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Kritik an Energiepark in Datteln/Waltrop
Kritisch stehen IHK NRW und IHK Nord Westfalen der Absicht gegenüber, am Standort Datteln/Waltrop einen Energiepark zu ermöglichen. Die dritte Änderung des Landesentwicklungsplans sieht optional vor, auf bis zu der Hälfte der Flächen (165 Hektar) im newPark Anlagen für Erneuerbare Energien, zum Beispiel Photovoltaik, zu errichten. „Energieanlagen ersetzen keine Industriearbeitsplätze“, meint dazu Dr. Jana Burchard, IHK-Geschäftsbereichsleiterin für Branchen und Infrastruktur.
Im newPark sollen flächenintensive Großvorhaben der Industrie und des produzierenden Gewerbes Platz finden. „Hier einen Energiepark zu entwickeln, ist unverständlich und wird von uns abgelehnt“, stellt sie klar. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien sei privilegiert und habe umfangreiche planungsrechtliche Entwicklungsmöglichkeiten. „Industrie und Gewerbe mit hohem Flächenbedarf, die zudem für Arbeitsplätze sorgen, können sich dagegen nur ausschließlich innerhalb der Standorte für landesbedeutsame flächenintensive Großvorhaben ansiedeln“, erläutert Burchard. Sie warnt vor „Nutzungskonkurrenzen“: Geeignete Flächen seien rar – und stehen, wenn sie nicht durch das Land NRW gesichert würden, für gewerbliche Nutzungen nicht zur Verfügung.
Die IHK empfiehlt daher, die Flächen ausschließlich für landesbedeutsame Großvorhaben zu reservieren, „auch um die Wirtschaftsförderung des Landes wettbewerbsfähig zu halten“, erklärt die Geschäftsbereichsleiterin. In einer Stellungnahme regt IHK NRW an, die Option für den Energiepark am Standort Datteln/Waltrop zu streichen.
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Redaktion Wirtschaftsspiegel
