30. Juli 2025
„Die Fachkräfteeinwanderung aus Drittstaaten ist ein zentraler Baustein für die Zukunftsfähigkeit unseres Industriestandorts – in Nord-Westfalen und bundesweit“, betonte Swetlik, der Geschäftsführer der Druckhaus Dülmen Betz Vertriebs GmbH ist. „Mit unserer Förderung wollen wir nicht nur Perspektiven für junge Menschen schaffen, sondern auch aktiv zur Sicherung des industriell-technischen Fachkräftebedarfs in unseren Unternehmen beitragen.“
Swetlik begrüßte, dass die jungen Nachwuchskräfte aus Honduras von der Ausbildungsberatung und den Willkommenslotsen der IHK Nord Westfalen in enger Kooperation mit den Unternehmen unterstützt werden. Auf diese Begleitung können auch die elf Praktikantinnen und Praktikanten zählen, die als zweite Gruppe diesen November über den Atlantik in die Region kommen. Der Einsatz der Initiative In|du|strie ist Teil eines umfassenderen Engagements der nord-westfälischen Industrie, internationale Talente frühzeitig zu identifizieren, auszubilden und nachhaltig in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren. Unterstützt wird dies auch durch das neugegründete Deutsch-Honduranische Forum, zu dessen Gründungsmitgliedern die IHK Nord Westfalen gehört. Zu den Zielen zählen der bilaterale Austausch im Bereich Bildung und Ausbildung zwischen der Region und dem mittelamerikanischen Land.
Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs
Industrie unterstützt Deutsch-Honduranisches Forum
Senden/Dülmen/Münster. – Die nord-westfälische Initiative In|du|strie unterstützt die internationale Fachkräfteanbahnung und hat dafür 4.000 Euro an das Deutsch-Honduranische Forum mit Sitz in Münster gespendet. Beiratsmitglied Ralf Swetlik aus Dülmen überreichte einen symbolischen Scheck an die honduranische Honorarkonsulin Irene Janssen, die auch Vorsitzende des Forums ist. Der im Juni neu gegründete Verein fördert Projekte zur beruflichen Orientierung, die junge Menschen aus Honduras auf eine betriebliche Ausbildung in Deutschland vorbereiten. Ort der Übergabe an das Forum war die Langguth GmbH in Senden-Bösensell. Das Unternehmen ist als Mitglied im Industrieverbund Dülmen-Nottuln-Senden Teil der Initiative In|du|strie und Vorreiter bei der Beschäftigung honduranischer Azubis.
Beim Rundgang durch die Firma Langguth, die als erstes Unternehmen aus der Region im Rahmen der IHK-Kooperation einen honduranischen Azubi beschäftigt (v.l.): Inhaberin Irene Langguth, Langguth-Ausbilder Guido Essmann, Cilli Oertker von der Initiative In|du|strie, Langguth-Geschäftsführer Peter Tschoepe, Ralf Swetlik von der Initiative In|du|strie, Honorarkonsulin und Forums-Vorsitzende Irene Janssen, Ausbildungsberater Torsten Merten von der IHK Nord Westfalen sowie Helen Rivera und Said Selin, die zu den ersten Auszubildenden aus Honduras gehören, die in Nord-Westfalen starten.
Durch eine Zusammenarbeit unter anderem zwischen der IHK Nord Westfalen und der technischen Berufsschule Centro Técnico Hondureño Alemán (CTHA) in Honduras konnten im November 2024 die ersten acht jungen Menschen aus Mittelamerika ihr Können und ihre Motivation beweisen: Sie absolvierten Auslandspraktika in Betrieben des Münsterlandes. Insgesamt fünf der jungen Honduranerinnen und Honduraner kehren nun für eine Ausbildung als Industriemechaniker oder Industrieelektroniker nach Deutschland zurück oder sind sogar bereits zurückgekehrt. Said Selin ist als erster aus der Gruppe schon im Mai bei Langguth gestartet. Inhaberin Irene Langguth sieht in ihm eine Bereicherung für den Betrieb. „Said bringt neben technischen Grundkenntnissen auch eine beeindruckende Lernbereitschaft und Offenheit mit“, freute sie sich.
Nach der Spendenübergabe führte Langguth-Geschäftsführer Peter Tschoepe (2.v.l.) die Honorarkonsulin und Forums-Vorsitzende Irene Janssen (2.v.r.), IHK-Ausbildungsberater Torsten Merten (r.) sowie Ralf Swetlik (Mitte) und Cilli Oertker (l.) von der Initiative In|du|strie durch das Unternehmen.
