Jahresbericht 2025
Ende September 2025 kündigte Lufthansa Airline-Chef Jens Ritter an, das Flugangebot an deutschen Flughäfen aufgrund der hohen Standortkosten am Luftverkehrsstandort Deutschland weiter reduzieren zu wollen. Die IHK Nord Westfalen hat sich gemeinsam mit der IHK in Osnabrück mit den Ergebnissen der Umfrage in einem Schreiben an LH-Airline-Chef Ritter für den Erhalt der München-Verbindung stark gemacht. Darüber hinaus haben die IHKs die beiden Vorsitzenden der regierenden Bundestagsfraktionen CDU und SPD, Jens Spahn und Dr. Matthias Miersch, angeschrieben, damit diese ihre Zusagen aus dem Koalitionsvertrag – die hohen Steuern, Gebühren und Abgaben an deutschen Flughäfen zu reduzieren – kurzfristig umsetzen. Die zahlreichen Aktivitäten der IHK und der weiteren Akteuren aus der Region haben dazu beigetragen, dass die Lufthansa die München-Verbindung im Sommerflugplan 2026 nicht einstellen wird.
Darüber hinaus kamen auf Einladung vom BEMO im April 2025 zahlreiche Lehrgangsabsolventinnen und -absolventen des Lehrgangs zu ihrem jährlichen Alumni- und Netzwerktreffen bei der GWS Gesellschaft für Warenwirtschafts-Systeme mbH in Münster zusammen. Zum Austausch und weiteren praktische Einblicken ins betriebliche Mobilitätsmanagement trugen neben Michael Brinkmann (GWS), Henning Voß (WEICON GmbH & Co. KG) und David Blome (Stadtwerke Münster GmbH) bei. Das Netzwerktreffen wurde ergänzt durch Vorträge und Workshops zum Thema Nudging und zur Nutzung von Mobilitätsdaten im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Wirtschafts- und Lieferverkehre sind entscheidend für die Versorgung und Funktionsfähigkeit von Innenstädten. Um aktuellen Herausforderungen, wie dem steigenden Sendungsvolumen, dem Mangel an Flächen für das Be- und Entladen oder dem Klimawandel zu begegnen, sind neue Zustellkonzepte erforderlich. Dabei müssen die Belange von Gewerbetreibenden und Logistikunternehmen mit den Bestrebungen der Kommunen zur Verkehrsberuhigung und Attraktivierung der Innenstädte in Einklang gebracht werden. Vor diesem Hintergrund hat die IHK zwei Netzwerktreffen initiiert, um mit Kommunen und Verbänden aus der Emscher-Lippe-Region in den Dialog zu treten und gemeinsam sowohl die notwendigen Rahmenbedingungen für eine nachhaltige letzte Meile zu diskutieren als auch pragmatische Lösungsansätze zu entwickeln. Damit ist der Grundstein für einen Dialog gelegt, den die IHK Nord Westfalen mit den beteiligten Akteuren im Jahr 2026 gezielt weiterführen möchte.
An diese Aktivitäten knüpft auch ein weiteres Projekt an: Der Stadthafen Gelsenkirchen soll einfacher mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln erreichbar werden. Dieses Ziel verfolgen die Stadt Gelsenkirchen, der Wissenschaftspark Gelsenkirchen, die BOGESTRA, die IHK Nord Westfalen und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), die dazu eine Absichtserklärung unterzeichnet haben. Gemeinsam mit den Unternehmen vor Ort wurden in 2025 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befragt sowie deren Wohnstandorte analysiert. Auf Grundlage der Ergebnisse sollen nun Maßnahmen abgeleitet werden, die ein bedarfsgerechtes Angebot zur Überbrückung der letzten Meile – von der Haltestelle zum Betrieb – und zur Optimierung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) schaffen.
Die IHKs im Ruhrgebiet haben sich an der diesjährigen Mobilitätskonferenz Ruhr des Regionalverbands Ruhr (RVR) in Witten beteiligt. Die Konferenz stand unter dem Motto „Die Region macht den Unterschied“ und bot rund 200 Akteuren aus Politik, Verbänden, Unternehmen, Wissenschaft und Verwaltung eine Plattform zum Austausch. Dabei standen die Themen Wirtschaftsverkehr, Tourismus und öffentlicher Nahverkehr im Fokus. Die Erkenntnisse aus den einzelnen Bereichen sollen nun genutzt werden, um nachhaltige Mobilität in der Region gemeinsam voranzubringen.
Mobilität, Planung und Stadtentwicklung
Mobilität, Verkehr und Infrastruktur
IHK-Umfrage zum Geschäftsreiseluftverkehr und drohender Wegfall der Lufthansa-Verbindung nach München
Eine gemeinsame Umfrage der IHK Nord Westfalen und der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim hat 2025 die Bedeutung des Flughafens Münster/Osnabrück (FMO) für die regionale Wirtschaft untersucht. Im Fokus standen insbesondere der Wegfall der Verbindung nach Frankfurt in 2024 sowie die direkte Flugverbindung zum internationalen Drehkreuz München. An der Umfrage beteiligten sich über 320 Unternehmen. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Unternehmen weiterhin auf Flugreisen angewiesen sind und leistungsfähige und ortsnahe Flugverbindungen eine zentrale Rolle bei Geschäftsreisen spielen. Viele Unternehmen sind bereits vom Wegfall der Frankfurt-Verbindung betroffen und nutzen nun München als wichtiges Tor zu den internationalen Märkten. Die Umfrage unterstreicht, dass der FMO für Unternehmen, Forschung und Wissenschaft ein entscheidender Standortfaktor ist und die Anbindung an ein internationales Drehkreuz aus Sicht der Wirtschaft unverzichtbar bleibt.
Meilenstein für die B 64n - Ortsumgehung Warendorf
Das Planfeststellungsverfahren für die Ortsumgehung Warendorf ist in diesem Jahr eingeleitet worden. „Die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens dient der Umsetzung geltenden Bundesrechts, um die Planungen für eine leistungsfähige Straßenverbindung zwischen dem Münsterland und Ostwestfalen spürbar voranzubringen“, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Fritz Jaeckel.
Die Offenlage der Planfeststellungsunterlagen erfolgte vom 20. Oktober bis zum 19. November. Die Abgabe von Einwendungen und Stellungnahmen war bis zum 19. Dezember möglich - die IHK Nord Westfalen hat sich als Trägerin Öffentlicher Belange mit einer Stellungnahme beteiligt. Die Einwendungen werden nun durch den Landesbetrieb Straßenbau NRW gesichtet und bearbeitet.
B 67n: weiterer Teilabschnitt freigegeben und Gesamtfertigstellung in 2027 im Blick
Nach der Freigabe der B 474n vor rund zwei Jahren rücken die Menschen und Unternehmen mit ihren Mitarbeitenden im Westmünsterland und in Münster erneut ein Stück näher zusammen. Im Juli wurde der Teilabschnitt vom neuen Kreisverkehr Merfeld bis zur Autobahnauffahrt A 43 Dülmen-Nord für den Verkehr freigegeben. Weitere sechs Kilometer der insgesamt 15,6 Kilometer langen Strecke können nunmehr befahren werden.
B67: Nächster Abschnitt ab Kreisverkehr Merfeld freigegeben
Bei einem Baustellenbesuch im November informierten sich Heinrich-Georg Krumme (Sprecher der ehemaligen Unternehmerinitiative B 67n – lückenlos gut!) und die IHK Nord Westfalen über den aktuellen Baufortschritt. Die Fertigstellung Neubaustrecke der B 67/B 474 zwischen Reken und Dülmen geht gut voran. 15 von 22 Bauwerken im letzten Bauabschnitt sind bereits fertiggestellt. Die Freigabe der Gesamtstrecke im Jahr 2027 ist fest im Blick.
Straßen.NRW informierte die IHK über den Stand bei der B67 (v.l.n.r.): Manfred Ransmann , Nina Wischeloh-Petry, Gertrud Schulze Spüntrup, Dominik Schuurmann, Heinrich Georg Krumme, Christian Müller, Dr. Jana Burchard, Daniel Janning und Dimitri Beck.
Nachhaltige Mobilität
Im IHK-Zertifikatslehrgang „Betrieblicher Mobilitätsmanager“ erwarben die Teilnehmenden praxisorientiert Kenntnisse und Kompetenzen, um für ihre Unternehmen konkrete Mobilitätskonzepte zu entwickeln und umzusetzen. Mit der Qualifizierung zum Betrieblichen Mobilitätsmanager unterstützt die IHK Unternehmen dabei, wichtige Beiträge zur Sicherung von Fachkräften, zur Gesundheitsförderung, zum Umwelt- und Klimaschutz sowie zur Kostensenkung zu leisten. Das Angebot vom BEMO, dem IHK-Netzwerk „Betriebliche Mobilität NRW“, wird vom Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Im Jahr 2026 startet der Lehrgang in Münster am 23. Februar. Weitere Informationen zum Lehrgang und zur Anmeldung gibt es auf der Homepage des BEMO.
Auf Einladung des Netzwerkbüros Betriebliche Mobilität NRW kamen die Absolventinnen und Absolventen des IHK-Zertifikatslehrgang „Betriebliches Mobilitätsmanagement“ aus ganz NRW nach Münster – zum fachlichen Austausch und für neue Einblicke in die Praxis.
Netzwerke und runde Tische
23. Mai 2025 - Wie gelingt der Spagat zwischen verkehrsberuhigten, attraktiven Innenstädten und den Anforderungen von Gewerbe und Logistik? Beim Dialog zur Innenstadtlogistik in der Emscher-Lippe-Region diskutierten Vertreter aus Kommunen, Wirtschaft und Planung über zukunftsfähige Konzepte. In der IHK Nord Westfalen in Gelsenkirchen sprachen Dr. Sebastian Stiehm (agiplan public GmbH), Jonas Filgers (Dachser SE) und Daniel Janning (IHK Nord Westfalen) über innovative Ansätze für eine nachhaltige Logistik im urbanen Raum.
Die IHK Nord Westfalen hat zudem an Formaten wie runden Tischen und Wirtschaftsfrühstücken (u. a. Datteln und Nordwalde) mitgewirkt, um Impulse für das betriebliche Mobilitätsmanagement zu setzen. Außerdem hat sie sich an Mobilitätskonzepten (u. a. Bottrop) beteiligt, damit die Interessen der gewerblichen Wirtschaft zu Themen, wie z. B. der Erreichbarkeit von Gewerbestandorten und einer nachhaltigeren Mobilität, in den Planungsprozessen einfließen können.
Gewerbegebiete, vor allem der Stadthafen Gelsenkirchen, sollen einfacher und umweltfreundlicher erreichbar werden. Dieses Ziel haben vereinbart (v.l.): Christoph Neumann (Stadt Gelsenkirchen), Dr. Jana Burchard (IHK Nord Westfalen), Jörg Filter (BOGESTRA), IHK-Vizepräsident Lars Baumgürtel (ZINQ), Oliver Wittke (VRR) und Wolfgang Jung (Wissenschaftspark).
LogistiKids-Preisverleihung: zwei Preisträger aus dem IHK-Bezirk
„Wie kommt der Apfelsaft auf den Tisch?“ lautete die Wettbewerbsfrage für die Kindergärten und Kitas beim diesjährigen Wettbewerb „LogistiKids 2024“. Die Wackelzahnkinder der DRK-Kindertagesstätte Buesweg aus Coesfeld haben dabei den dritten Platz belegt. NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur überreichte den Kindern Pokal, Urkunde und eine Matschküche zum Spielen. Zudem erhielt die Kindertagesstätte 500 Euro Preisgeld, das von den Sponsoren des Wettbewerbs zur Verfügung gestellt wurde.
Die DRK-Kindertagesstätte Buesweg in Coesfeld belegte beim Ideenwettbewerb „LogistiKids 2024“ den dritten Platz: NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (2.v.r.), Daniel Janning von der IHK (r.) sowie Peter Abelmann vom Kompetenznetz Logistik.NRW (3.v.r.) gratulierten Pascal Rose von der DRK-Kindertagesstätte Buesweg (l.) sowie den Wackelzahnkindern und überreichten Pokal, Urkunde, Preisgeld und eine Matschküche.
Die Kinder aus der Gruppe 6 der AWO-Kita Am Königsteich I aus Westerkappeln haben beim Landeswettbewerb den vierten Platz belegt. Nachdem NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur den Kindern Ende Januar bei der Bekanntgabe der Sieger bereits online gratuliert hatte, überreichten Daniel Janning von der IHK Nord Westfalen und Peter Abelmann vom Kompetenznetz Logistik.NRW den Sonderpreis des Sponsors „Bargelink“ – ein AquaPlay-Set – sowie eine Urkunde persönlich.
Die AWO-Kita Am Königsteich I aus Westerkappeln belegte den vierten Platz.
Mobilitätskonferenz Ruhr
Gruppenbild der Mobilitätskonferenz Ruhr des Regionalverbands Ruhr (RVR) in Witten
Studie: Das westdeutsche Kanalnetz – ein unterschätzter Verkehrsträger
Die IHKs im Ruhrgebiet haben gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) eine Studie über die Bedeutung und Zukunft des westdeutschen Kanalnetzes erstellt und im Landtag NRW vorgestellt. Die Studie identifiziert einen erheblichen Investitionsstau bei Schleusen, Brücken und Wasserwegen. Das hat Folgen für die Versorgungssicherheit der Wirtschaft. Bei der Vorstellung der Studie im Landtag NRW forderten die IHKs schnelle Entscheidungen. Die Parlamentarische Gruppe Binnenschifffahrt lud die IHKs ein, die Ergebnisse im Verkehrsausschuss zu präsentieren.
Planung und Stadtentwicklung
Die IHK Nord Westfalen setzt sich in planungsrelevanten Themenfeldern für die Interessen der regionalen Wirtschaft ein und ist konstruktiv-kritischer Begleiter bei Beratungs- und Entscheidungsprozessen.
Träger öffentlicher Belange
Die IHK Nord Westfalen wirkte 2025 als Träger öffentlicher Belange bei Regional-, Bauleit- und Fachplanungen mit und gab insgesamt 610 entsprechende Stellungnahmen ab. 120 Stellungnahmen davon befassten sich mit dem stationären Einzelhandel.
Sie setzt sich in der Emscher-Lippe-Region und im Münsterland für attraktive Standortbedingungen ein. Der Schwerpunkt der IHK-Arbeit lag dabei erneut auf kommunaler Ebene. Als Bedingung für erfolgreiches Wirtschaften am jeweiligen Standort ist die kommunale Bauleitplanung von großer Bedeutung für die städtebauliche Entwicklung. Auf dieser Ebene werden die Nutzungen aller privaten und öffentlichen Grundstücke einer Kommune geregelt.
Netzwerke und Arbeitskreise
In zahlreichen Hintergrundgesprächen (zum Beispiel mit den Stadtplanungsämtern und Wirtschaftsförderungen der Kommunen) und in weiteren informellen Formaten (Dialoge mit der Politik, Institutionen, Verbänden und Öffentlichkeit), in Arbeitskreisen oder durch die Erarbeitung von Positionspapieren in planungsrelevanten Zusammenhängen wirkt die IHK Nord Westfalen mit, um die Region weiterzuentwickeln.
Beispielhaft stehen hierfür die Arbeitsgemeinschaft der Ruhr-IHKs sowie die Landesarbeitsgemeinschaft der IHK NRW. Im November fand ein Austausch mit den Planungsexperten der IHKs und Handwerkskammern aus ganz NRW statt. Auf der Agenda standen unter anderem: Die Einführung kommunaler Vergabekriterien für Gewerbeflächen, Festsetzungen zur Dach- und Fassadenbegrünung in Bebauungsplänen und die Erarbeitung gemeinsamer planungspolitischer Positionen.
Gemeinsamer Austausch im Fokus: Treffen der IHK-Planungsreferenten NRW mit den Kolleginnen und Kollegen der Handwerkskammern aus NRW in Aachen.
Landesentwicklungsplan NRW (LEP NRW)
Die dritte Änderung des Landesentwicklungsplans soll die Leitplanken für die Entwicklung Nordrhein-Westfalens zu einem klimaneutralen Industrieland vorgeben. Im Zuge der Politikberatung und Interessensvertretung hat sich die IHK Nord Westfalen in das Verfahren eingebracht.
Austausch mit der Landespolitik
Die IHK Nord Westfalen hat im August 2025 Landtagsabgeordnete aus dem Münsterland, Mitglieder des Regionalrates Münster sowie die Bezirksregierung Münster vor dem Hintergrund des Beteiligungsverfahren zur dritten Änderung des Landesentwicklungsplans (LEP) zu einem Austausch eingeladen. Im Rahmen der Beratung konnte ein praxisnaher Einblick in die Herausforderungen der regionalen Wirtschaft im Zuge der zukünftigen Regionalplanung vermittelt werden. Im Mittelpunkt standen dabei die Themen Flächenentwicklung, Erneuerbare Energien sowie Bürokratieabbau in Planungsverfahren.
Stellungnahme der IHK-Landesarbeitsgemeinschaft (IHK NRW)
Im Rahmen des Beteiligungsverfahrens hat sich die IHK Nord Westfalen im Schulterschluss mit der IHK-Landesarbeitsgemeinschaft NRW eingebracht und eine Stellungnahme erarbeitet. Die IHK hat dabei insbesondere die spezifischen Herausforderungen der Wirtschaftsregion formuliert und Lösungen vorgeschlagen.
Regionalplanung
Wirtschaftsflächen sind ein bedeutender Standortfaktor für die regionale Wirtschaft. Die Aufgabe, Gewerbe- und Industriegebiete planerisch zu sichern und zu entwickeln ist daher eine wichtige Stellschraube für die regionale Entwicklung. In der Region Nord Westfalen sind die Regionalpläne Ruhr und Münsterland maßgeblich, die Rahmenbedingungen für die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten festzulegen.
Eine bedarfsgerechte Flächenverfügbarkeit, Planungs- und Investitionssicherheit durch die Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Abwägung der unterschiedlichen Flächenansprüche im Rahmen der wirtschaftlichen Transformation waren auch 2025 Themen, für die sich die IHK Nord Westfalen im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region eingesetzt hat.
Regionalplan Ruhr
Mit dem Regionalplan Ruhr wurden 2023 die Grundlagen der räumlichen Entwicklung beschlossen. Die IHK Nord Westfalen setzt sich mit Akteuren aus der Landesregierung, dem Regionalverband Ruhr, den Kommunen und auch den Unternehmen dafür ein, den Regionalplan Ruhr im Sinne der Wirtschaft durch konkrete Maßnahmen von der Theorie in die Praxis zu bringen und ein dauerhaftes Angebot an Gewerbe- und Industrieflächen zu sichern.
Regionalplan Münsterland
Der Regionalrat Münster hat im März 2025 die Änderung des Regionalplans Münsterland beschlossen. Gleichzeitig hat er der Bezirksregierung Münster den Auftrag erteilt, „Regionale Leitlinien zur zukunftsorientierten wirtschaftlichen Entwicklung im Münsterland“ zu entwickeln. Die Wirtschaftsregion und Gewerbeflächen-Standorte sichtbarer zu machen ist eine bedeutende Aufgabe, die sich die IHK mit weiteren Akteuren auf die Fahnen geschrieben hat.
Die IHK Nord Westfalen leitete hierzu eine Arbeitsgruppe zum Thema „Flächenaktivierung“ und erarbeitete, welche Instrumente zur Beschleunigung der Mobilisierung von Siedlungsflächenpotenzialen auf regionaler und überregionaler Ebene genutzt werden können, um einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Regionen zu erzielen. Die Ergebnisse der Fach-AG fließen nun in den weiteren Prozess zur Erstellung der regionalen Leitlinien ein.
Weitere Facharbeitsgruppen entwickelten Kriterien, wie Flächen bewertet werden und sie erarbeiten, wie das Münsterland als Wirtschaftsstandort professionell vermarktet werden kann.
Die Arbeitsgruppe aus kommunalen Planungsexperten, Kreiswirtschaftsförderern sowie Vertretern der Bezirksregierung Münster, Handwerkskammer, NRW.Global Business tagte im Oktober zum Thema „Flächenaktivierung“ bei der IHK.
