeteilt.

1.2 Zeitlicher Umfang

Die Ausbildungsordnungen der IT-Berufe legen für das betriebliche Projekt sowie für die IHK-Projektdokumentation einschließlich der praxisbezogenen Unterlagen folgenden zeitlichen Umfang fest:
IT-Beruf Höchstdauer „Projektarbeit und Dokumentation“ Zeitanteil IHK-Dokumentation (15-20% der Höchstdauer*)
IT-System-Elektroniker 40 Std. 5 - 8 Std.
Kaufleute für IT-Systemmanagement
Kaufleute für Digitalisierungsmanagement
Fachinformatiker
Fachrichtung Anwendungsentwicklung 80 Std. 12-16 Stunden
Fachrichtung Systemintegration 40 Std. 5-8 Stunden
Fachrichtung Digitale Vernetzung
Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse
*IHK-Vorgabe: 15-20% der „Projektarbeit und Dokumentation“ sind für die IHK-Projektdokumentation vorgesehen.
Hinweis: Die Erstellung der IHK-Projektdokumentation ist Teil der max. Bearbeitungszeit von 40 Std. bzw. 80 Std.

Inhalt der IHK-Projektdokumentation
  • Zentrales Element: die prozessorientierte Projektdokumentation, in der die Vorgehensweise während der Projektumsetzung beschrieben wird,
  • Angaben zu kunden- und unternehmensbezogenen Dokumenten bzw. Unterlagen, die später als Anlagen der Projektdokumentation beigefügt werden.
Hinweis: Die Zeit für die Erstellung der IHK-Projektpräsentation ist nicht Bestandteil der für die Erstellung der Projektdokumentation vorgesehenen Zeit.

Hinweise zum Einsatz von KI (Künstlicher Intelligenz) in Prüfungen

Prüfungsteilnehmende, die im Rahmen ihrer IHK-Abschlussprüfung die Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) nutzen, beachten bitte zwingend die entsprechenden Vorgaben der IHK.

Projektantrag und Genehmigungsverfahren

Die betriebliche Projektarbeit darf keine ausschließlich für den Prüfling konstruierte („künstliche“) Aufgabe sein.
Sie soll vielmehr ein real bestehendes betriebliches Projekt bzw. einen Kundenauftrag widerspiegeln.
Ausnahme: Für Prüflinge, die sich in einer Wiederholungsprüfung befinden und kein aktives Ausbildungsverhältnis mehr haben, sind fiktive Projekte zulässig. Diese müssen jedoch realitätsnah gestaltet sein.
Die Projektarbeit kann
  • entweder ein eigenständiges, in sich abgeschlossenes Projekt
  • oder ein Teilprojekt innerhalb eines größeren Gesamtprojektes sein.
Wichtig:
  • Die Komplexität der Projektaufgabe muss dem Ausbildungsstand zum Ende der Ausbildung entsprechen.
  • Die Aufgabenstellung muss inhaltlich dem Ausbildungsberuf zugeordnet sein.
  • Der Ausbildungsbetrieb ist verpflichtet sicherzustellen – und dies im Projektantrag durch eine gemeinsame Erklärung zu bestätigen –, dass im Rahmen der Projektarbeit keine schutzwürdigen Betriebs- oder Kundendaten verwendet oder offengelegt werden.

2.1 Antragsverfahren

Nachdem der Projektantrag vom Prüfling im IHK-Online-Portal erstellt wurde und keine weiteren Änderungen mehr vorgenommen werden sollen, muss der Antrag sowohl vom Prüfling als auch vom Ausbildungsbetrieb mit den jeweiligen PIN-Nummern bestätigt werden.
Erst nach dieser Bestätigung steht der Antrag der IHK bzw. dem Prüfungsausschuss zur Bearbeitung zur Verfügung. Die Bearbeitungsdauer durch den Prüfungsausschuss hängt von der Anzahl der eingereichten Anträge ab und beträgt maximal vier Wochen.
Für externe Prüfungsteilnehmende (gemäß § 45 Abs. 2 Berufsbildungsgesetz) sowie für Umschülerinnen und Umschüler ist keine Bestätigung durch einen Praktikums- oder Ausbildungsbetrieb erforderlich.
Nach der Bestätigung durch beide PIN-Eingaben (Prüfling und Betrieb bzw. Umschulungsstätte) erhält der Prüfling eine E-Mail mit einer elektronischen Signatur als Eingangsbestätigung. Nach der Bestätigung sind keine Änderungen mehr möglich; alle Angaben gelten dann als verbindlich.
Der Antrag kann jederzeit mit dem aktuellen Bearbeitungsstatus im IHK-Online-Portal eingesehen werden.
Wird der Projektantrag bei der ersten Prüfung durch den Prüfungsausschuss nicht genehmigt, erhält der Prüfling eine E-Mail mit Hinweisen zur Überarbeitung. Der Antrag wechselt dadurch in den Überarbeitungsmodus.
Nach Abschluss der Überarbeitung muss der Prüfling den Antrag erneut in finaler Version online stellen und erneut mit beiden PIN-Nummern (Prüfling und Betrieb) bestätigen.

2.2 Inhalt des Projektantrages

Der Projektantrag enthält grundlegende Angaben zum Prüfungsteilnehmenden, zum Ausbildungsberuf und zum Ausbildungsbetrieb.
Zudem sind die Kontaktdaten einer betrieblichen Betreuerin oder eines betrieblichen Betreuers anzugeben, die dem Prüfungsausschuss als Ansprechperson zur Verfügung stehen.
Außerdem ist im Antrag die Bezeichnung bzw. das Thema der IHK-Projektarbeit anzugeben.
Projektbeschreibung
Die Projektbeschreibung stellt einen zentralen Bestandteil des Projektantrags dar.
Sie umfasst insbesondere:
  • die Darstellung des praktischen Problems,
  • die Einbindung des Projekts in einen Geschäftsprozess sowie
  • die daraus abgeleiteten Projektanforderungen.
Hinweis: Kommt es während der Projektdurchführung zu wesentlichen Änderungen, kann die erteilte Genehmigung ihre Gültigkeit verlieren. Solche Änderungen sind vorab mit dem Prüfungsausschuss abzustimmen.
In der Projektbeschreibung müssen außerdem kurz und präzise folgende Punkte enthalten sein:
  • Einbindung und Schnittstellen des Projekts innerhalb eines Auftrags oder Teilauftrags
  • Angaben zum Ist-Zustand (z. B. bestehende technische Ausstattung bei IT-System-Elektronikern)
  • Nutzen und Zielsetzung des Projekts für den Kunden
  • Beschreibung des Projektumfeldes, insbesondere der Systeminfrastruktur und der Problemlösungsumgebung
Darüber hinaus sind die Projektphasen mit einem tabellarischen Zeitplan auf Stundenbasis anzugeben.
Dazu gehören:
  • die Definition der Kernaufgaben (Analyse, Konzeption, Umsetzung, Test und Dokumentation)
  • die Kennzeichnung der prüfungsrelevanten Phasen
  • die Zuordnung der Phasen zu den geplanten Zeitumfängen
Abschließend ist ein prozessorientierter Projektbericht (Beschreibung der Vorgehensweise) verpflichtend. Die Inhalte dieses Projektberichts werden in einem separaten Abschnitt noch ausführlich erläutert.

Projektarbeit und IHK-Projektdokumentation

Durch die Projektarbeit und die dazugehörige IHK-Projektdokumentation soll der Prüfungsteilnehmende nachweisen, dass er
  • Arbeitsabläufe und Teilaufgaben selbstständig planen,
  • diese unter Beachtung wirtschaftlicher, technischer, organisatorischer und zeitlicher Vorgaben zielorientiert umsetzen,
  • sowie kundengerechte Dokumentationen erstellen, zusammenstellen und bei Bedarf anpassen kann.
Die Bewertung der Projektarbeit erfolgt ausschließlich anhand der IHK-Projektdokumentation durch den Prüfungsausschuss.
Diese Projektdokumentation besteht aus
  • dem prozessorientierten Projektbericht (Beschreibung der Vorgehensweise) und
  • den Anlagen (z. B. Terminpläne, Gesprächsprotokolle, Produktdokumentationen u. Ä.).
Dabei wird nicht das Endergebnis des Projekts (z. B. ein funktionsfähiges Programm) bewertet, sondern der Arbeits- und Entscheidungsprozess, der im prozessorientierten Projektbericht nachvollziehbar beschrieben werden muss.
Hinweis: Der Projektbericht ist keine wissenschaftliche Arbeit, sondern eine handlungsorientierte Darstellung des Projektablaufs. Er soll kein reiner Tätigkeitsbericht sein, sondern auch die Gründe und Auswirkungen der getroffenen Entscheidungen, mögliche Lösungsalternativen, deren Bewertung sowie die nachvollziehbare Begründung der getroffenen Entscheidungen enthalten.
Beispiel
Bei der Beschreibung der Projektdurchführung sind die berufsspezifischen Anforderungen zu berücksichtigen:
IT-Systemelektroniker/-in
Es sind die geltenden Sicherheitsbestimmungen (z. B. Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik – VDE, Deutsches Institut für Normung – DIN) zu beachten. Screenshots, Tabellen, Grafiken und Verweise sollen in einem angemessenen Verhältnis zur textlichen Dokumentation stehen. Bei der Darstellung des Auftrags sind insbesondere die technischen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Als Anhang sind beispielsweise Messprotokolle, Abnahmeprotokolle, Netzwerkpläne oder Patch-Listen beizufügen.
Kaufmann für IT-Systemmanagement / Kauffrau für IT-Systemmanagement
Hier sind kaufmännische Aspekte wie Angebote, Kalkulationen sowie Kosten- und Nutzenanalysen darzustellen. Ergänzend müssen auch die technischen Anforderungen beschrieben werden.
Kaufmann für Digitalisierungsmanagement / Kauffrau für Digitalisierungsmanagement
Als begleitende Unterlagen sind z. B. ein Lastenheft bzw. Pflichtenheft beizufügen.
Fachinformatiker/-in
Relevante Unterlagen können beispielsweise ein Kundenhandbuch, ein Systemhandbuch oder ein Fach-/DV-Konzept sein.
Der Anhang soll ausschließlich die wesentlichen Ergebnisse der Projektarbeit enthalten.
Dies bedeutet, dass beispielsweise bei Anwendungsentwicklern nicht das vollständige Programm im Anhang enthalten sein muss, sondern lediglich relevante Auszüge oder Quellcode-Teile, die dann in der Dokumentation erläutert werden.
Die Projektdokumentation muss vollständig und nachvollziehbar erstellt werden und als ausdruckbares PDF-Dokument inklusive aller Anhänge in das IHK-Online-Portal hochgeladen werden. Andere Dateiformate werden nicht akzeptiert. Die Dateigröße darf 5 MB nicht überschreiten. Der Upload muss spätestens zum Abgabetermin erfolgen, der in der Regel am Tag der schriftlichen Prüfung liegt.
Unabhängig vom gewählten Vorgehensmodell muss für eine erfolgreiche Bewertung der beruflichen Handlungskompetenz erkennbar sein, dass der Prüfling selbstständig gearbeitet hat. Soweit möglich, sollten die Arbeitsschritte nicht an Dritte abgegeben werden.

3.1 Formale Vorgaben zur IHK-Projektdokumentation

Die Nichteinhaltung der formalen Vorgaben wirkt sich direkt auf die Bewertung der Projektdokumentation aus.
Inhalt der IHK-Projektdokumentation
Die Dokumentation muss folgende Punkte enthalten:
  • Deckblatt/Eigenständigkeitserklärung und KI Nutzung (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 181 KB)
  • Name des Prüfungsbewerbers, Geburtsdatum und -ort, Ausbildungsberuf
  • Name des Ausbildungsbetriebs
  • Thema der Projektarbeit / Projektziel
  • Gegebenenfalls eine detaillierte Beschreibung des Auftrags, einschließlich:
  • technische und kaufmännische Nachvollziehbarkeit der Vorgehensweise,
  • Entscheidungsprozesse,
  • erzieltes Ergebnis,
  • Zeitaufwand für die einzelnen Prozessschritte
  • Angaben zu eingesetzter Software, Anzahl der Endgeräte, verwendeten Plattformen, Ressourcenplanung und Kostenkalkulation
  • Umfassende Beschreibung der Prozessschritte und erzielten Ergebnisse
  • Veränderungen zum Projektantrag, falls erforderlich, mit Begründung
  • Angemessene Betriebs- und Kundendokumentation
  • Quellenangaben: Bei der Verwendung von vorgefertigten Folien (Corporate Design), Textauszügen aus dem Internet oder anderen Quellen ist die Quelle unbedingt anzugeben. Ohne Quellenangabe kann dies als Täuschungsversuch gewertet werden.
Formale Gestaltung und Umfang
Bitte beachten Sie für die schriftliche Projektdokumentation folgende Vorgaben:
  • Alle IT-Berufe (außer Fachinformatiker Anwendungsentwicklung): Maximaler Umfang 15 DIN-A4-Seiten für den Textteil plus maximal 15 Seiten Anhang
  • Fachinformatiker Anwendungsentwicklung: Maximaler Umfang 15 DIN-A4-Seiten für den Textteil plus maximal 25 Seiten Anhang
  • Schriftart und -größe: Arial, 11 Punkt
  • Zeilenabstand: einzeilig
  • Seiten nummerieren: fortlaufend
  • Seitenränder:
    • Oben: 3,3 cm
    • Unten: 2,5 cm
    • Links: 2,5 cm
    • Rechts: 2,5 cm
  • Abstand Kopfzeile: 1,8 cm
  • Fußzeile: 1,3 cm
Hinweise:
  • Nicht zum Textteil zählen: Titelblatt, Inhaltsverzeichnis und Literaturverzeichnis
  • Die Projektdokumentation ist in deutscher Sprache zu verfassen
  • Dokumente und Unterlagen können als Anhang beigefügt werden
  • Der Anhang wird nur bewertet, wenn in der Projektdokumentation explizit darauf verwiesen wird
  • Die Anhänge sollen auf das absolute Minimum beschränkt sein (maximal 15 Seiten) und nicht aufgebläht werden
  • Der Anhang ist nicht Teil des zeitlichen Umfangs

Präsentation und Fachgespräch

4.1 Präsentation

Für die Präsentation und das Fachgespräch sind insgesamt 30 Minuten vorgesehen.
Die Prüflinge und der Betrieb erhalten rechtzeitig von der IHK eine Einladung per Mail mit den Angaben zu Ort und Uhrzeit der Prüfung. Es wird empfohlen, 30 Minuten vor Beginn am Prüfungsort zu erscheinen. Prüflinge werden gebeten, sich im Vorfeld über den Prüfungsort (Parkmöglichkeiten, Anreise etc.) zu erkundigen. Die Ausbildungsnachweise (Berichtsheft) müssen nicht mitgebracht werden.
Nach Aufruf durch den Prüfungsausschuss haben die Prüflinge die Gelegenheit, die für die Präsentation benötigten Medien (z. B. Tageslichtprojektor, Beamer, Notebook) vorzubereiten und gegebenenfalls aufzubauen.
Hinweise zur Ausstattung:
  • Die IHK stellt einen Beamer zur Verfügung.
  • Ein HDMI-Kabel oder ein entsprechender HDMI-Anschlussstecker für Laptop/Beamer ist vom Prüfling selbst mitzubringen.
Die Auswahl der Präsentationsmittel hat keinen Einfluss auf die Bewertung der Präsentation.
Es empfiehlt sich, die Präsentation so zu planen, dass sie etwa 15 Minuten dauert, sodass ausreichend Zeit für das anschließende Fachgespräch bleibt.
In der Präsentation stellt der Prüfling sein Projekt dem Prüfungsausschuss vor. Nach Abschluss der Präsentation sind die mitgebrachten Medien vom Prüfling wieder abzubauen.

4.2 Fachgespräch

Das Fachgespräch bezieht sich in erster Linie auf die Inhalte der IHK-Projektdokumentation, die Projektarbeit sowie die fachlichen Kenntnisse des Prüflings. Ziel des Fachgesprächs ist es, die fachliche Handlungsfähigkeit und berufliche Handlungskompetenz zu überprüfen.
Der Prüfling soll dabei insbesondere nachweisen, dass er:
  • fachbezogene Probleme und Lösungskonzepte zielgruppengerecht darstellen kann,
  • den für die Projektarbeit relevanten fachlichen Hintergrund kennt und die Vorgehensweise im prozessorientierten Projekt begründen kann,
  • das Projekt selbstständig erstellt und vollständig verstanden hat,
  • Entscheidungen begründen und mögliche Alternativen aufzeigen kann.
Der Prüfungsausschuss bewertet die Fachkompetenz und die berufliche Handlungskompetenz des Prüflings. Die Projektarbeit soll dabei keine reine Abarbeitung eines Auftrags darstellen, sondern die eigenständige Erstellung und das Verständnis des Projekts erkennen lassen.
Nach Abschluss des Fachgesprächs zieht sich der Prüfungsausschuss zu einer kurzen Beratung zurück.

4.3 Bewertungskriterien

Prüfungsteil A
Der Prüfungsteil A gliedert sich wie folgt:
  • Projektarbeit einschließlich IHK-Projektdokumentation: 25 % der gesamten Abschlussprüfung
  • Projektpräsentation einschließlich Fachgespräch: 25 % der gesamten Abschlussprüfung
Projektarbeit und IHK-Projektdokumentation
  • Formale und sprachliche Gestaltung der Dokumentation
  • Beschreibung des Auftrags (Verständlichkeit, Nachvollziehbarkeit und Kundenbezug)
  • Konkretisierung des Auftrags (technische und kaufmännische Nachvollziehbarkeit der Vorgehensweise)
  • Angemessene Betriebs- und Kundendokumentation
Präsentation
Folgende Aspekte werden bei der Bewertung der Präsentation berücksichtigt:
  • Begrüßung
  • Rhetorik
  • Struktur der Präsentation
  • Medienkompetenz (z. B. Nutzung von Beamer, Laptop, Folien)
  • Fachkompetenz

4.4 Bestehens-Regeln

Prüfungsteil A:
Der Prüfungsteil A umfasst die Projektarbeit einschließlich der IHK-Projektdokumentation, die Präsentation sowie das Fachgespräch. Diese Bestandteile sind als eine Einheit zu verstehen.
Wiederholungsregelung
Hat ein Prüfling die IHK-Projektdokumentation bestanden, jedoch die Präsentation oder das Fachgespräch nicht bestanden, muss der gesamte Prüfungsteil A vollständig wiederholt werden. Wurde ein Projektantrag gestellt und genehmigt, die IHK-Projektdokumentation jedoch nicht abgegeben, ist ebenfalls der gesamte Prüfungsteil A zu wiederholen. In diesem Fall ist ein neuer Projektantrag einzureichen.

Schriftliche Abschlussprüfungen

Die schriftlichen Abschlussprüfungen werden mit bundeseinheitlichen Aufgaben durchgeführt.
Für alle IT-Berufe gilt eine gestreckte Abschlussprüfung, die aus Teil 1 und Teil 2 besteht.
  • Abschlussprüfung Teil 1: schriftlicher Teil mit 4 Aufgaben, Bearbeitungsdauer 90 Minuten; findet im Frühjahr bzw. Herbst statt.
  • Abschlussprüfung Teil 2: schriftlicher Teil; findet im Sommer bzw. Winter statt.
Ein detaillierter Überblick über die Prüfungsthemen und deren Gewichtung ist in der jeweiligen Verordnung über die Berufsausbildung festgelegt. Die Verordnung des Berufsbildes kann im IHK-Online-Portal ausgerufen werden.

Zeitablauf

Aktion Sommerprüfung Winterprüfung
Aufforderung zur Anmeldung zur Abschlussprüfung ca. 4 Wochen vor dem Anmeldeschluss
Anmeldeschluss zur Abschlussprüfung
(später eingehende Anmeldungen sind nicht möglich)
01.02.
01.09.
Vergabe der Ident-Nummer, Passwort, PIN an Prüfungsteilnehmer und Betrieb
Nach Anmeldeschluss
Nach Anmeldeschluss
Abgabeschluss des Projektantrages online
Ca. Mitte Februar
Ca. Mitte September
Weiterleitung der Projektanträge an den Prüfungsausschuss
(Prüfer erhält eine Mail)
Sofort nach Antragsschluss
Genehmigung/Ablehnung des Antrages vom Prüfungsausschuss erfolgt (Prüfling erhält eine Mail)
4 Wochen Bearbeitungszeit durch den Prüfungsausschuss
Bei Ablehnung des Antrages muss ein neuer bzw. korrigierter Antrag eingestellt werden
Neue Frist von 7 Tagen zum Hochladen des neuen/korrigierten Antrags
Zeitraum für Durchführung der Projektarbeit und Erstellung der Dokumentation
Von Antragsgenehmigung bis 1 Woche nach der schriftlichen Prüfung
Abgabeschluss der Dokumentation der Projektarbeit online
bis 1 Woche nach der schriftlichen Prüfung
Schriftlicher Prüfungstermin
ca. Ende April/Anfang Mai
ca. Ende Oktober/Anfang November
Praktischer Prüfungstermin: Präsentation und Fachgespräch
im Zeitraum der letzten 3 Wochen vor den Sommerferien
im Zeitraum der letzten 3 Wochen im Januar
* Für eine bessere Lesbarkeit verwenden wir meist die männliche Form. Entsprechende Textstellen gelten selbstverständlich gleichwertig für alle Geschlechter (m/w/d).